IFES-Umfrage: Hohe Akzeptanz für Pensionsvolksbegehren

SP-Haider: Eindeutige Ablehnung des Pensionsraubs in der Bevölkerung

Linz (OTS) - Die generelle Akzeptanz des Pensionsvolksbegehrens
ist enorm, speziell bei ArbeitnehmerInnen und im sozialdemokratischen Lager. Das zeigt eine aktuelle IFES-Umfrage der SPÖ Oberösterreich. Jeweils rund ein Drittel der Befragten will sicher oder eher schon das Pensionsvolksbegehren unterschreiben.

Befragt wurden letztes wochenende 400 Personen in Oberösterreich, 60 Prozent davon Berufstätige und 40 Prozent nicht Berufstätige. "Das Ergebnis zeigt, wie groß die Ablehnung des "Pensionsraubes" in der Bevölkerung ist!", erklärt dazu der Initiator des Volksbegehrens, Oberösterreichs SP-Landesparteichef, LH-Stv. Erich Haider.

Unter dem Motto "Armutsfalle Pensionsreform" wird die SPÖ Oberösterreich in den nächsten Wochen im Rahmen einer großen Mobilisierungskampagne für das Pensions-Volksbegehren werben.

"Wir wollen mit diesem Volksbegehren gerade jetzt, im Zuge der Harmonisierungsdebatte, genügend Druck erzeugen und erreichen, dass die im Vorjahr beschlossene Pensionsreform, die zu massiven Kürzungen führt, neu verhandelt wird", ist Erich Haider vom Erfolg des Volksbegehren, das bereits in der Einleitungsphase mehr als 33.000 OberösterreicherInnen unterschrieben, überzeugt.

" Wir werden uns bemühen, die Unterstützung aller erst belogenen und jetzt betroffenen ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen zu gewinnen. Wir werden diesen Menschen sagen, welchen Eingriff die Machenschaften der schwarz-blauen Regierung in die Lebensplanung jedes Einzelnen darstellen. Österreich braucht endlich eine gerechte Pensionsreform. Daher Schluss mit dem Kaputtsparen, Schluss mit den Husch-Pfusch-Reformen, Schluss mit der Benachteiligung bestimmter Berufsgruppen", nennt Landesparteichef LH-Stv. DI Erich Haider die zentralen Anliegen des Pensions-Volksbegehrens.

Zu den Detailergebnissen der IFES-Befragung:

63 Prozent stimmen der Zielsetzung des Volksbegehrens zu

Mit der Zielsetzung des Volksbegehrens, die unsozialen Auswirkungen der Pensionsreform vom Vorjahr rückgängig zu machen, stimmen 27 Prozent der Befragten "voll und ganz" und 36 Prozent "eher schon" überein. Das ist eine Zustimmung von 63 Prozent.
16 Prozent stimmen mit der Zielsetzung "eher nicht" und 11 Prozent "gar nicht" überein.
10 Prozent machen keine Angeben.
Die Zustimmung ist bei den Frauen mit 69 Prozent (29 Prozent "voll und ganz", 40 Prozent "eher schon") noch deutlich höher als bei den Männern.
Nach Parteipräferenz gibt es im SPÖ-Lager 73 Prozent Zustimmung, aber auch 42 Prozent der ÖVP-Anhänger, 61 Prozent der FPÖ-Anhänger und sogar 81 Prozent der Grün-Anhänger können der Zielsetzung voll und ganz oder eher schon zustimmen.

Breite Unterstützung - vor allem bei Frauen

65 Prozent halten es für richtig, dieses Volksbegehren zu unterstützen, 25 Prozent sind dagegen und 10 Prozent äußern dazu keine Meinung.

72 Prozent der Frauen sind für die Unterstützung des Volksbegehrens, gegen-über 59 Prozent der Männer. Die

Zustimmung zur Unterstützung geht dabei gleichermaßen durch alle Altersschichten.

Für richtig halten die Unterstützung 87 Prozent der SPÖ-SympathisantInnen, 78 Prozent im grünen Lager, 56 Prozent der FPÖ-Parteigänger und immerhin noch 38 Prozent der ÖVP-Anhänger.

70 Prozent sehen Nachteile für junge Menschen

70 Prozent der Befragten sind sicher, dass sich die schwarz-blaue Pensionsreform eher nachteilig für junge Menschen auswirkt, nur 10 Prozent sind der Meinung, dass sich diese Reform vorteilhaft auswirkt. 20 Prozent haben keine Meinung zu dieser Frage.
Nachteile für Junge sehen dabei 66 Prozent der Männer und 72 Prozent der Frauen.

Altersmäßig aufgeschlüsselt ist die Skepsis bei den 40- bis 59-jährigen mit 72 Prozent, die an Nachteile glauben, am größten. Aber auch bei den Jungen bis 39 sind 70 Prozent von negativen Auswirkungen für ihre eigene Zukunft überzeugt.

71 Prozent der Angestellten, 75 Prozent der Arbeiter und 85 Prozent der öffentlich Bediensteten sind der Meinung, dass sich die Reform für junge Menschen nachteilig auswirkt.

An eher nachteilige Auswirkungen glauben 86 Prozent mit SPÖ-Parteipräferenz, aber auch 56 Prozent der ÖVP-SympathisantInnen. FPÖ: 50 Prozent, Grüne: 74 Prozent.

66 Prozent: Nachteile für Frauen

Dass sich diese Pensionsreform für Frauen eher nachteilig auswirkt, glauben 66 Prozent. 8 Prozent sehen Vorteile, 26 Prozent haben keine Meinung.

69 Prozent der Jungen bis 39 sehen Nachteile, genau wie 65 Prozent der 40- bis 59-jährigen. 71 Prozent der Frauen sind von negativen Auswirkungen für ihr Geschlecht überzeugt, gegenüber 61 Prozent der Männer.

Parteipräferenz: Eher nachteilig: SPÖ 80, ÖVP 52, FPÖ 67 und Grüne 72 Prozent.

70 Prozent: Nachteile für ArbeitnehmerInnen, Schwerarbeiter

Klare Fronten auf die Frage "Wirkt sich diese Pensionsreform für ArbeitnehmerInnen eher vorteilhaft oder eher nachteilig aus?".
70 Prozent "eher nachteilig", 10 Prozent "eher vorteilhaft", 20 Prozent "keine Meinung".
Männer und Frauen liegen mit jeweils 70 Prozent gleichauf. Nachteilige Auswirkungen sehen 71 Prozent der bis 39jährigen und 74 Prozent der 40- bis 59-jährigen.
Nachteile für Arbeitnehmer orten 95 Prozent der Öffentlich

Bediensteten, 75 Prozent der Angestellten und 72 Prozent der Arbeiter.

Ganz klar fällt das negative Votum bei der Frage nach den Auswirkungen für Schwerarbeiter, z.B. Bauarbeiter aus. 60 Prozent sind der Meinung, es gebe eher Nachteile, nur 9 Prozent denken an Vorteile.

PensionistInnen: 67 Prozent sehen Nachteile

Genauso klar die Antworten auf die Frage nach den Auswirkungen für PensionistInnen.
67 Prozent sind von Nachteilen überzeugt, 10 Prozent können der Reform Vorteile abgewinnen. "Eher nachteilig" urteilen 64 Prozent der Männer und 69 Prozent der Frauen.
Parteipräferenz: SPÖ 81 Prozent "nachteilig", ÖVP 55 Prozent, FPÖ 73 Prozent, Grüne 72 Prozent.

65 Prozent sehen persönliche Nachteile

65 Prozent der Befragten (66 Prozent Frauen, 63 Prozent Männer) sehen für sich persönlich eher nachteilige Auswirkungen, nur 7 Prozent sehen die schwarz-blaue Pensionsreform persönlich "eher vorteilhaft".
28 Prozent haben sich dazu noch keine Meinung gebildet.
77 Prozent der SPÖ-Anhänger, aber auch jeder zweite ÖVP-Anhänger ist von nachteiligen Auswirkungen für ihn persönlich überzeugt.

Wie wichtig die Informationskampagne der SPÖ ist, zeigt sich sich an der Frage:
"Haben sie von diesem Pensionsvolksbegehren schon gehört oder gelesen?"
Während 47 Prozent mit Ja antworten, sagen 53 Prozent "Nein". 1 Prozent macht keine Angabe.
48 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen haben vom Volksbegehren gehört oder gelesen, 52 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen haben bisher nichts gewusst.

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