Niederwieser zu OECD-Studie: Weiterbildung ist Stiefkind des Gehrer-Ressorts

SPÖ-Kritik an früher Bildungsentscheidung bestätigt

Wien (SK) Man müsse die Anregungen der heute, Montag veröffentlichten OECD-Studie zur Berufsinformation und -beratung sehr ernst nehmen, zumal hier tatsächlich auf offene Probleme hingewiesen werde, so SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Dass frühe Bildungsentscheidungen massive Auswirkungen auf spätere Arbeits- und Studienoptionen hätten, wurde nach der PISA-Studie jetzt auch von der OECD bestätigt. Es sei bedauerlich, "dass Gehrer diese Einwände ignoriert, nur weil sie ihr unangenehm sind und ideologisch nicht ins Konzept passen", beanstandet Niederwieser. ****

Der OECD-Kritik, wonach die Berufsberatung Erwachsener auf Arbeitslosigkeit ausgerichtet sei, lässt Niederwieser nur von der Tendenz her gelten. Auch wenn Weiterbildung ein Stiefkind des Gehrer-Ressorts sei, bleibe es schleierhaft, "warum das Bildungsministerium solche Angaben gegenüber der OECD macht". Es passiere offenbar mehr, als das Ministerium und die OECD wisse, denn man dürfe die vielfach guten Projekte der Arbeiterkammer (AK) und Wirtschaftskammer (WKÖ) nicht außer Acht lassen, die ein umfangreiches Programm qualifizierter Berufsinformation, Beratung und Begleitung bei beruflichen Umstiegsphasen anbieten würden. Die Interessenvertretungen würden hier im Bildungssystem vorhandene Lücken auffüllen, so der SPÖ-Abgeordnete, der Ministerin Gehrer im Hinblick auf die Lissabon-Strategie abschließend empfiehlt, "einen eigenen Regierungsbeauftragten mit Koordinationsfunktion für Weiterbildungsfragen zu installieren". (Schluss) ns/mm

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