ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe zieht Bilanz über 110.000 Notrufe im Jahr 2003

Mehr als 1.400 verletzte und erkrankte Urlauber rückgeholt

Wien (ÖAMTC-Presse) - Über 110.000 Notrufe langten im Jahr 2003 bei der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe ein, das waren um zehn Prozent mehr Anforderungen als im Jahr davor. "In den besonders arbeitsintensiven Sommermonaten gab es an Spitzentagen oft bis zu 800 Anrufe", zieht Michael Tagunoff von der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe Bilanz. Seit nunmehr 45 Jahren leistet der ÖAMTC-Schutzbrief als unentbehrlicher Reisebegleiter Hilfe und Unterstützung in allen Notsituationen: 1959 eingeführt, schützt der Schutzbrief heute über zwei Millionen Österreicher.

Das vergangene Jahr war besonders arbeitsreich für das Team der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe: Insgesamt wurden im Jahr 2003 für über 1.400 verletzte oder erkrankte Österreicher Krankentransporte organisiert. 80 davon wurden mit dem ÖAMTC-Ambulanzjet, der "fliegenden Intensivstation", nach Hause gebracht, die anderen mit Linienflugzeugen in Begleitung eines Arztes oder Sanitäters, mit Rettungswagen oder mit einem Lotsenfahrer im eigenen Auto.

"Die Kosten einer Krankenrückholung mit dem Ambulanzjet machen manchmal einige zehntausend Euro aus, sind aber durch den ÖAMTC-Schutzbrief zur Gänze gedeckt", betont Tagunoff. Besonders viele Krankenrückholungen gab es aus Italien, Slowenien und Kroatien. In zahlreichen tragischen Fällen konnte der ÖAMTC im Jahr 2003 rasch helfen:

* Wien: Susanne A. erkrankte während eines Italien-Aufenthalts im September lebensbedrohlich. Ihre Rückholung im ÖAMTC-Ambulanzfahrzeug mit Begleitarzt wurde umgehend organisiert. Während des Heimtransports verschlechterte sich der Zustand der Wienerin aber akut. Die Fahrzeit nach Wien hätte noch einige Stunden betragen, daher übernahm der ÖAMTC-Intensivtransporthubschrauber die Patientin kurz darauf in Klagenfurt und flog sie gleich direkt ins Wiener AKH.

* Niederösterreich: Nach einem Motorradunfall bewusstlos im Straßengraben liegend, wurde im Juli ein Niederösterreicher in Finnland von Polizeibeamten gefunden. Mit einem Schädel-Hirn-Trauma wurde Christian O. aus Baden in einem finnischen Spital erstversorgt, zur neurologischen Rehabilitation holte ihn der ÖAMTC ein paar Tage später per Ambulanzjet heim.

* Oberösterreich: Schwer verletzt wurde eine Oberösterreicherin bei einem Verkehrsunfall Anfang Juni in Serbien. Anna T. aus Haid hatte unter anderem eine Fraktur zweier Halswirbel erlitten, die ärztliche Versorgung in einem Belgrader Krankenhaus war katastrophal. Die Mitarbeiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe organisierten einen schnellen Transport per Ambulanzjet nach Österreich.

* Salzburg: Mit schweren Verbrennungen an den Händen, am Oberkörper und im Gesicht endete für den Salzburger Georg R. Anfang Juli ein Campingurlaub in Sardinien. Beim Versuch, eine Gaskartusche des Kühlschranks seines Wohnmobils zu wechseln, kam es zu einer Explosion. Der Club organisierte die Rückholung des Schwerverletzten per Ambulanzjet.

* Steiermark: Doris P. aus Semriach in der Steiermark erlitt im Februar auf einer Autobahn-Raststation in Mailand eine schwere Nierenkolik. Die Lkw-Fahrerin verständigte sogar noch selbst den ÖAMTC, keine zwölf Stunden lagen zwischen Nierenkolik und ihrer Rückholung.

* Kärnten: In der Nähe von Rijeka in Kroatien zog sich Peter F. aus Klagenfurt Ende Mai bei einem Badeunfall schwere Wirbelsäulenverletzungen zu. Seine Ehefrau informierte die Mitarbeiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe, die sofort die Rückholung des Verletzten im Ambulanzjet organisierten.

* Tirol: Auf einem Segeltörn in Tunesien erlitt ein Tiroler im Februar eine Gehirnblutung. Josef H. aus Achenkirch wurde zuerst zur neurochirurgischen Erstversorgung ins Krankenhaus von Sousse eingeliefert, seine Rückholung nach Österreich organisierten die Mitarbeiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.

* Vorarlberg: Großes Glück hatte Anfang August ein junger Vorarlberger nach einem Motorradunfall in Bosnien. Völlig unterversorgt und in schlechtem Allgemeinzustand wurde Slavisa T. aus dem Spital von Banja Luka entlassen. Der Bruder des Verletzten alarmierte die Mitarbeiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe, die sofort eine Rückholung nach Österreich mit dem Rettungsauto organisierten.

Unter 6.800 Fahrzeugrückholungen im Jahr 2003 war auch ein Oldtimer-Traktor

6.800 Fahrzeugrückholungen wurden von der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe zum Teil über sehr weite Distanzen im Jahr 2003 durchgeführt. Sogar einen liegengebliebenen Oldtimer-Traktor holte der Club aus Norddeutschland zurück: Die dreißigstündige Hinfahrt zu einem Traktortreffen in der Lüneburger Heide verlief ohne Probleme, aber auf der Rückfahrt machte der 26 PS starke Traktor schlapp. Wasserpumpe und Kühler des 55-jährigen Wirtschaftsfahrzeuges gaben den Geist auf. Die Heimreise des Oldtimer-Traktors und seines Besitzers nach Linz organisierten die Mitarbeiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.

Die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe ist unter +43/1/25 120 00 rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Stelle, bei einem medizinischen Notfall erreicht man die Hilfe des Clubs am besten unter +43/1/25 120 20.

ÖAMTC schützt mit Schutzbrief über zwei Millionen Österreicher

Über zwei Millionen Österreicher - Schutzbriefinhaber sowie deren Partner und Kinder bis 19 Jahre - sind durch den ÖAMTC geschützt und bekommen Hilfe innerhalb Europas, in den Mittelmeer-Anrainerstaaten sowie auf den Kanarischen Inseln, auf den Azoren und Madeira.

Mit der Tag und Nacht erreichbaren ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe kann der Club fast jedes Problem auf Reisen lösen. Allein in Europa gibt es 18 deutschsprachige Notrufstationen des Clubs, weltweit helfen durch die internationalen Verflechtungen des ÖAMTC 200 Schwesterclubs den Urlaubsreisenden. "Die jeweilige Notrufstation steht bei der Vermittlung von Hilfseinsätzen immer zur Verfügung. In nahezu jeder Situation können wir mit Rat oder Tat helfen, z.B. bei der Organisation eines Kranken- oder Fahrzeugrücktransportes, Unterstützung bei den nötigen Behördenwegen nach einem Diebstahl oder mit der Adresse des nächsten deutschsprechenden Arztes. Besonders rasch wird gehandelt, wenn ein Unfall passiert oder ein Urlauber krank wird. Sofort sorgen die Mitarbeiter des Clubs dafür, dass der Patient ärztliche Hilfe bekommt, in ein entsprechendes Spital eingewiesen oder verlegt wird", berichtet Michael Tagunoff. Im Unterschied zu Versicherungen garantiert der Schutzbrief des ÖAMTC nicht nur die Übernahme der Kosten, nachdem etwas passiert ist, sondern vor allem die Soforthilfe an Ort und Stelle.

Den Schutzbrief gibt es exklusiv für ÖAMTC-Mitglieder um nur 29,37 Euro pro Jahr. Der ÖAMTC-Schutzbrief ist bei allen Club-Dienststellen erhältlich und kann auch über die Hotline 0800/120120 oder über die Homepage des Clubs im Internet unter http://www.oeamtc.at/schutzbrief/ angefordert werden. Der Schutzbrief gilt nicht nur, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, sondern auch per Bahn, Bus, Schiff oder Flugzeug und er schützt das Mitglied selbst sowie dessen Partner und deren Kinder. Der Schutz für Kinder aus dem Schutzbrief der Eltern erstreckt sich bis zum 31. Dezember jenes Jahres, in das ihr 19. Geburtstag fällt.

Leistungen, wie Hubschrauber-Rettung im In- und Ausland, Übernahme von Krankenhaus- und Behandlungskosten im Ausland mit einer Deckung bis zu 37.000 Euro und Verlegungstransporte ins Heimat-Krankenhaus bereits bei einer Woche Spitalsaufenthalt sind ebenso inkludiert wie Fahrzeugrücktransport. Wenn das Fahrzeug nach Unfall oder Defekt ausfällt, holt es der ÖAMTC kostenlos im In- und Ausland retour, organisiert für die Personen die Rückreise mit Clubmobil, Bahn oder Mietwagen und übernimmt dafür die Kosten. Aber auch weitere Leistungen wie Hotelorganisation und Übernahme der Übernachtungskosten bei Fahrzeugausfall, Ersatzteilversand oder Wildschadenhilfe beinhaltet der ÖAMTC-Schutzbrief.

Zusätzlich zum europaweit gültigen ÖAMTC-Schutzbrief gibt es den "Weltreise-Krankenschutz", der den Inhaber sowie auch dessen Partner und deren Kinder bis zum 19. Lebensjahr weltweit schützt. Egal, ob sie gemeinsam oder alleine verreisen. Der Aufpreis beträgt 24,48 Euro pro Jahr.

Nähere Informationen über den ÖAMTC-Schutzbrief gibt es auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/schutzbrief/.

Aviso an die Redaktionen:
Fotomaterial zur ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe gibt es im ÖAMTC-Fotoservice im Internet unter http://www.oeamtc.at/presse/.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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