• 11.02.2004, 12:03:44
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Grüne/Holub: Haider-Vorschläge Rezepte von vorgestern

Jahrelange Untätigkeit des Landeshauptmanns bei Nachmittagsbetreuung und Sozialhilfe

Klagenfurt (OTS) - "Die von Landeshauptmann Haider vorgestellten
Ideen von ‚Geburtenprämie’ und ‚Mütterpension’ ähneln eher Rezepten
von vorgestern als einer modernen Sozialpolitik", kritisiert der
Landessprecher der Kärntner Grünen, Rolf Holub. Gegenwärtige und
zukünftige Probleme könnten damit nicht gelöst werden.

So habe etwa das Kindergeld in Kärnten zu keinem Anstieg der
Geburtenrate geführt. Die Entscheidung zum Kind hänge für junge
Familien von ganz anderen Rahmenbedingungen, etwa der Vereinbarkeit
von Beruf und Familie für Frauen, ab. "Wenn Haider jetzt von einem
Ausbau der Nachmittagsbetreuung spricht, ist dies ein Beleg für seine
Untätigkeit in diesem Bereich in den letzten Jahren. Gerade bei der
Nachmittagsbetreuung mangelt es in Kärnten an der notwenigen
Infrastruktur", so Holub.

Eine Mütterpension für mindestens drei Kinder lehnen die Grünen ab
und erneuern ihre Forderung nach einem eigenständigen
Pensionsanspruch für alle. Dies würde insbesondere Frauen im Alter,
die ein sehr hohes Armutsrisiko haben, nützen. Auch heute noch haben
sechs von zehn Frauen keinen eigenständigen Pensionsanspruch.

Das von Haider gebrachte Beispiel der Mutter mit fünf Kindern, die im
Monat nur 176 Euro erhält, dürfte es eigentlich gar nicht geben, wenn
Kärnten eine funktionierende Sozialhilfe hätte. "Haider wäre gut
beraten, das löchrige Netz der Sozialhilfe in Kärnten endlich
auszubauen", schließt Holub.

Rückfragehinweis: Thomas Hohenberger, Pressesprecher, 0664-5308186

OTS0102    2004-02-11/12:03

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