• 18.02.2004, 13:10:34
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Milchanlieferung lag im Jänner 2004 um 1,1% über Vorjahresniveau

AMA rechnet mit Zusatzabgabe von etwa EUR 28 bis 30 Mio.

Wien (AIZ) - Die Milchanlieferungen der österreichischen Landwirte
haben im Jänner 2004 das (hohe) Vorjahresniveau um 1,1%
überschritten. Nachdem mittlerweile gut zehn Monate des laufenden
Milchquotenjahres (April 2003 bis März 2004) abgelaufen sind,
zeichnet sich immer deutlicher eine starke Quotenüberlieferung ab.
Sie dürfte nach jüngsten Prognosen der Agrarmarkt Austria für das
gesamte Quotenjahr bei rund 80.000 bis 90.000 t liegen, woraus eine
Zusatzabgabe von EUR 28 bis 30 Mio. resultieren würde. Im vergangenen
Quotenjahr musste auf Grund einer Überlieferung von knapp 100.000 t
eine Abgabe von rund EUR 35,4 Mio. nach Brüssel entrichtet werden.

Von April 2003 bis Jänner 2004 wurden von den Bauern 2,218.003 t
Milch an die Molkereien geliefert. Die mit der A-Quote
(Anlieferungsquote) vergleichbare fettkorrigierte Menge betrug
2,285.874 t. Sie lag bereits um 68.614 t über der Quotenlinie, das
entspricht einer Überlieferung von 3,09%. Auf Grund dieser hohen
Anlieferung und steigender Fettwerte (erwartet wird ein
durchschnittlicher Fettgehalt von 4,20%) geht die AMA davon aus, dass
die in Österreich verfügbare Anlieferungs-Referenzmenge von 2,643.500
t in diesem Quotenjahr um knapp 80.000 bis 90.000 t (+3 bis 3,4%)
überschritten wird.

Wie hoch jedes kg an überlieferter Milch mit Zusatzabgabe belastet
wird, hängt bekanntlich davon ab, in welchem Umfang andere Landwirte
ihre Quoten unterliefern, also nicht ausnützen. Diese
einzelbetrieblichen Unterlieferungen werden von der AMA nach den
bisher vorliegenden Zahlen mit 70.000 t bis 80.000 t angenommen.
Demzufolge würde die "Superabgabe" bei einer Quotenüberschreitung von
knapp 80.000 t zwischen 17,7 und 19 Cent je kg überlieferte Milch
ausmachen, bei 90.000 t Überlieferung zwischen 18,8 bis 20 Cent. Dies
entspricht mehr als der Hälfte des durchschnittlichen in Österreich
ausgezahlten Erzeugermilchpreises.
(Schluss) kam

Rückfragehinweis:
AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

Tel: 01/533-18-43,   mailto:pressedienst@aiz.info
   http://www.aiz.info
   FAX: (01) 535-04-38
OTS0153    2004-02-18/13:10

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