März-Veranstaltungsprogramm der Hauptbücherei Wien

Wien (OTS) - Das Veranstaltungsprogramm der Hauptbücherei Wien für März kann sich sehen lassen. Sofern nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen im Veranstaltungssaal im 3. OG statt. Für Entlehnungen steht die Bücherei jeweils Mo - Fr, 11.00 - 19.00 Uhr und Sa, 10.00 - 14.00 Uhr zur Verfügung. So und Ftg. ist geschlossen.

Präsentation des Podium-Heftes Tschechien

Anlässlich der Präsentation des aktuellen Schwerpunkthefts Tschechien der Literaturzeitschrift Podium stellt die Übersetzerin Christa Rothmeier, die auch die Textauswahl des Hefts betreut hat, drei faszinierend unterschiedliche Schriftstellerinnen aus Tschechien vor: schräge Sozialkritik, feingestimmte Lyrik und politische Parabel sind nur drei Aspekte einer reichen Literaturlandschaft.

Viola Fischerová, geb. 1935 in Brünn. Studium der Slawistik in Brünn und Prag. Zählt zum Literaten- und Freundekreis um V. Havel, V. Linhartová, J. Topol u.a., In Prag Rundfunkredakteurin, emigrierte 1968 in die Schweiz und Deutschland. Lebt seit 1994 wieder in Prag und veröffentlichte seit 1993 sechs Gedichtbände.

Iva Pekárková, geb. 1963 in Prag. Emigrierte als Studentin der Mikrobiologie 1985 über Österreich in die USA, lebt seit 1997 wieder in Prag. Veröffentlichte sieben Romane, davon auf dt. erschienen:
"Truck Stop Rainbows" (1994) und "Taxi Blues" (2000).

Lenka Procházková, geb. 1951 in Olmütz. Lebt in Prag. Nach Unterzeichnung der Charta 77 Publikationsverbot, bis 1989 im Brotberuf Putzfrau. Vor 1989 engagierte Regimekritikerin, in den 90er Jahren öffentliche Funktionen, seit 2003 Kulturattaché in Bratislava. Publizierte seit 1980 zehn Werke, vor 1989 im Samisdat oder in Exilverlagen.

o Präsentation des Podium-Heftes Tschechien. Ein Leseabend mit Viola Fischerová, Iva Pekárková und Lenka Procházková Hauptbücherei am Gürtel; A-1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a; Tel.: 4000/84 550 13. 3. 2004, 19.30 Uhr

Fragen des Alltags - Antworten der Wissenschaft

Zum Auftakt der neuen Gesprächsreihe in der Hauptbücherei erzählt der Stadtökologe Prof. Dr. Erhard Christian unter dem Motto Aus der Unterwelt. Vom Leben und Treiben der Tiere im Boden von Wien von den erstaunlichen Lebewesen, die im Untergrund von Wien zu Wasser und zu Lande leben. Denn unerwartet vielfältig ist die Tierwelt unter unseren Füßen, die uns anschaulich anhand zahlreicher Dias vorgestellt wird. Prof. Dr. Erhard Christian lehrt seit 1990 an der Universität für Bodenkultur. Er ist Vorstand des Institutes für Zoologie im Department für Integrative Biologie und beschäftigt sich v. a. mit Stadtökologie und Kleintieren des Bodens und der Höhlen.

o Fragen des Alltags - Antworten der Wissenschaft: Forscher der Universität für Bodenkultur im Gespräch Hauptbücherei am Gürtel; A-1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a; Tel.: 4000/84 550 15. 3. 2004, 17.00 Uhr

Rabenhof Werkstatt - Wunschkonzert: Anatole Sternberg im Gespräch

"Wunschkonzert", die neue Inszenierung des Autors, Schauspielers und Regisseurs Anatole Sternberg im Rabenhof, ist eine moderne Tragödie um eine kinderlose Medea aus dem Gemeindebau, die einen Rachefeldzug gegen ihr eigenes Leben unternimmt. "Wunschkonzert" handelt von der Unerreichbarkeit des Glücks und der intensiven, ja frenetischen Beschäftigung der gesichtslosen Masse mit alldem, was sie in Wahrheit nicht im geringsten betrifft: toller Sex, rauschender Erfolg und wahre Gerechtigkeit. Das von Sternberg inszenierte Kabarettstück "Die neue Selbständigkeit" von Thomas Maurer wurde 2003 mit dem Nestroy Spezial Preis 2003 ausgezeichnet.

o Rabenhof Werkstatt - Wunschkonzert: Anatole Sternberg im Gespräch Hauptbücherei am Gürtel; A-1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a; Tel.: 4000/84 550 16. 3. 2004, 19.30 Uhr

Buchpräsentation "Was einmal war. Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens"

Wien, Oktober 1938: Das Finanzamt Wien Innere Stadt-Ost pfändet die Kunstsammlung Jenny Steiner und mit ihr einige der beachtlichsten Exponate der österreichischen Moderne, wie z.B. Gustav Klimts "Wasserschlangen II", "Landhaus am Attersee" oder Egon Schieles "Mutter mit zwei Kindern" und "Häuser am Meer". Die Sammlung Jenny Steiner war nur eine von zahlreichen privaten Kunstsammlungen, wie sie vor 1938 in Wien bestanden - und wie sie sich heute vielfach nur mehr über den Umstand ihrer Enteignung nachvollziehen lassen Sophie Lillie zeichnet, wo dies möglich ist, den Weg zahlreicher Kunstobjekte bis in die Gegenwart nach. Neben Privatpersonen kam vielfach die Republik Österreich in den Besitz der geraubten Kulturgüter und zögerte deren Restitution Jahrzehnte lang, teilweise bis heute hinaus.

o Buchpräsentation "Was einmal war. Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens" (Czernin Verlag) mit Sophie Lillie (Kunsthistorikerin) und Alfred Noll (Anwalt) Hauptbücherei am Gürtel; A-1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a; Tel.: 4000/84 550 23. 3. 2004, 19.30 Uhr o Information: http://www.buechereien.wien.at/

(Schluss) eg

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