VP-Koroec: Kheislers Aussagen im krassen Widerspruch zu Pflegeombudsmann Vogt

Wien (VP-Klub): Die Diskrepanz zwischen der Aussage des von der SP-Stadträtin Pittermann aufgestellten Pflege-Ombudsmann Dr. Werner Vogt, dass rund 200 Vollzeit-Arbeitskräfte im Geriatriezentrum 'Am Wienerwald' fehlen würden und den heutigen Aussagen der Pflegedirektorin Renate Kheisler, dass der Personalstand ausreiche, ist unvorstellbar", zeigt sich LAbg. Ingrid Korosec, VP-Mitglied der Untersuchungskommission, überrascht über die Zeugenaussage Kheislers, dass der Personalstand mit den Leistungsanforderungen konform gehe.

Die aufgedeckten Missstände auf einzelnen Stationen in städtischen Geriatriezentren zeigen allerdings, dass sehr wohl Personal fehle oder dass man die menschliche Komponente zugunsten einer zentralistischen Versorgungsheim-Mentalität vernachlässige.

Jahrelange Versäumnisse der Politik im Pflegebereich sind für den jetzigen großen Rückstand verantwortlich

"Zum wiederholten Male zeigt sich heute sehr deutlich, dass vor allem politische Verantwortliche keine oder zu wenig Verbesserungen im Vergleich zu den früheren Standards vorgenommen haben. Dadurch erst ist es zu einem derart großem Rückstand in den großen städtischen Pflegeheimen hinsichtlich der Qualität der Pflege gekommen", kritisiert Korosec neben dem ehemaligen Gesundheitsstadtrat Rieder auch die jetzige Gesundheitsstadträtin Pittermann. "Ich bin überzeugt, dass es bei genügend großem Interesse der Verantwortlichen gelingen kann und muss, substantielle Verbesserungen auch innerhalb von vier Jahren amtsführender Tätigkeit umzusetzen", kritisierte Korosec die säumige Gesundheitsstadträtin weiter.

"Auch die langjährige Forderungen der ÖVP-Wien nach einem Wiener Pflegeheimgesetz und nach einer zusätzlichen 'Pflegemilliarde' innerhalb der nächsten sieben Jahre - die von Bürgermeister Häupl bereits zugesagt wurde - sind zum Leidwesen der Wienerinnen und Wiener noch immer nicht umgesetzt. Handeln der SP-Verantwortlichen ist angesagt, nicht ständige Schuldzuweisungen", fordert Korosec abschließend.

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