- 11.02.2004, 10:54:37
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Niederwieser zu Umfrage: Bildungssystem schuld am Schülerfrust
Wien (SK) Bezugnehmend auf die aktuelle Umfrage des
Klagenfurter Humaninstituts, wonach die Mehrzahl der österreichischen
Schülerinnen und Schüler frustriert ist, hielt SPÖ-Bildungssprecher
Erwin Niederwieser Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest:
"Der Grund für diese Frustration liegt eindeutig im Schulsystem. Jene
Schulen, die besondere Leistungen für die Schüler anbieten wollen,
werden vom Bildungsministerium nicht belohnt, sondern bestraft.
Einsparungen wie etwa die Stundenkürzungen haben das innovative Klima
an Österreichs Schulen und die damit verbundene Freude am Schulbesuch
nachhaltig gestört. Kein Wunder, dass der Frust regiert." ****
Niederwieser betonte weiters, dass Innovation mehr bedeute,
als nur das ganztägige schulische Betreuungsangebot im Rahmen des
Budgets zu erweitern, denn schließlich heiße dies, dass das Geld
anderswo eingespart werden muss. "Alles läuft darauf hinaus, dass an
den Schulen nur mehr das Notwendigste vermittelt wird, alles im
kreativen Bereich wird dem Budget geopfert", so der
SPÖ-Bildungssprecher.
Eine deutliche Klimaverschlechterung ortet Niederwieser auch
bei den Schulversuchen und den Bestrebungen für eine modulare
Oberstufe. "Innovation ist natürlich auch mit gewissen Kosten
verbunden. Den Schulen wird es verunmöglicht, alternative Projekte zu
starten, da sie keine Garantie haben, dass im nächsten Jahr Geld für
Lehrer, Betreuer und die Projekte vorhanden sein wird", so der
SPÖ-Bildungssprecher, der letztendlich Ministerin Gehrer als "oberste
Frustverursacherin" sieht. Die SPÖ trete nach wie vor für das Modell
der Ganztagsschule und für ein Kurssystem in den Oberstufen der AHS
und BHS ein. Diese "Schulen der Zukunft" würden den Stärken und
Interessen der Schüler entgegenkommen und wieder Freude am Lernen
vermitteln, zeigte sich Niederwieser abschließend überzeugt.
(Schluss) cs
OTS0059 2004-02-11/10:54
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