Pröll in NEWS: "Freue mich für Schüssel und Anerkennung."

NÖ Landeshauptmann in NEWS über Spekulationen, Schüssel könnte in Brüssel Prodi nachfolgen: "Faszinierendes Angebot, tolle Aufgabe." Kritik an Bundes-ÖVP: "Irgendetwas läuft schief."

Wien (OTS) - In einem Interview für die morgen erscheinende
Ausgabe des Nachrichten-magazins NEWS kommentiert NÖ. Landeshauptmann Erwin Pröll Spekulationen, Bundeskanzler Schüssel könnte EU-Kommissionspräsident Romano Prodi nachfolgen, mit unüberhörbarer Genugtuung. Pröll: "Eine ganz, ganz große Anerkennung Österreichs und ein enormer Ausdruck der Wertschätzung für die Person Wolfgang Schüssels..... Ich freue mich für ihn und mit ihm."

Pröll weiter: "Das ist sicher eines der faszinierendsten Angebote, eine tolle Aufgabe, den künftigen Weg Europas nachhaltig zu prägen und Spuren auf diesem Kontinent zu hinterlassen. Das ist für einen Politiker etwas Großes ..."
Pröll könne allerdings nicht prognostizieren, wie sich Schüssel entscheiden werde: "Ob er annehmen würde, geht weit ins Familiäre und Persönliche. Ich kann und will ihm nichts raten ... Ich weiß nur eines: Schüssel wird das nicht leichtfertig entscheiden."

Für eine mögliche Nachfolge Schüssels stünde er, Pröll, nicht zur Verfügung: "Höchste Priorität in meinen persönlichen Entscheidungen hat das Wohl Niederösterreichs."

Heftige Kritik übt Pröll an der VP-Bundesparteizentrale und wirft dieser Versäumnisse im Präsidentschafts-Wahlkampf vor. Pröll: "Ich wundere mich wirklich sehr, welche Strategie-Hintergründe vorhanden sein mögen, zuzusehen, wie unsere Kandidatin wöchentlich von der SPÖ mit Schmutz beworfen wird. Es gibt keine schützenhilfe, kaum Anzeichen für eine Offensivstrategie. Ich erwarte mir von einer funktionstüchtigen Parteizentrale, von einem effizienten Generalsekretariat mehr Flankenschutz. Da muss irgendetwas schief laufen."

Generell stellt Pröll fest: "Mich irritiert das Faktum, dass die ÖVP ... 2002 einen tollen Wahlsieg eingefahren hat ..., dass aber offenbar das passiert ist, was einer professionellen Partei nicht passieren darf: dass Wahlsiege übermütig machen."

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