Greenpeace verurteilt Atomstromimport-Drohungen von Verbund

Verbund blockiert Ökostromentwicklung - Steuerzahler müssen schmutzigen Strom zahlen

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace verurteilt die Drohungen von Verbund-Chef Hans Haider, Kraftwerke abzuschalten und Atomstrom zu importieren. Der Verbund ist der größte Atomstrom-Importeur Österreichs und die Importe werden immer mehr, unabhängig vom Handel mit Verschmutzungszertifikaten. "Der Verbund tut so, als müsste er seine Kraftwerke abschalten, wenn er nicht genügend Gratiszertifikate bekommt. Dabei ist er nicht gezwungen, fossile Energieträger zu verfeuern. Der Verbund könnte auch vermehrt Biomasse zuheizen oder eigene Biomasse-Kraftwerke errichten, dann würde er weniger Verschmutzungszertifikate brauchen. Biomasse gibt es genug in Österreich", so Greenpeace-Energieexperte Erwin Mayer.

Greenpeace kritisiert außerdem, dass der Verbund ein ständiger Bremser beim Ökostromgesetz ist und eine Deckelung für den Ökostromausbau vertritt. "Die Wind-, Sonne- und Biogas-Verstromung wird blockiert und gleichzeitig regt sich Verbund auf, dass er mehr Verschmutzungszertifikate braucht", so Mayer. Stattdessen sollten die Zertifikate durch CO2-neutrale Energieträger ersetzt werden. "Der simple Zusammenhang - ohne Atomstrom oder genügend gratis Verschmutzungsrechte geht uns das Licht aus - ist irreführend", so Mayer klarstellend und weist darauf hin, dass die österreichischen Steuerzahler letztlich auch noch die Rechnung für den schmutzigen Strom und den Klimawandel zahlen müssen.

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