- 16.02.2004, 10:21:27
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Starker Anstieg bei den Getöteten im Klein-Lkw
Laut vorläufigen Zahlen ist eine Zunahme von über 40 Prozent der Getöteten im Klein-Lkw im Vorjahr zu verzeichnen.
Wien (OTS) - Dringend notwendig sind Sicherheitsmaßnahmen, um die
brisante Situation der Klein-Lkw-Unfälle zu entschärfen. Für Lenker
von Kleinlastern gibt es keine gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten.
Hier ist der Gesetzgeber - auch auf EU-Ebene - gefordert Regelungen
für Lenkzeiten einzuführen.
Die Hälfte aller Lkw-Unfälle mit Klein-Lkw
Kleintransporter unter 3,5 Tonnen werden vielfach unterschätzt.
Dadurch, dass diese Fahrzeuge häufig mit sehr hoher Geschwindigkeit
unterwegs sind, ist die Unfallschwere meist sehr hoch. Die Zahlen
sprechen für sich: Im Zeitraum von Jänner bis November 2003 wurden 64
Menschen bei Unfällen mit Lkw kleiner als 3,5 Tonnen getötet. Dabei
handelt es sich um eine Steigerung von fast zwei Prozent gegenüber
dem Vergleichszeitraum von 2002. Der Anstieg bei Getöteten im
Klein-Lkw ist im vergangenen Jahr um 42,1 Prozent angestiegen. Die
Hälfte aller Lkw-Unfälle passiert mit Kleintransportern unter 3,5
Tonnen.
KfV fordert Gleichstellung mit schweren Lkw
"Durch die Umsetzung eines Bündels an Maßnahmen sollte es möglich
sein, die Sicherheit, Akzeptanz und Umweltverträglichkeit des
Lkw-Verkehrs zu erhöhen. Geltende Schwer-Lkw-Bestimmungen, wie das
Wochenend-, Feiertags- und Nachtfahrverbot, das Lkw-Überholverbot und
die Kontrolle der Lenk- und Ruhezeiten sollen daher auch für
Klein-Lkw gelten", fordert Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium
für Verkehrssicherheit (KfV).
Rasende Klein-Lkw auf Autobahnen
Vor allem auf Autobahnen und Schnellstraßen sind die Auswirkungen von
Klein-Lkw-Unfällen besonders dramatisch: Wer viel auf der Autobahn
unterwegs ist, wird bemerkt haben wie schnell ein Klein-Lkw oder
Kastenwagen unterwegs sein kann.
"Häufig überladen, keine Lenkzeiten-Regelungen, jede Menge
Pferdestärken unter der Haube: Klein-Lkw werden immer mehr zum Risiko
im Straßenverkehr. Die Leidtragenden sind allerdings meist andere
Verkehrsteilnehmer. Nur ein Drittel der Toten und Verletzten sind
Insassen von Klein-Lkw", so Thann.
Überladung der Klein-Lkw auf Autobahnen
Dringend notwendig sind geeignete Sicherheitsmaßnahmen für die
Transporter. Lenker können mit dem B-Führerschein fahren. Die
Fahrzeuge sind häufig überladen, die Ladung außerdem häufig schlecht
gesichert. Immer mehr Frächter umgehen diverse Verbote indem sie die
zu transportierenden Lasten auf mehrere kleinere Lkw umladen. Diese
Konvois stellen ein zunehmendes Sicherheitsrisiko dar. Daher sind
auch gesetzliche Lenk- und Ruhezeiten für die unfallträchtigen
Kleintransporter notwendig, sofern sie gewerblich genutzt werden.
OTS0045 2004-02-16/10:21
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