• 17.02.2004, 14:28:23
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AK-Kalliauer: VA Tech darf nicht zum Spekulationsobjekt werden

Linz (OTS) - "Ein bedeutendes österreichisches
Industrieunternehmen wie die VA Tech darf nicht zum
Spekulationsobjekt verkommen", fordert AK-Präsident Dr. Johann
Kalliauer anlässlich der Aufsichtsrat-Sitzung am 12. Februar. Sonst
stünde die Kontinuität des Linzer Vorzeigebetriebes und damit die
Sicherheit von Arbeitsplätzen auf dem Spiel.

"Die VA Tech braucht einen stabilen Eigentümer", so Kalliauer.
Investoren, die nur auf kurzfristige und schnelle Spekulationsgewinne
aus sind, brächten Unsicherheit in das Unternehmen. Unter solchen
Umständen könne keine qualitativ hochwertige Arbeit geleistet werden.
Deshalb müsse die ÖIAG ihren Anteil an der VA Tech halten. "Die
Bundesregierung soll endlich ihre Privatisierungspläne zurücknehmen
und dauerhafte Eigentumsverhältnisse ermöglichen, die Schutz vor
Übernahmen bieten", fordert der AK-Präsident.

Die Bedeutung des Konzerns für Österreichs Wirtschaft und
Arbeitsplätze ist enorm. Mit 17.000 Beschäftigten (davon 8000 in
Österreich) werden vier Milliarden Euro umgesetzt.

Die von Aktionär Mirko Kovats ausgelöste negative Diskussion über
die VA Tech vergiftet nicht nur das Klima in der Konzernführung,
sondern könnte auch zu starken Schwankungen des Aktienkurses führen.
Was Kovats wohl nützlich wäre, wenn er seinen Anteil über eine
Kapitalerhöhung wieder aufstockt.

Dass auf das Investoren-Duo Mirko Kovats und Ronny Pecik kein
Verlass ist, hat sich bereits gezeigt: Im Mai 2003 mit 19,05 Prozent
der Aktien als vermeintlicher strategischer Investor eingestiegen,
hält die Victory-Gruppe, die beiden je zur Hälfte gehört, heute nur
noch 12,53 Prozent des Linzer Anlagenbau-Konzerns. Kovats und Pecik
haben die Kurssteigerungen der letzten Wochen dazu verwendet, schnell
Profit zu machen. Sie haben damit rund drei Millionen Euro Gewinn
eingestreift.

Durch den Verkauf von VA-Tech-Aktien über die Börse hat sich die
Eigentümerstruktur in Sekundenschnelle verändert. Solche
Machenschaften bringen große Unsicherheit in das Unternehmen. Dass
schon wieder Spekulationen im Gange sind, zeigen die massiven
Aktienbewegungen vom Dienstag. Mit 381.000 Aktien wechselten mehr als
zwei Prozent des Gesamtvolumens den Besitzer.

Mehr als zwei Drittel aller VA Tech-Aktien befinden sich im
Streubesitz mit steigendem ausländischen Anteil. Der Verbleib der
Konzernzentrale und damit aller wesentlichen Kernfunktionen in Linz
bzw. in Österreich ist bei einem Verkauf der ÖIAG-Anteile nicht mehr
gesichert. Dann gibt es keinen strategischen Kernaktionär mehr.

"Bei der verbleibenden Eigentümerstruktur wäre das Unternehmen ein
klassischer Übernahmekandidat. Über kurz oder lang würde es zerteilt
und die einzelnen Betriebe abverkauft", warnt der AK-Präsident.

OTS0173    2004-02-17/14:28

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO

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