Exekutivgewerkschafter: Strasser baute 3.000 ExekutivbeamtInnen ab

Noch immer keine Verhandlungen über Lebensarbeitszeitmodell

Wien (Exekutivgewerkschafter/ÖGB). "Die Arbeit wird immer mehr, der Personalstand ständig reduziert und Innenminister Strasser nimmt sich offensichtlich keine Zeit über ein Lebensarbeitszeitmodell zu verhandeln." So fassen der Vorsitzende der Kriminalbeamtengewerkschaft Gottfried Haselmayer, der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Franz Pail, der stellvertretende Vorsitzende der Gendarmeriegewerkschaft Kurt Kaipl, der Vorsitzende der Justizwachegewerkschaft Franz Pauser und der stellvertretende Vorsitzende der Zollwachegewerkschaft Hubert Bogner, die derzeitige Situation im Exekutivbereich zusammen.++++

Die Arbeitsbelastung steige ständig und die KollegInnen seien im Dauereinsatz um wenigstens die Aufklärungsquote stabil zu halten. Dazu komme, dass durch das Verhalten des Ministers mit seinem sich laufend ändernden Umstrukturierungsmaßnahmen die Verunsicherung ins unerträgliche steigt. Gleichzeitig zeige sich Strasser verhandlungsunwillig in Sachen Lebensarbeitszeitmodell, stellen die Exekutivgewerkschafter fest.

"Bisher hat Strasser rund 3.000 BeamtInnen des Exekutivdienstes abgebaut und will nun mit seinem unverwechselbarem diktatorischen Stil sein unsoziales Dienstzeitmodell durchpeitschen", kritisieren die Exekutivgewerkschafter übereinstimmend.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Fritz Neugebauer, wird von den Exekutivgewerkschaftern aufgefordert, die bereits im Dezember des vergangenen Jahres gefassten Beschlüsse des GÖD Zentralvorstandes umzusetzen. Weiters soll das versprochene Gespräch mit dem Bundeskanzler zumindest terminisiert werden. Die Exekutivgewerkschafter: "Unsere Beschlüsse dürfen nicht einfach Luft sein."(ff)

ÖGB, 13. Februar 2004
Nr. 085

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