- 04.03.2004, 11:46:54
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WKÖ: Gelebte Generationensolidarität auch am Arbeitsmarkt abbilden!
"Reifeprüfung" für Unternehmen soll innovative Anstrengungen der Betriebe für Mitarbeiter der Generation 50+ sichtbar zu machen
Wien (PWK 147) -"Die Wirtschaftskammer Österreich beteiligt sich
an der ´Reifeprüfung´ für Unternehmen, um den Ideenreichtum, den
unsere Firmen bei innerbetrieblichen Maßnahmen für reife
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an den Tag legen, sichtbar zu
machen", betonte heute, Donnerstag, der Generalsekretär der
Wirtschaftskammer Österreich, Christian Domany, in einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit Sozialminister Herbert Haupt und Staatssekretärin
Ursula Haubner. Die "Reifeprüfung" stelle ein taugliches Mittel dar,
um die gelebte Generationensolidarität am Arbeitsmarkt abzubilden,
denn ältere Arbeitnehmer seien ein bis dato noch vielfach ungehobener
Schatz. Deshalb gelte es offensiv zu motivieren, dass sich die
österreichischen Unternehmen der Reifeprüfung unterziehen.
Aufgrund des demographischen Wandels stelle sich für die
Wirtschaftspolitik der kommenden 10 Jahre eine zentrale
Fragestellung: Wie können mit einer rück-läufigen und alternden
Gruppe an erwerbsfähigen Personen die hohe Produktivität und der
damit verbundene Wohlstand gesichert werden? Am Arbeitsmarkt zeigen
sich dabei erste Anzeichen einer Trendwende bei der Generation 50+,
wie die aktuellen Daten aus dem Februar 2004 zeigen. Auch die
Unternehmen stellen sich auf den demographischen Wandel am
Arbeitsmarkt wie der Kundenstruktur ein, wie die Beispiele der
"voestalpine" und von "Adeg" zeigen.
Ein besonderes Anliegen ist der WKÖ neben den in der Ausschreibung
des Projekts geforderten Kriterien der Unternehmenskultur, des
Personalwesens, von Arbeitszeit- und -entgelt-Modellen sowie der
Motivation reifer Mitarbeiter die betriebliche Gesundheitsförderung
(BGF). Die BGF ist für die so wichtige Gesunderhaltung älterer
Arbeitnehmer in einer Situation des Arbeitskräftemangels ein
entscheidender Ansatz: Schließlich ist heute jeder 3. Pensionsantritt
auf Frühinvalidisierung zurückzuführen!
Unter dem Stichwort "Gesunde Mitarbeiter - gesunde Unternehmen" und
unter Einbindung der Sozialpartner sowie der
Sozialversicherungsträger ist die WKÖ daher bestrebt, die
betriebliche Gesundheitsförderung flächendeckend in Österreich zu
verankern und den Anteil der BGF in den kommenden 10 Jahren von
derzeit 5 auf 50 Prozent der heimischen Betriebe zu steigern. Bei der
BGF geht es der WKÖ um eine grundsätzliche Änderung in der
Ausrichtung des Gesundheitssystems. Es handelt sich hierbei im
Gegensatz zum bisher verfügbaren Reparatusystem um einen
vorsorgenden, gesundheitsfördernden Ansatz. Zu den Maßnahmen zählen
nicht nur der vielfach bereits obligatorische Korb Äpfel in der Pause
sondern etwa intergenerative Teamarbeit, Minimierung der Verschleiß-
und Routinetätigkeiten, oder Gesundheits- und Sicherheitsmanagement.
Auch die Wirtschaftskammer selbst ist nicht untätig: Eine gut
akzeptierte Einrichtung in der WKÖ ist der sogenannte "Verein
Experten für die Wirtschaft", in dem ehemalige Mitarbeiter der WKÖ
beschäftigt werden um das über Jahre angesammelte wertvolle Know-how
nicht verloren gehen zu lassen. Darüber hinaus hat sich die WKÖ im
Rahmen des Zertifizierungsverfahrens "Familienfreundlicher Betrieb" -
in dem die WKÖ 2003 das Grundzertifikat erhalten hat - zu Maßnahmen
verpflichtet, die für die Solidarität zwischen den Generationen und
die Wahrung des sozialen Zusammenhaltes von größter Wichtigkeit sind.
Die Personalführung der WKÖ wird noch mehr als bisher Wert auf die
persönliche Betreuung der Mitarbeiter legen, z.B. durch
Krankenrückkehrgespräche, Intensivierung bzw. Verbesserung des
organisationsinternen Kommunikationsflusses. Auch die
Aufrechterhaltung des sozialen Kontaktes mit ehemaligen Mitarbeitern
der WKÖ stellt auf Abteilungsebene eine wichtige Maßnahme dar.
OTS0128 2004-03-04/11:46
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