• 09.02.2004, 11:53:28
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Grüne prognostizieren für Wochenende wieder Verkehrschaos rund um die Wiener Messe

Leopoldstädter Grüne haben Verkehrskonzept für das Messeumfeld.

Grüne (Wien) - "Um es ein für allemal klarzustellen: Die
Leopoldstädter Grünen begrüßen die neue Wiener Messe als wichtigen
Impulsgeber für die Leopoldstadt. Aber das Verkehrskonzept der
Wiener Messe ohne Berücksichtigung der Messeumgebung und der
Autofahrerpsyche hat schlichtweg versagt", tritt der Klubobmann der
Leopoldstädter Grünen, Adi Hasch den Unterstellungen der SPÖ
entgegen, die Grünen wären gegen die Messe. "Wir haben ein
Verkehrschaos à la Auto- und Ferienmesse Mitte Jänner immer
befürchtet. Aber leider ignorierten die Messe und die Stadt unsere
Warnungen."

Aus diesen Gründen haben die Leopoldstädter Grünen das letzte Jahr
genützt, um ein alternatives Grünes Verkehrskonzept für das Umfeld
der Messe auszuarbeiten:

1. Die MessebesucherInnen sollen primär mit den öffentlichen
Verkehrsmitteln anreisen. Dies könnte durch das Angebot einer
kombinierten Messe-Eintrittskarte mit Tickets für die öffentlichen
Verkehrsmittel und dem verstärkten Einsatz von Niederflurfahrzeugen
(ULFs) auf der Straßenbahnlinie 81 erreicht werden. Mittelfristig
ist auch eine Verlängerung des 4A zur Trabrennstraße und der S45
bis zum Praterkai/S80 notwendig.

2. MessebesucherInnen, die mit dem Auto kommen, sollen ihr Auto nur
in den Parkhäusern abstellen können. Das bestehende
Verkehrleitsystem für die Messe hat offenbar versagt. Es reicht
nicht, motorisierten MessebesucherInnen den Weg zu den Parkhäusern
zu beschildern. Sie müssen aktiv zu den Parkhäusern geführt werden.
Wenn die Messeparkhäuser ausgelastet sind, müssen die motorisierten
MessebesucherInnen vom Verkehrsleitsystem schon frühzeitig (z.B. auf
der Südosttangente) informiert, zum Stadionparkplatz oder anderen
Park&Ride-Plätzen gelotst und von dort per Shuttlebus zur Messe
gebracht werden.

3. Am wichtigsten ist es aber, keine Gratisparkmöglichkeiten für
MessebesucherInnen in der näheren Umgebung anzubieten. Wie es sich
bei der Auto- und Ferienmesse gezeigt hat, versuchen viele
AutofahrerInnen zuerst in den angrenzenden Wohnvierteln und im
Prater ihr Glück und drehten auf ihrer Suche nach einem
Gratisparkplatz viele Runden, während Hunderte Parkplätze in den
Parkhäusern leerstanden. Daher müssen die bestehenden Parkplätze in
der Umgebung entweder bewirtschaftet oder rückgebaut werden.
Konkret bedeutet das:
- Ausdehnung der Gültigkeit des Parkpickerls rund um die Messe auf
Wochenenden mit Messeveranstaltungen.
- Rückbau bzw. Sperre und Renaturierung von Südportalstrasse und
Kaiserallee.
- Teilweiser Rückbau bzw. Entfall von Parkplätzen in der
Waldsteingartenstraße und in der Straße des 1. Mai.
- Bewirtschaftung der Gratis-Parkplätze Krieau.
- Keine Öffnung der Rotunden- und der Hauptallee als Parkplatz bzw.
Zufahrt zur Messe.

Am morgigen Dienstag, den 10.2. soll es nun einen weiteren
Verkehrsgipfel zwischen Messe, Bezirk, MA46-Verkehrsorganisation und
der Polizei geben. "Die in den Medien kolportierten
Lösungsvorschläge für die Messe "Bauen & Energie" am Wochenende wie
die Öffnung von Rotunden- und Stadionallee und das Angebot weiterer
1.000 Stellplätze am ehemaligen Gesiba-Grundstück in der
Vorgartenstraße sind eindeutig die falschen Signale an die
MessebesucherInnen. Damit lädt man sie ein, wieder mit dem Auto
anzureisen", kritisiert der Verkehrssprecher der Leopoldstädter
Grünen, DI Wolfgang Kamptner. "Deshalb haben wir auch der MA46 und
der Messe das Angebot gemacht, unsere Vorschläge bei diesem
Verkehrsgipfel einzubringen." Auf dieses Angebot gibt es bis dato
leider keinerlei Reaktion.

"Wir sind im Sinne der Leopoldstädter Bevölkerung an einer
vernünftigen Lösung interessiert und überzeugt davon, dass unser
Maßnahmenpaket ein Verkehrschaos à la Automesse mittelfristig
verhindern kann", so Kamptner abschließend.

Rückfragehinweis: Pressereferat, Grüner Klub im Rathaus, Tel.: 4000 - 81814, http://wien.gruene.at

OTS0080    2004-02-09/11:53

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