Acht Jahre im Kampf gegen heimtückische Killerwaffen

Die "Ottawa-Konvention" gegen Anti-Personen-Minen trat am 1. März 1997 in Kraft

Wien (Rotes Kreuz) - Seit dem 1. März 1997 sollte die Welt theoretisch minenfrei sein. Vor sieben Jahren unterzeichneten die ersten Vertragsstaaten die "Ottawa-Konvention". Diese Staaten verpflichteten sich zu dem Verbot des Gebrauchs, der Lagerung, der Herstellung und der Verbreitung von Anti-Personen-Minen.

Inzwischen haben 141 Staaten der Erde den Verzicht auf die heimtückischen Killerwaffen, die zumeist Zivilisten treffen, unterzeichnet. Etwa 30,7 Millionen Anti-Personen-Minen wurden aufgrund der Ottawa-Konvention zerstört. Aber trotzdem verletzen die unsichtbaren Minen jedes Jahr zwischen 15.000 und 20.000 Menschen.

In den Böden von mehr als 70 Ländern - von Afghanistan bis Mosambik, von Abchasien bis Kambodscha, von Guatemala bis China -lauern immer noch etwa 70 Millionen Landminen auf ihre Opfer. Unter den Pflugscharen der Bauern, die diese Böden bestellen, zwischen den Spielplätzen der Kinder, auf den Wegen der Händler bedrohen sie das tägliche Leben von Millionen Menschen.

Das Rote Kreuz, das über sein internationales Netzwerk weltweit tätig ist, hilft den Opfern dieser tödlichen Kriegsrückstände auf drei Wegen. Rotkreuz-Minentrainer klären Frauen, Männer und Kinder in den betroffenen Ländern über die unsichtbare Gefahr auf. Die orthopädischen Kliniken des Roten Kreuzes versorgen die kleinen und großen Opfer der heimtückischen Waffen. Und als Advokat klopft das Rote Kreuz auf die Einhaltung des Verbots der Anti-Personen-Minen bei den Regierungen und Kriegführenden Parteien.

Das Österreichische Rote Kreuz war 1996 maßgeblich daran beteiligt, dass die Republik Österreich als erstes Land der Welt das Verbot von Anti-Personen-Minen zum Gesetz erhob. "In dieser Tradition beteiligen wir uns nach wie vor an internationalen Hilfsprogrammen für Minenopfer", erklärt Rotkreuz-Generalsekretär Wolfgang Kopetzky. "Anti-Personen-Minen sind ein lösbares Problem, das alle Menschen dieser Welt betrifft."

Im Dezember 2004 wird in Nairobi die Nachfolge-Konferenz für Ottawa stattfinden. Die Präsidentschaft dieser Konferenz wird der österreichische Botschafter bei der UN
Dr. Wolfgang Petritsch innehaben. Das Österreichische Rote Kreuz hat es sich im Vorfeld des "Nairobi-Gipfels für eine minenfreie Welt" zur Aufgabe gemacht, das Thema Landminen auch in Österreich wieder in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Rückfragen & Kontakt:

ÖRK - Pressestelle
Mag. Gabriela Hartig
Mobil: 0664/823 48 10
http://www.roteskreuz.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK0001