Broukal: "Nur eine gerechte Gesellschaft ist eine menschliche Gesellschaft"

Wien (SK) "In einer zunehmend entsolidarisierten Gesellschaft muss es unsere Aufgabe sein, Solidarität wieder salonfähig zu machen. Wieder zu lernen, auf ein bisschen was zu verzichten zugunsten der anderen", erläuterte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion des BSA zum Thema BSA-Visionen für Wien. Tatsache sei, dass vor allem ASVG-PensionistInnen in den nächsten Jahren immer ärmer werden, dass auch in Österreich immer mehr Menschen in Zukunft gleichzeitig mehrere Jobs ausüben müssen, um überhaupt von ihrer Arbeit leben zu können, kritisierte Broukal. Der Globalisierung könne er, Broukal nur wenig positive Seiten abgewinnen, denn das Problem sei, dass das Kapital mobil geworden ist, der "Mensch jedoch nicht". Broukal wies darauf hin, dass nur die Gesellschaft menschlich sei, die auch Gerechtigkeit aufweise. - "Wo steht geschrieben, dass es der Sinn des Lebens ist, immer reicher zu werden. Das kann doch nicht unser aller Glück sein." ****

Broukal kritisierte auch die Bundesregierung, deren einziges Ziel es anscheinend sei, die Staatsquote von 45 Prozent auf 40 Prozent abzusenken. Gedanken, wie auch in Zukunft ordentliche Schulen und billige Startwohnungen für alle zur Verfügung stehen und wie Forschung und Entwicklung gedeihen, mache sich diese Regierung keine, so Broukal. Das Ziel laute 40 Prozent Staatsquote und: "Wie sparen es wir bei denen ein, die sich am wenigsten wehren können." Der SPÖ-Wissenschaftssprecher gab sich jedoch optimistisch: "Ich glaube, dass der Neoliberalismus keine große Energien mehr hat. Die Leute spüren die negativen Konsequenzen am eigenen Leib. Weniger Pension und weniger Geld. Wieder für mehr Gerechtigkeit und Solidarität zu sorgen ist unsere Aufgabe. Doch wir müssen es tun, denn es geschieht nicht von selbst." (Schluss) rr

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