• 18.02.2004, 12:05:08
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Pröll in NEWS: "Freue mich für Schüssel und Anerkennung."

NÖ Landeshauptmann in NEWS über Spekulationen, Schüssel könnte in Brüssel Prodi nachfolgen: "Faszinierendes Angebot, tolle Aufgabe." Kritik an Bundes-ÖVP: "Irgendetwas läuft schief."

Wien (OTS) - In einem Interview für die morgen erscheinende
Ausgabe des Nachrichten-magazins NEWS kommentiert NÖ. Landeshauptmann
Erwin Pröll Spekulationen, Bundeskanzler Schüssel könnte
EU-Kommissionspräsident Romano Prodi nachfolgen, mit unüberhörbarer
Genugtuung. Pröll: "Eine ganz, ganz große Anerkennung Österreichs und
ein enormer Ausdruck der Wertschätzung für die Person Wolfgang
Schüssels..... Ich freue mich für ihn und mit ihm."

Pröll weiter: "Das ist sicher eines der faszinierendsten Angebote,
eine tolle Aufgabe, den künftigen Weg Europas nachhaltig zu prägen
und Spuren auf diesem Kontinent zu hinterlassen. Das ist für einen
Politiker etwas Großes ..."
Pröll könne allerdings nicht prognostizieren, wie sich Schüssel
entscheiden werde: "Ob er annehmen würde, geht weit ins Familiäre und
Persönliche. Ich kann und will ihm nichts raten ... Ich weiß nur
eines: Schüssel wird das nicht leichtfertig entscheiden."

Für eine mögliche Nachfolge Schüssels stünde er, Pröll, nicht zur
Verfügung: "Höchste Priorität in meinen persönlichen Entscheidungen
hat das Wohl Niederösterreichs."

Heftige Kritik übt Pröll an der VP-Bundesparteizentrale und wirft
dieser Versäumnisse im Präsidentschafts-Wahlkampf vor. Pröll: "Ich
wundere mich wirklich sehr, welche Strategie-Hintergründe vorhanden
sein mögen, zuzusehen, wie unsere Kandidatin wöchentlich von der SPÖ
mit Schmutz beworfen wird. Es gibt keine schützenhilfe, kaum
Anzeichen für eine Offensivstrategie. Ich erwarte mir von einer
funktionstüchtigen Parteizentrale, von einem effizienten
Generalsekretariat mehr Flankenschutz. Da muss irgendetwas schief
laufen."

Generell stellt Pröll fest: "Mich irritiert das Faktum, dass die
ÖVP ... 2002 einen tollen Wahlsieg eingefahren hat ..., dass aber
offenbar das passiert ist, was einer professionellen Partei nicht
passieren darf: dass Wahlsiege übermütig machen."

OTS0110    2004-02-18/12:05

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