- 27.02.2004, 12:10:30
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IFES-Umfrage: Hohe Akzeptanz für Pensionsvolksbegehren
SP-Haider: Eindeutige Ablehnung des Pensionsraubs in der Bevölkerung
Linz (OTS) - Die generelle Akzeptanz des Pensionsvolksbegehrens
ist enorm, speziell bei ArbeitnehmerInnen und im sozialdemokratischen
Lager. Das zeigt eine aktuelle IFES-Umfrage der SPÖ Oberösterreich.
Jeweils rund ein Drittel der Befragten will sicher oder eher schon
das Pensionsvolksbegehren unterschreiben.
Befragt wurden letztes wochenende 400 Personen in Oberösterreich, 60
Prozent davon Berufstätige und 40 Prozent nicht Berufstätige. "Das
Ergebnis zeigt, wie groß die Ablehnung des "Pensionsraubes" in der
Bevölkerung ist!", erklärt dazu der Initiator des Volksbegehrens,
Oberösterreichs SP-Landesparteichef, LH-Stv. Erich Haider.
Unter dem Motto "Armutsfalle Pensionsreform" wird die SPÖ
Oberösterreich in den nächsten Wochen im Rahmen einer großen
Mobilisierungskampagne für das Pensions-Volksbegehren werben.
"Wir wollen mit diesem Volksbegehren gerade jetzt, im Zuge der
Harmonisierungsdebatte, genügend Druck erzeugen und erreichen, dass
die im Vorjahr beschlossene Pensionsreform, die zu massiven Kürzungen
führt, neu verhandelt wird", ist Erich Haider vom Erfolg des
Volksbegehren, das bereits in der Einleitungsphase mehr als 33.000
OberösterreicherInnen unterschrieben, überzeugt.
" Wir werden uns bemühen, die Unterstützung aller erst belogenen und
jetzt betroffenen ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen zu gewinnen.
Wir werden diesen Menschen sagen, welchen Eingriff die Machenschaften
der schwarz-blauen Regierung in die Lebensplanung jedes Einzelnen
darstellen. Österreich braucht endlich eine gerechte Pensionsreform.
Daher Schluss mit dem Kaputtsparen, Schluss mit den
Husch-Pfusch-Reformen, Schluss mit der Benachteiligung bestimmter
Berufsgruppen", nennt Landesparteichef LH-Stv. DI Erich Haider die
zentralen Anliegen des Pensions-Volksbegehrens.
Zu den Detailergebnissen der IFES-Befragung:
63 Prozent stimmen der Zielsetzung des Volksbegehrens zu
Mit der Zielsetzung des Volksbegehrens, die unsozialen Auswirkungen
der Pensionsreform vom Vorjahr rückgängig zu machen, stimmen 27
Prozent der Befragten "voll und ganz" und 36 Prozent "eher schon"
überein. Das ist eine Zustimmung von 63 Prozent.
16 Prozent stimmen mit der Zielsetzung "eher nicht" und 11 Prozent
"gar nicht" überein.
10 Prozent machen keine Angeben.
Die Zustimmung ist bei den Frauen mit 69 Prozent (29 Prozent "voll
und ganz", 40 Prozent "eher schon") noch deutlich höher als bei den
Männern.
Nach Parteipräferenz gibt es im SPÖ-Lager 73 Prozent Zustimmung, aber
auch 42 Prozent der ÖVP-Anhänger, 61 Prozent der FPÖ-Anhänger und
sogar 81 Prozent der Grün-Anhänger können der Zielsetzung voll und
ganz oder eher schon zustimmen.
Breite Unterstützung - vor allem bei Frauen
65 Prozent halten es für richtig, dieses Volksbegehren zu
unterstützen, 25 Prozent sind dagegen und 10 Prozent äußern dazu
keine Meinung.
72 Prozent der Frauen sind für die Unterstützung des Volksbegehrens, gegen-über 59 Prozent der Männer. Die
Zustimmung zur Unterstützung geht dabei gleichermaßen durch alle
Altersschichten.
Für richtig halten die Unterstützung 87 Prozent der
SPÖ-SympathisantInnen, 78 Prozent im grünen Lager, 56 Prozent der
FPÖ-Parteigänger und immerhin noch 38 Prozent der ÖVP-Anhänger.
70 Prozent sehen Nachteile für junge Menschen
70 Prozent der Befragten sind sicher, dass sich die schwarz-blaue
Pensionsreform eher nachteilig für junge Menschen auswirkt, nur 10
Prozent sind der Meinung, dass sich diese Reform vorteilhaft
auswirkt. 20 Prozent haben keine Meinung zu dieser Frage.
Nachteile für Junge sehen dabei 66 Prozent der Männer und 72 Prozent
der Frauen.
Altersmäßig aufgeschlüsselt ist die Skepsis bei den 40- bis
59-jährigen mit 72 Prozent, die an Nachteile glauben, am größten.
Aber auch bei den Jungen bis 39 sind 70 Prozent von negativen
Auswirkungen für ihre eigene Zukunft überzeugt.
71 Prozent der Angestellten, 75 Prozent der Arbeiter und 85 Prozent
der öffentlich Bediensteten sind der Meinung, dass sich die Reform
für junge Menschen nachteilig auswirkt.
An eher nachteilige Auswirkungen glauben 86 Prozent mit
SPÖ-Parteipräferenz, aber auch 56 Prozent der ÖVP-SympathisantInnen.
FPÖ: 50 Prozent, Grüne: 74 Prozent.
66 Prozent: Nachteile für Frauen
Dass sich diese Pensionsreform für Frauen eher nachteilig auswirkt,
glauben 66 Prozent. 8 Prozent sehen Vorteile, 26 Prozent haben keine
Meinung.
69 Prozent der Jungen bis 39 sehen Nachteile, genau wie 65 Prozent
der 40- bis 59-jährigen. 71 Prozent der Frauen sind von negativen
Auswirkungen für ihr Geschlecht überzeugt, gegenüber 61 Prozent der
Männer.
Parteipräferenz: Eher nachteilig: SPÖ 80, ÖVP 52, FPÖ 67 und Grüne 72
Prozent.
70 Prozent: Nachteile für ArbeitnehmerInnen, Schwerarbeiter
Klare Fronten auf die Frage "Wirkt sich diese Pensionsreform für
ArbeitnehmerInnen eher vorteilhaft oder eher nachteilig aus?".
70 Prozent "eher nachteilig", 10 Prozent "eher vorteilhaft", 20
Prozent "keine Meinung".
Männer und Frauen liegen mit jeweils 70 Prozent gleichauf.
Nachteilige Auswirkungen sehen 71 Prozent der bis 39jährigen und 74
Prozent der 40- bis 59-jährigen.
Nachteile für Arbeitnehmer orten 95 Prozent der Öffentlich
Bediensteten, 75 Prozent der Angestellten und 72 Prozent der Arbeiter.
Ganz klar fällt das negative Votum bei der Frage nach den
Auswirkungen für Schwerarbeiter, z.B. Bauarbeiter aus. 60 Prozent
sind der Meinung, es gebe eher Nachteile, nur 9 Prozent denken an
Vorteile.
PensionistInnen: 67 Prozent sehen Nachteile
Genauso klar die Antworten auf die Frage nach den Auswirkungen für
PensionistInnen.
67 Prozent sind von Nachteilen überzeugt, 10 Prozent können der
Reform Vorteile abgewinnen. "Eher nachteilig" urteilen 64 Prozent der
Männer und 69 Prozent der Frauen.
Parteipräferenz: SPÖ 81 Prozent "nachteilig", ÖVP 55 Prozent, FPÖ 73
Prozent, Grüne 72 Prozent.
65 Prozent sehen persönliche Nachteile
65 Prozent der Befragten (66 Prozent Frauen, 63 Prozent Männer) sehen
für sich persönlich eher nachteilige Auswirkungen, nur 7 Prozent
sehen die schwarz-blaue Pensionsreform persönlich "eher
vorteilhaft".
28 Prozent haben sich dazu noch keine Meinung gebildet.
77 Prozent der SPÖ-Anhänger, aber auch jeder zweite ÖVP-Anhänger ist
von nachteiligen Auswirkungen für ihn persönlich überzeugt.
Wie wichtig die Informationskampagne der SPÖ ist, zeigt sich sich an
der Frage:
"Haben sie von diesem Pensionsvolksbegehren schon gehört oder
gelesen?"
Während 47 Prozent mit Ja antworten, sagen 53 Prozent "Nein". 1
Prozent macht keine Angabe.
48 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen haben vom
Volksbegehren gehört oder gelesen, 52 Prozent der Männer und 53
Prozent der Frauen haben bisher nichts gewusst.
OTS0153 2004-02-27/12:10
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