- 16.02.2004, 10:29:22
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OECD-Studie zur Berufsberatung stellt Österreich ein gutes Zeugnis aus
Österreichs Schulen bieten gute Berufsberatung im internationalen Vergleich
Wien (OTS) - Berufsinformation und Berufsberatung erfolgen in
Österreich zum überwiegenden Teil an der Schule, wie die aktuelle
OECD-Studie "Career Guidance and Public Policy: Bridging the gap"
festhält. 47% aller Berufsberaterinnen und Berufsberater in
Österreich sind an den Schulen tätig, gefolgt vom AMS (39%), den
Erwachsenenbildungseinrichtungen (9%) sowie den Beraterinnen und
Beratern an Universitäten und Fachhochschulen (4%).
Während in etlichen anderen EU-Ländern keine verpflichtende
Berufsorientierung in der Schule vorgesehen ist, werden den
österreichischen Schülerinnen und Schülern in der 8. Schulstufe
mindestens 32 Stunden Berufsorientierungsunterricht angeboten. Dazu
kommen die "Schnupperlehre" an der Polytechnischen Schule sowie
zahlreiche Exkursionen und Betriebsbesichtigungen der Schulen in den
österreichischen Unternehmen. Ergänzt wird dies durch jährlich
abgehaltene spezielle Berufsinformationsmessen wie "BEST" und "BIM".
"Die Schulen haben sich in den vergangenen Jahren stark zur
Wirtschaft hin geöffnet", erklärt Bildungsministerin Elisabeth
Gehrer. "Davon profitieren vor allem die Schülerinnen und Schüler,
die sich ein genaueres Bild von den verschiedenen Berufsfeldern
machen können und umfassendere Informationen über die verschiedenen
Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten erhalten."
Besonders positiv hervorgehoben wird von der OECD das umfassende
Beratungskonzept an Österreichs Schulen, das es in dieser Form sonst
nirgendwo in Europa gibt. Der verpflichtende
Berufsorientierungsunterricht wird durch individuelle
Beratungsangebote ergänzt, für welche an Österreichs Schulen rund
2.500 Bildungsberater zur Verfügung stehen. Für schwierige
Beratungsfälle bzw. für eine vertiefende Analyse der persönlichen
Stärken und Kompetenzen der Jugendlichen können zudem mit einem der
150 Schulpsychologen Beratungsgespräche geführt werden.
"In Österreich ist sichergestellt, dass Ausbildung und
Berufsorientierung eng miteinander verknüpft sind, um umfassende
Informations- und Beratungsangebote sicherzustellen," erklärte
Gehrer. Im OECD-Bericht werden viele andere Staaten dafür kritisiert,
dass die Berufsorientierung ausschließlich außerhalb der Schule
erfolgt oder nur von einem Teil der Schulen als Zusatzangebot
durchgeführt wird.
Der OECD-Bericht regt auch weitere Verbesserungen bei der Ausbildung
der Berufsberater und bei der Durchführung der Beratungsangebote an.
Diese Anregungen sollen im Rahmen der Initiative "klasse:zukunft"
aufgegriffen und diskutiert werden, damit die Qualitätssicherung auch
in diesem Bereich ausgebaut wird, so die Bildungsministerin.
nnn
(Schluss)
OTS0050 2004-02-16/10:29
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