- 27.02.2004, 10:47:57
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ARBÖ: Ausrüstung mit Partikelfilter ist steuerlich zu fördern
Wiedereinführung des jährlichen "Pickerls" aus Umweltgründen dringend notwendig
Wien (OTS) - Um den Einbau von Partikelfiltern in Dieselfahrzeuge
zu beschleunigen, spricht sich der ARBÖ für eine steuerliche
Förderung aus. "Anreize sind nötig, um die mit der Ausrüstung von
Dieselfahrzeugen mit Rußfiltern verbundenen Kosten abzugelten",
begründet ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.
Als Vorbild nennt der ARBÖ die steuerlichen Anreize beim Vorziehen
von Katalysatoren im Jahre 1987 unter dem damaligen Umweltminister
und jetzigen ARBÖ-Ehrenpräsidenten Dr. Kurt Steyrer. "Damals ist
durch diese Fördermaßnahme eine rasche Umstellung auf den
Katalysatorbetrieb ermöglicht worden", erinnert Dr. Hellar.
Gleichzeitig drängt der ARBÖ auf die Wiedereinführung der jährlichen
"§57a-Wiederkehrende Begutachtung" ("Pickerl"), die von der Regierung
auf größere Intervalle verlängert wurde. Diese Überprüfung enthält
auch einen Abgastest. Dr. Hellar: "Die Regierung hat damit in Kauf
genommen, dass vermehrt Fahrzeuge mit schlecht eingestelltem Motor
unterwegs sind, die mehr Treibstoff verbrauchen und damit mehr
Schadstoffe emittieren."
Der ARBÖ warnt vor einer Panikmache im Zusammenhang mit Dieselmotoren
und plädiert für eine korrekte Interpretation seriöser Studien.
Allein durch die Einführung der schwefelfreien Treibstoffe in
Österreich seit Jahrebeginn hat sich der Rußausstoß aller im Verkehr
befindlichen Dieselfahrzeuge um bis zu 30 Prozent reduziert. Für
dieses österreichweit vorgezogene Umweltprogramm mussten die
Autofahrer eine höhere Mineralölsteuer in Kauf nehmen. Die nächste
drastische Abgasreduktion ist mit Jänner 2005 mit Einführung der weit
strengeren EURO-4-Norm fixiert.
Von den Autoherstellern und Autoimporteuren erwartet sich der ARBÖ,
dass Partikelfilter vermehrt nicht als aufpreispflichtige Option,
sondern standardmäßig in Serie angeboten wird.
OTS0090 2004-02-27/10:47
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