- 11.02.2004, 11:54:41
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Arbeitsklima-Index: Kinder können arm machen
Linz (OTS) - Für immer mehr junge Arbeitnehmer mit Kindern bringt
der Nachwuchs auch finanzielle Probleme mit sich. Laut der jüngsten
Erhebung des Arbeitsklima-Index gibt jede(r) sechste Arbeitnehmer/-in
mit Kind(ern) an, ihr/sein Einkommen reiche nicht aus. Auch die
Alterssicherung scheint für viele nicht gesichert.
Mit dem Kinderbetreuungsgeld wollte die Regierung den jungen
Österreichern Mut zum Kind machen. Die Realität sieht aber anders
aus. "Mit 16 Prozent gibt fast jeder sechste Arbeitnehmer, der jünger
als 30 Jahre ist und ein oder mehrere Kinder hat, an, dass das
Einkommen aus Arbeit nicht ausreicht", kritisiert der Präsident der
Arbeiterkammer Oberösterreich, Johann Kalliauer. "Die Entscheidung,
eine Familie zu gründen, fällt da natürlich besonders schwer - und
ist nicht mit der angeblichen Vergnügungssucht der Jungen zu
erklären."
Die jungen Eltern hegen auch Befürchtungen, dass ihre Pension
dereinst nicht reichen wird. 39 Prozent der jungen Väter und sogar 44
Prozent der jungen Mütter gehen davon aus, dass ihre Altersversorgung
nicht gesichert ist. "Die Befürchtungen der Menschen sind leider
angesichts der Politik der Bundesregierung nicht unbegründet. Vor
allem Frauen werden bei der Pension kräftig draufzahlen " für sie
bedeuten Kinder einen Verlust von Beitragszeiten für die Pension", so
AK-Präsident Kalliauer.
Aber auch bei jungen Arbeitnehmern ohne Kinder ist die Situation
derzeit nicht rosig. Immerhin jeder Zehnte unter 30 Jahre gibt an,
dass das Einkommen nicht ausreicht. Weitere 47 Prozent finden gerade
noch das Auslangen. Am anderen Ende der Skala geben nur 12 Prozent
an, von ihrem Einkommen gut leben zu können.
Generell hat sich die österreichische Arbeitswelt in den
vergangenen sieben Jahren langsam aber kontinuierlich gewandelt.
Verbesserungen zeigen sich bei den "soft facts" wie etwa
Betriebsklima, Führungsstil oder Weiterbildung. Verschlechterungen
sehen die Arbeitnehmer hingegen bei den "hard facts" wie subjektive
Arbeitsmarktchancen oder der Einkommenszufriedenheit. Vor allem
letztere ist in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich gesunken
-nachdem sie noch bis zur Jahrtausendwende angestiegen war.
OTS0091 2004-02-11/11:54
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