- 11.02.2004, 09:09:41
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Verkehrsbeeinflussungsanlagen für Niederösterreich geplant
Auf dem Weg zur "intelligenten Straße"
St. Pölten (NLK) - Auf den Autobahnen und Schnellstraßen im
Verkehrsraum Wien-Niederösterreich errichtet die ASFINAG in
Zusammenarbeit mit dem NÖ Straßendienst neuartige
Verkehrsbeeinflussungsanlagen. Dabei messen Sensoren in, auf und über
der Straße Geschwindigkeiten und Fahrzeugfrequenzen. Die
Verkehrsmanagement- und Informationszentrale in Wien-Inzersdorf
reagiert auf die übermittelten Daten vollautomatisch durch
verkehrsabhängige Geschwindigkeitsbeeinflussung oder durch den Aufbau
eines "Geschwindigkeitstrichters" bei einem Stau. Videokameras
ergänzen und veranschaulichen die Sensorinformationen für den in der
Verkehrsmanagement- und Informationszentrale tätigen Operator.
"Diese Verkehrsbeeinflussungsanlagen werden auf Überkopfwegweisern
in Ballungsräumen und stärker belasteten Verkehrsbereichen
eingesetzt. Ziel ist es, einen flüssigen und sicheren Verkehrsablauf
zu gewährleisten", erklärt dazu Dipl.Ing. Jörg Ehrenreich vom NÖ
Straßendienst. Die dafür notwendigen Verkehrsdaten werden vom
gesamten niederösterreichischen Autobahn- und Schnellstraßennetz
erfasst. In Zukunft sind für die wichtigsten Straßenabschnitte in
Niederösterreich flächendeckende Verkehrsdatenerhebungen vorgesehen.
"Verkehrsbeeinflussungsanlagen sind das Herzstück eines
zukunftsweisenden, länderübergreifenden Verkehrsmanagements. Dabei
werden verkehrsrelevante Daten aus dem gesamten österreichischen
Straßennetz gesammelt, aufbereitet und dargestellt", hält dazu Mag.
Marc Zimmermann von der ASFINAG fest. In der Folge werden die
Informationen ausgewertet und entsprechende Maßnahmen gesetzt. Dies
sei ein wichtiger Schritt hin zur "intelligenten Straße", so
Zimmermann. Dieses System sorge für sichere und leistungsfähige
Transportwege.
Das Verkehrsmanagement endet aber nicht an Österreichs Grenzen,
sondern soll für einen großräumig optimierten Verkehrsablauf sorgen.
Das System steht mit anderen europäischen Verkehrszentralen in
Bayern, Südtirol, Slowenien und Ungarn in Verbindung. Für Österreich
wird ein zentraler Datenverteiler angestrebt, um nicht wie in anderen
europäischen Ländern eine Vielzahl von "Insellösungen" entstehen zu
lassen. Das Projekt wird in mehreren Ausbaustufen verwirklicht und
soll innerhalb der nächsten sieben Jahre abgeschlossen sein.
Nähere Informationen: NÖ Straßendienst, Dr. Sepp Mitsch, Telefon
02742/9005-14745, ASFINAG, Mag. Marc Zimmermann, Telefon 01/531
34-10850.
OTS0020 2004-02-11/09:09
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