ARBÖ: Ausrüstung mit Partikelfilter ist steuerlich zu fördern

Wiedereinführung des jährlichen "Pickerls" aus Umweltgründen dringend notwendig

Wien (OTS) - Um den Einbau von Partikelfiltern in Dieselfahrzeuge
zu beschleunigen, spricht sich der ARBÖ für eine steuerliche Förderung aus. "Anreize sind nötig, um die mit der Ausrüstung von Dieselfahrzeugen mit Rußfiltern verbundenen Kosten abzugelten", begründet ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.

Als Vorbild nennt der ARBÖ die steuerlichen Anreize beim Vorziehen von Katalysatoren im Jahre 1987 unter dem damaligen Umweltminister und jetzigen ARBÖ-Ehrenpräsidenten Dr. Kurt Steyrer. "Damals ist durch diese Fördermaßnahme eine rasche Umstellung auf den Katalysatorbetrieb ermöglicht worden", erinnert Dr. Hellar.

Gleichzeitig drängt der ARBÖ auf die Wiedereinführung der jährlichen "§57a-Wiederkehrende Begutachtung" ("Pickerl"), die von der Regierung auf größere Intervalle verlängert wurde. Diese Überprüfung enthält auch einen Abgastest. Dr. Hellar: "Die Regierung hat damit in Kauf genommen, dass vermehrt Fahrzeuge mit schlecht eingestelltem Motor unterwegs sind, die mehr Treibstoff verbrauchen und damit mehr Schadstoffe emittieren."

Der ARBÖ warnt vor einer Panikmache im Zusammenhang mit Dieselmotoren und plädiert für eine korrekte Interpretation seriöser Studien. Allein durch die Einführung der schwefelfreien Treibstoffe in Österreich seit Jahrebeginn hat sich der Rußausstoß aller im Verkehr befindlichen Dieselfahrzeuge um bis zu 30 Prozent reduziert. Für dieses österreichweit vorgezogene Umweltprogramm mussten die Autofahrer eine höhere Mineralölsteuer in Kauf nehmen. Die nächste drastische Abgasreduktion ist mit Jänner 2005 mit Einführung der weit strengeren EURO-4-Norm fixiert.

Von den Autoherstellern und Autoimporteuren erwartet sich der ARBÖ, dass Partikelfilter vermehrt nicht als aufpreispflichtige Option, sondern standardmäßig in Serie angeboten wird.

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