- 19.02.2004, 12:55:47
- /
- OTS0176 OTW0176
Heinisch-Hosek: Familienwahlrecht absurd - SPÖ für Wahlaltersenkung
SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin verwundert über Vorstoß des Österreichischen Familienbundes
Wien (SK) "Die Einführung des so genannten
'Familienwahlrechtes' ist eine absurde Idee. Das Wahlrecht ist
unteilbar", so SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Gabriele
Heinisch-Hosek am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Wenn
Eltern stellvertretend für ihre Kinder wählen dürfen, stärkt das in
keinem Fall die Rechte der Kinder, sondern bedeutet eine Bevormundung
durch die Eltern. Von gleichem Recht für alle kann man also beim
Familienwahlrecht überhaupt nicht sprechen", stellt Heinisch-Hosek
klar. ****
"Es ist befremdend und erinnert an längst vergangene Zeiten,
wenn die Bevormundung von Kindern und Jugendlichen als Fortschritt
darzustellen versucht wird. Wer garantiert denn, dass auch wirklich
ganz im Sinne der Kinder abgestimmt wird?", fragte Heinisch-Hosek.
"Der einzig richtige Weg ist es, endlich das Wahlalter im
Sinne einer tatsächlich eigenständigen Mitbestimmung von Jugendlichen
auf 16 Jahre für alle Ebenen zu senken. Dies ist höchst an der Zeit,
scheitert im Parlament aber immer wieder an der ÖVP", so die
Abgeordnete.
"Die Senkung des Wahlalters auf 16 ist eine faktische
Stärkung der Jugendlichen. Wahlaltersenkung sowie Partizipation sind
auch im Grundrechtekatalog der SPÖ für den Österreich-Konvent
wesentliche Schwerpunkte. Die ÖVP hingegen erwähnt dies mit keiner
Silbe im Österreich-Konvent. Wir wollen echte Mitbestimmung.
Jugendliche sollen ihre eigene Stimme nutzen und Politik mitgestalten
können", schloss Heinisch-Hosek. (Schluss) wf/mp
OTS0176 2004-02-19/12:55
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK






