Grünewald: Weltklasse-Unis sind mit Letztklasse-Budget nicht zu erreichen

Internationales Uni-Ranking setzt Gehrer unter Zugzwang

Wien (OTS) - Der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, fordert Ministerin Gehrer angesichts der Ergebnisse eines weltweiten Uni-Rankings dazu auf, das Budget der österreichischen Unis drastisch anzuheben. "Die Ergebnisse des weltweiten Uni-Rankings der Shanghai Jiao Tong University bringen Ministerin Gehrer unter Zugzwang. Eine nüchterne Betrachtung der Realität zeigt akuten Handlungsbedarf, denn die Evaluierung spiegelt eine bessere Ausstattung, mehr Budgetmittel pro ForscherIn sowie positivere Rahmenbedingungen des Forschungsumfelds an den Top-Universitäten wieder," so Grünewald.

Gehrers Ankündigung, den 21 österreichischen Unis für das laufende Budgetjahr einen Zuschuss in Höhe von 600.000 Euro zur Verfügung zu stellen, greife eindeutig zu kurz. "Dieser Zuschuss ist zu wenig. Damit können nicht einmal die Überstunden von BundesärztInnen an den Universitätskliniken abgedeckt werden. Auch die wichtigen Zuschüsse für Reisekosten, Kongresse und internationale Meetings für junge WissenschaftlerInnen gibt es nicht mehr. Es ist unglaublich, aber anscheinend wahr, dass in Österreich eine Regierung von Weltklasse-Universitäten spricht und nicht bereit ist, für dieses Ziel ein entsprechendes Budget bereitzustellen. Weltklasse-Unis mit einem Letztklasse-Budget schaffen zu wollen, geht nicht", so Grünewald.

Um den eklatanten Ressourcenmangel an den heimischen Universitäten wettzumachen und die Mindestvoraussetzungen für Gehrers Weltklasse-Projekt zu schaffen, bedürfe es laut Grünewald einer deutlicheren Aufstockung des Uni- Gesamtbudgets. "Die Grünen haben mehrfach 100 Millionen Euro zusätzlicher für die Unis gefordert. Wenn Gehrer nun 0,6 % davon anbietet, dann ist das eine Farce", so Grünewald.

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