- 01.03.2004, 11:32:50
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Rieder: Rekord-Bilanz 2003 für Kongressstadt Wien
1.416 Veranstaltungen, 13 % mehr Nächtigungen und eine um 15 % höhere Wertschöpfung
Wien (OTS) - "Insgesamt 1.416 Kongresse, Firmentagungen und
Incentives haben im vergangen Jahr 804.000 Nächtigungen und eine
Wertschöpfung von 312,7 Millionen Euro gebracht.", erklärte Finanz-
und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder bei der
Medienkonferenz anlässlich der Präsentation der
Kongresstourismusbilanz 2003 am Montag. Rieder präsentierte die
erfolgreiche Bilanz gemeinsam mit Wien-Tourismusdirektor Mag. Karl
Seitlinger und Christian Mutschlechner, Leiter des Vienna Convention
Bureau im Wien-Tourismus. Anlässlich des am Freitag beginnenden
Radiologenkongresses war bei der Medienkonferenz weiters Univ.-Prof.
Dr. Christian Herold zu Gast, der österreichische Vertreter im
Vorstand des Europäischen Radiologenkongresses. Die Radiologen zählen
zu den treuesten Kongresskunden der Stadt und tagen heuer bereits zum
10. Mal in Wien.
"Das Jahr 2003 war für den Wiener Kongresstourismus in jeder
Hinsicht ein Rekordjahr, so Rieder weiter. "Die Anzahl aller
Veranstaltungen - Kongresse, Tagungen und Incentives - ist um 2,9 %
gestiegen. Die Nächtigungszahl hat sich sogar um 13 % erhöht und die
Wertschöpfung um beachtliche 15 %. Dieses Top-Ergebnis haben wir auch
den internationalen und teilnehmerstarken Großkongressen zu
verdanken, wie etwa den Kongressen der Europäischen Kardiologen, der
Europäischen Atemwegsforscher und der Europäischen Radiologen.
Allein die 390 internationalen und nationalen Kongresse haben
2003 zum Bruttoinlandsprodukt beachtliche 279 Millionen Euro
beigetragen. Das ist um 29 % mehr als im Vorjahr. Das damit
verbundene Steueraufkommen beträgt fast 75 Millionen Euro.
Mittlerweile sichert der Kongresstourismus in Wien 6.800
Ganzjahresarbeitsplätze", betont Rieder.****
Besonders erfreulich ist für Tourismusdirektor Karl Seitlinger
die Tatsache, "dass 2003 der Kongress- und Tagungssektor erstmals
einen zweistelligen Beitrag zu Wiens Gesamtnächtigungsergebnis
erbracht hat - nämlich 10,1 %, und das in dem Jahr, wo Wien das
bisher höchste Nächtigungsaufkommen verzeichnen konnte". Diese
Leistung sei - so betonte Christian Mutschlechner - "auf die
exzellente Zusammenarbeit der Wiener Kongresswirtschaft - von den
Kongress-Zentren über die Hotellerie bis zu den Kongress-Agenturen -
zurückzuführen."
390 Kongresse bringen 278,7 Millionen Euro für das
Bruttoinlandsprodukt
390 Kongresse (98 nationale und 292 internationale) haben im
Jahr 2003 in Wien stattgefunden. Das waren um 2,6 % mehr
Veranstaltungen als 2002. Der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt
erhöhte sich mit 278,7 Millionen Euro sogar um 29 %. Dabei sind alle
inlandswirksamen Ausgaben berücksichtigt - nicht nur die
unmittelbaren Ausgaben der Kongressteilnehmer in Hotellerie,
Gastronomie, Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen, für Einkäufe,
Transport- und Kommunikation oder sonstige Dienstleistungen, sondern
auch Umsätze, die Kongresse in "vorgelagerten" Wirtschaftszweigen
bewirkten, wie z.B. bei Nahrungs- und Genussmittelproduzenten,
Banken, Versicherungen, im Baugewerbe usw. Das durch die Kongresse
2003 verursachte Steueraufkommen in Österreich betrug 74,7 Millionen
Euro (+ 34 % im Vergleich zu 2002). Davon kamen dem Bund 47,6
Millionen und Wien 9,0 Millionen Euro zugute, der Rest teilte sich
auf Länder und Gemeinden auf. Zusätzlich sicherten Wiens Kongresse
2003 rund 6.800 Ganzjahresarbeitsplätze.
Kongresstourist gibt durchschnittlich 435 Euro täglich aus
Internationale Kongresse sind nicht nur ein wichtiger
Image-Faktor für Wien, sondern auch die umsatzstärkste Form des
Tourismus generell. 2003 verursachten die Teilnehmer an
internationalen Kongressen pro Kopf und Nacht eine Wertschöpfung von
durchschnittlich 435 Euro.
Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Kongresstourismus
wurden von Dr. Martina Hochreiner (Unternehmensberaterin sowie
Lehrbeauftragte an der Wirtschaftsuniversität Wien) untersucht, die
ab heuer im Auftrag des Wien-Tourismus auch Wiens Firmenevents
(Tagungen und Incentives) ebenso detailliert untersuchen wird, wie
das Kongressgeschäft. Dazu ist eine eigene Untersuchungsmethode zu
entwickeln, die die im Firmengeschäft viel höhere Sensibilität
bezüglich Weitergabe einschlägiger Informationen zu berücksichtigen
hat.
Kardiologen, Radiologen, Atemwegsforscher: 3 Großkongresse
2003 mit 57.000 Besuchern
Größtes und auch in jeder anderen Hinsicht absolutes
Rekord-Event im Jahr 2003 war der Europäische Kardiologenkongress,
der von 30. August bis 3. September als erster Großkongress im damals
erst teileröffneten Reed Messe Wien Congress Center abgehalten wurde.
Er zog knapp 29.000 Besucher (Teilnehmer, Aussteller, Journalisten,
Begleitpersonen) an, und Wien hat sich mit seiner höchst
erfolgreichen Abwicklung international hervorragend profiliert.
Weitere "Mega-Veranstaltungen" waren der Europäische
Atemwegsforschungskongress mit 15.000 Teilnehmern (27.9. - 1.10.) und
der Europäische Radiologenkongress mit 13.000 Teilnehmern (7. -
11.3.), beide im Austria Center Vienna. 12 % der in Wien 2003
veranstalteten internationalen Kongresse fanden in den großen
Kongresszentren (Reed Messe Wien Congress Center, Austria Center
Vienna und Kongresszentrum Hofburg) statt, 20 % in Hotels, 26 % an
Universitäten, der Rest in Palais und anderen Tagungsstätten. 26 %
der Veranstaltungen behandelten Themen aus Wirtschaft und Politik, 20
% widmeten sich der Humanmedizin und 15 % dem formal- und
naturwissenschaftlichen Bereich. Die höchste Anzahl an
internationalen Kongressen wurde im Oktober verzeichnet, gefolgt vom
Juni und - ex aequo - von September und November.
Radiologen tagen 2004 zum 10. Mal in Wien
Eines der heurigen Kongress-Highlights ist mit einem besonderen
Jubiläum verbunden: Der Europäische Radiologenkongress findet zum 10.
Mal - ohne Unterbrechung - in Wien statt und zwar vom 5. bis 9. März.
Seit 1991 tagt der Radiologenkongress ausschließlich im Austria
Center Vienna, bis 1999 alle zwei Jahre, seit 2000 jährlich.
Vergangenes Jahr hat die Europäische Gesellschaft für Radiologie das
entsprechende Abkommen bis 2009 verlängert. Damit hat sich diese
Veranstaltung als Wiens "treuester" Großkongress erwiesen. Und das
mit gutem Grund wie der österreichische Vertreter im Vorstand des
Europäischen Radiologenkongresses, o. Univ.-Prof. Dr. Christian
Herold von der Universitätsklinik für Radiodiagnostik an der Uni
Wien, berichtet: "Wien hat sich über die Jahre hindurch eindrucksvoll
als optimale Destination für den Kongress profiliert. Die generell
ausgezeichnete Infrastruktur der Stadt, die Lage im Herzen Europas
auch als Sprungbrett zu den Erweiterungsländern im Osten und das
ausgezeichnete kongressspezifische Angebot, das sind Vorteile, die
wir auch in Zukunft für unsere Kongresse nutzen wollen."
Der Europäische Radiologenkongress mit rund 15.000 Teilnehmern
ist im internationalen Kongressgeschäft eine erstklassige
Referenzveranstaltung, mit der andere bedeutende medizinische
Gesellschaften auf Wien als Kongressstadt aufmerksam gemacht werden
können. Wiens Partnerschaft mit den europäischen Radiologen wurde
aber auch noch in anderer Hinsicht intensiviert: Die European
Association of Radiology hat beschlossen ihren offiziellen Amtssitz
von Bern nach Wien zu verlegen. Diese Entscheidung der European
Association of Radiology nach Wien zu gehen, ist auch eine
Auszeichnung für die österreichische Röntgenforschung, deren
internationale wissenschaftliche Bedeutung mit diesem Schritt
unterstrichen wird.
Kongress-Highlights 2004: Erste Österreichische
Kongressleitmesse im Oktober
Ein Highlight in anderer Hinsicht ist eine Messe-Premiere: Von
3. bis 5. Oktober 2004 wird unter dem Titel ACCESS im Kongresszentrum
Hofburg die erste österreichische Kongressleitmesse abgehalten.
Veranstalter sind fünf Partner - neben dem Wien-Tourismus die
Österreich-Werbung, Austrian, die Round Table Konferenzhotels und das
Austrian Convention Bureau. 150 bis 200 Aussteller - Kongresszentren
und -häuser, Hotels und PCOs (Professional Congress Organisers) aus
ganz Österreich werden sich dort präsentieren. Teilnehmer werden rund
1.000 österreichische Entscheidungsträger im Kongressgeschäft sein,
zu denen noch 300 ausländische Entscheidungsträger kommen, für die
die Veranstalter als Gastgeber fungieren.
Top-Veranstaltungen 2004
o Internationale Fachmesse exponet Vienna mit 40.000 Teilnehmern im ACV von17. - 19.2. o Europäischer Radiologie-Kongress mit 15.000 Teilnehmern im ACV von 5. - 9.3. o ACM/CHI, Interaktion von Mensch und Computer mit 2.500 Teilnehmern im ACV von 23. - 29.4. o Europäischer Kongress für Epilepsieforschung mit 3.500 Teilnehmern im ACV von 30.5. - 3.6. o IDS Scheer Konferenz (Geschäftsprozessmanagement) mit 500 Teilnehmern in der Messe Wien von 17. - 18.6. o Internationaler Archiv-Kongress mit 2.500 Teilnehmern im ACV von 23. - 28.8. o Weltkongress für Veterinärdermatologie mit 1.500 Teilnehmern in der Hofburg von 25. - 28.8. o Internat. Kongress der Transplantationsgesellschaft mit 4.000 Teilnehmern im ACV von 5. - 10.9. o Internationale Steuerrechtsvereinigung mit 2.000 Teilnehmern in der Hofburg von 5. - 10.9. o Europäisches Komitee für Multiple-Sklerose-Forschung mit 2.400 Teilnehmern im ACV von 6. - 9.10. o Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie mit 6.500 Teilnehmern im ACV von 29.10. - 2.11. o Eurocities Konferenz mit 500 Teilnehmern in der Messe Wien von 11. - 12.11.
(Schluss) wtv
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Wien-Tourismus
Vera Schweder
Tel.: 211 14/110
mailto:[email protected]
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