ORF übergibt Schiffsmodel der "Admiral Tegetthoff" an Naturhistorisches Museum

Modell im Maßstab von 1:20 Teil einer Dauerausstellung über österreichische Polarexpedition

Wien (OTS) - Vor 130 Jahren driftete eine österreichische Polarexpedition mit dem Schiff "Admiral Tegetthoff" immer weiter nach Norden und machte die letzte große Landentdeckung auf unserem Planeten, die nördlichste Inselgruppe der Welt: Franz-Joseph-Land. Für eine Serie von Dokumentarfilmen in den neunziger Jahren hat der ORF die "Admiral Tegetthoff" im Maßstab 1:20 detailgetreu nachbauen lassen. Das Naturhistorische Museum widmet der Polarexpedition eine Dauerausstellung. Das Schiffsmodell wurde zu diesem Anlass gestern, am Dienstag, dem 24. Februar 2004, in der oberen Kuppelhalle des Naturhistorischen Museums vom ORF an das Museum übergeben.

Geschichte des Schiffes durch Dokumentarfilme einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden

"Die Dokumentarfilme des ORF haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Geschichte dieses Schiffes und die großartigen Leistungen dieser österreichischen Polarexpedition einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurden", sagte ORF-Informationsdirektor Gerhard Draxler bei der gestrigen Übergabe und zeigte sich erfreut, dass "dieses Schiff nun im Naturhistorischen Museum seinen endgültigen Hafen gefunden hat".

Prof. Dr. Bernd Lötsch, Generaldirektor des Naturhistorischen Museums, würdigte sowohl die Polarexpedition als auch die ORF-Crew:
"Dies gehört zu den Glanzstücken der österreichischen Expeditionsleistungen und zu den großen Produktionsleistungen des ORF, der damit einem öffentlich-rechtlichen Medium alle Ehre gemacht hat. Es ist kaum vorstellbar, dass ein mitteleuropäischer Privatsender so etwas zu Stande bringt." Das Land Tirol, vertreten durch Kulturlandesrätin Dr. Elisabeth Zanon-zur Nedden, stellte die Vitrine für das Schiffsmodell zur Verfügung. Erbaut wurde das Schiffsmodell im Maßstab von 1:20 von drei Hobby-Modellbauern: dem Straßenbahner Willibald Meischl, dem Polizisten Adolf Achtsnit und dem Programmierer Rudolf Ermer.

Vier Arktisexpeditionen, zwei Überwinterungen und einjährige Drehzeit

Unter der Leitung von Regisseur Helmut Voitl und Autorin Elisabeth Guggenberger sind in den neunziger Jahren zahlreiche Dokumentarfilme entstanden - insgesamt 14 Stunden Programm: eine dreiteilige "Universum"-Serie, sechs Folgen über das "Leben in der Arktis", eine dreiteilige Serie für Kinder, mehrere internationale Versionen für Discovery Channel und die BBC sowie ein "Directors Cut" für eine DVD. Gedreht wurde an den Originalschauplätzen auf Franz-Joseph-Land. Die Inseln waren 70 Jahre lang militärisches Sperrgebiet in der sowjetischen Arktis. Voitl und Guggenberger erhielten als erstes westliches Fernsehteam eine Drehgenehmigung. Die "Arktis-Nordost"-Filme sind auf insgesamt vier Arktisexpeditionen mit zwei Überwinterungen und fast einjähriger Drehzeit auf Franz-Joseph-Land entstanden. Es war damit eines der größten Dokumentarfilm-Projekte des ORF, das auch durch die Unterstützung von mehr als 60 Sponsoren zu Stande kam.

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