• 27.02.2004, 09:40:45
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Acht Jahre im Kampf gegen heimtückische Killerwaffen

Die "Ottawa-Konvention" gegen Anti-Personen-Minen trat am 1. März 1997 in Kraft

Wien (Rotes Kreuz) - Seit dem 1. März 1997 sollte die Welt
theoretisch minenfrei sein. Vor sieben Jahren unterzeichneten die
ersten Vertragsstaaten die "Ottawa-Konvention". Diese Staaten
verpflichteten sich zu dem Verbot des Gebrauchs, der Lagerung, der
Herstellung und der Verbreitung von Anti-Personen-Minen.

Inzwischen haben 141 Staaten der Erde den Verzicht auf die
heimtückischen Killerwaffen, die zumeist Zivilisten treffen,
unterzeichnet. Etwa 30,7 Millionen Anti-Personen-Minen wurden
aufgrund der Ottawa-Konvention zerstört. Aber trotzdem verletzen die
unsichtbaren Minen jedes Jahr zwischen 15.000 und 20.000 Menschen.

In den Böden von mehr als 70 Ländern - von Afghanistan bis
Mosambik, von Abchasien bis Kambodscha, von Guatemala bis China -
lauern immer noch etwa 70 Millionen Landminen auf ihre Opfer. Unter
den Pflugscharen der Bauern, die diese Böden bestellen, zwischen den
Spielplätzen der Kinder, auf den Wegen der Händler bedrohen sie das
tägliche Leben von Millionen Menschen.

Das Rote Kreuz, das über sein internationales Netzwerk weltweit
tätig ist, hilft den Opfern dieser tödlichen Kriegsrückstände auf
drei Wegen. Rotkreuz-Minentrainer klären Frauen, Männer und Kinder in
den betroffenen Ländern über die unsichtbare Gefahr auf. Die
orthopädischen Kliniken des Roten Kreuzes versorgen die kleinen und
großen Opfer der heimtückischen Waffen. Und als Advokat klopft das
Rote Kreuz auf die Einhaltung des Verbots der Anti-Personen-Minen bei
den Regierungen und Kriegführenden Parteien.

Das Österreichische Rote Kreuz war 1996 maßgeblich daran
beteiligt, dass die Republik Österreich als erstes Land der Welt das
Verbot von Anti-Personen-Minen zum Gesetz erhob. "In dieser Tradition
beteiligen wir uns nach wie vor an internationalen Hilfsprogrammen
für Minenopfer", erklärt Rotkreuz-Generalsekretär Wolfgang Kopetzky.
"Anti-Personen-Minen sind ein lösbares Problem, das alle Menschen
dieser Welt betrifft."

Im Dezember 2004 wird in Nairobi die Nachfolge-Konferenz für
Ottawa stattfinden. Die Präsidentschaft dieser Konferenz wird der
österreichische Botschafter bei der UN
Dr. Wolfgang Petritsch innehaben. Das Österreichische Rote Kreuz hat
es sich im Vorfeld des "Nairobi-Gipfels für eine minenfreie Welt" zur
Aufgabe gemacht, das Thema Landminen auch in Österreich wieder in das
Bewusstsein der Menschen zu rücken.

OTS0051    2004-02-27/09:40

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK

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