Kossina und Nettig: 423 Wiener Betriebe sind Umweltprofis

Heute Abend ÖkobusinessPlan-Gala 2004

Wien (OTS) - Insgesamt 423 Wiener Betriebe haben seit 1998 beim ÖkobusinessPlan Wien mitgemacht. Diese Jahr sind es 103 Wiener Unternehmen, die heute Abend im Wiener Rathaus für ihre besonderen Umweltleistungen im Rahmen des ÖkoBusinessPlans der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) ausgezeichnet werden. In einem Mediengespräch mit Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina, Komm. Rat Walter Nettig , Dr. Karin Büchl Krammerstätter und Mag. Werner Hochreiter von der Arbeiterkammer wurde heute Bilanz über das sechsjährige Umwelt - Erfolgsprojekt gezogen.

Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina: "Für die Stadt Wien ist Umweltschutz nicht nur ein Schlagwort, denn mit dem ÖkobusinessPlan kann jeder Betrieb aktiv zur Verbesserung der Umweltqualität beitragen. Seit der Initiative zum ÖkobusinessPlan im Jahr 1998 wurden 145.000 Tonnen Abfälle, 1.000 Tonnen gefährliche Abfälle sowie sieben Millionen Transportkilometer eingespart. Der Trinkwasserverbrauch der umweltbewussten Unternehmen wurde um mehr als 450.000 Kubikmeter gesenkt. Ein Ergebnis, das sich positiv auf die Umwelt, aber auch auf die Betriebskosten der Unternehmen auswirkt. Insgesamt haben die ÖkoBusinessPlan-Betriebe bisher 13,5 Millionen Euro in die Verbesserung ihrer Ökoeffizienz investiert und damit 12 Millionen Euro an Betriebskosten eingespart."

700.000 Euro pro Jahr für Umweltqualität

Insgesamt rund 700.000 Euro jährlich investieren die Stadt Wien und ihre Projektpartner Wirtschaftskammer Wien und das Lebensministerium in Betriebsförderungen, Beratung und Serviceangebote. Der ÖGB, die AK Wien, das WIFI Wien, der Wiener Wirtschafsförderungsfond und die Magistratischen Bezirksämter helfen bei Beratung und Projektmanagement.

Zu den ausgezeichneten Betrieben gehören namhafte Unternehmen wie BP Austria, Henkel Austria, Schloss Schönbrunn, Ögussa oder Gustana. Erstmals mit dabei sind heuer z. B. Dietzel-Univolt, Trünkel, Radatz, Care sowie die beiden Wiener Volkshochschulen Favoriten und Donaustadt. Auch zahlreiche Wiener Tourismusbetriebe wie z. B. das Intercity Hotel oder das Austria Trend Hotel Augarten haben 2003 erfolgreich am ÖkoBusinessPlan teilgenommen.

"Die rege Teilnahme zahlreicher Wiener Betriebe am ÖkoBusinessPlan schon seit Bestehen zeigt, wie viel Wert die Wiener Betriebe auf nachhaltiges Wirtschaften legen. Dass sie dadurch auch Betriebskosten sparen - in Summe über 12 Mio. Euro - ist ein durchaus angenehmer Nebeneffekt. Die Wirtschaftskammer Wien und das WIFI Wien unterstützen den ÖkoBusinessPlan daher nach Kräften als bewussten Beitrag zu effizientem Umweltschutz, gepaart mit gelebter Wirtschaftsförderung", erklärt WKW-Präsident Walter Nettig das Engagement der Wiener Unternehmer.

Karin Büchl Krammerstätter, Leiterin der MA 22, Umweltschutz:
"Es ist nicht selbstverständlich für ein Unternehmen, freiwillig in den Umweltschutz zu investieren. In Wien sind es bereits über 420 -von Klein- und Mittelbetrieben bis hin zu internationalen Konzernen. Diese Freiwilligkeit ist es, die uns von der Wiener Umweltschutzabteilung besonders freut und auf die wir auch stolz sind. Der ÖkoBusinessPlan Wien ist aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht für die Betriebe attraktiv. Denn die Umweltmaßnahmen rechnen sich und bringen dem Unternehmen zusätzlich noch einen Imagegewinn."

"Nachhaltiger Umweltschutz sichert bestehende Arbeitsplätze, erhöht deren Qualität und schafft wichtige neue Arbeitsplätze mit Zukunft und Perspektiven", stellt Werner Hochreiter, von der Wiener Arbeiterkammer fest, "daher unterstützt die Arbeiterkammer Wien voll das Wiener Klimaschutzprogramm und das Projekt ÖkoBusinessPlan." Bereits in den vergangenen Jahren haben Umweltschutzmaßnahmen in Österreich Zehntausende Arbeitsplätze geschaffen und das Potenzial für die Zukunft ist groß: Laut Wifo sind zur Umsetzung der Klimaziele österreichweit 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze möglich. Die AK hat daher die Bundesregierung schon mehrfach aufgefordert, dem erfolgreichen Beispiel der Stadt Wien zu folgen: "Geld, das in die Fernwärme, eine gezielte Wärmedämmung oder in den öffentlichen Verkehr investiert wird, hilft der Umwelt und schafft und sichert Beschäftigung." Hochreiter verlangt auch einen nachhaltigen Umweltschutz, der nicht nur isoliert die ökologische Seite betrachtet. "Wir brauchen drei Säulen - eine ökonomische, eine ökologische und eine soziale Säule", sagt Hochreiter, "diese müssen gemeinsam umgesetzt werden, so wie es in Wien geschieht." ÖkoBusinessPlan Wien - das Umwelt-Servicepaket der Stadt Wien

Der ÖkoBusinessPlan Wien ist ein Projekt der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) und versteht sich als das Umwelt-Servicepaket für Wiener Betriebe. Seit seinem Start 1998 haben insgesamt 423 Betriebe das Angebot der Stadt Wien angenommen, sich geförderte Unterstützung durch professionelle BeraterInnen in Sachen betrieblicher Umweltschutz zu holen. Der Anreiz für Unternehmen und Betriebe, eines der Module des ÖkoBusinessPlans zu absolvieren, liegt bei den damit verbundenen Vorteilen: Teure Rohstoffe und wertvolle Energie werden gespart, Abfälle oder Emissionen vermieden und betriebliche Abläufe verbessert. Dabei profitiert nicht nur die Umwelt: Durch Einsparungen, Rechtssicherheit und ein hervorragendes Image erlangen die ausgezeichneten Betriebe Wettbewerbsvorteile und sichern den Wirtschaftsstandort Wien.

Der ÖkoBusinessPlan Wien ist ganz im Sinne eines vorsorgenden Umweltschutzes ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige

Entwicklung der Stadt und zur Umsetzung des Klimaschutzprogrammes der Stadt Wien (KliP Wien).

Heute Abend Auszeichnung bei Umweltgala

Repräsentanten jener 103 Wiener Unternehmen, die im Rahmen des ÖkoBusinessPlans 2003 mit ihren freiwilligen umweltschonenden Maßnahmen wesentlich zur Lebensqualität Wiens beigetragen haben, stehen am Abend des 11. Februar , ab 18.00 Uhr im Mittelpunkt einer großen Gala im Festsaal des Wiener Rathauses. Die Auszeichnungen werden entsprechend der verschiedenen Module des ÖkoBusinessPlans in den Kategorien EMAS, ISO 14001, Ökoprofit, Umweltzeichen Tourismus, Abfallvermeidung in Kleinbetrieben sowie Klimaschutz in Kleinbetrieben verliehen.

Programm des Gala-Abends

Zum Gala-Abend und zu den Auszeichnungen werden Bürgermeister Dr. Michael Häupl und die Projektpartner KR Walter Nettig, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Umweltminister DI Josef Pröll und Mag. Herbert Tumpel, Präsident der AK Wien erwartet. Die Moderation übernehmen ATVplus-Moderatorin Eva Pölzl und der Künstler Alexander Goebel.

Für besondere Spannung sorgt wieder die Vergabe der Sonderpreise im Rahmen des ÖkoBusinessPlans: Insgesamt drei ÖkoBusinessPlan-Awards werden alljährlich für besonders herausragende Umweltleistungen in den Kategorien "Innovation", "Kommunikation" und "Kooperation" verliehen.

Eingebettet sind die Auszeichnungen in ein attraktives künstlerisches und musikalisches Rahmenprogramm. Dass "Wiederverwertung" auch in der bildenden Kunst ein Thema ist, zeigt eine Vernissage der Künstler-Plattform "ConCult" gemeinsam mit DesignerInnen des sozialökonomischen Projektes "gabarge". Ein Best of Musical-Medley, dargeboten von KünstlerInnen der Vereinigten Bühnen Wien, sowie ein Musical Showblock mit Andreas Bieber, sorgen für entsprechenden "drive" auf der Bühne. (Schluss) bfm/urb

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Tel.: 4000/81 353, Handy: 0664/32 69 753
fle@ggu.magwien.gv.at
Dr. Mathilde Urban (MA 22)
Tel: 4000-88303
urb@m22.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0002