Grüne prognostizieren für Wochenende wieder Verkehrschaos rund um die Wiener Messe

Leopoldstädter Grüne haben Verkehrskonzept für das Messeumfeld.

Grüne (Wien) - "Um es ein für allemal klarzustellen: Die Leopoldstädter Grünen begrüßen die neue Wiener Messe als wichtigen Impulsgeber für die Leopoldstadt. Aber das Verkehrskonzept der Wiener Messe ohne Berücksichtigung der Messeumgebung und der Autofahrerpsyche hat schlichtweg versagt", tritt der Klubobmann der Leopoldstädter Grünen, Adi Hasch den Unterstellungen der SPÖ entgegen, die Grünen wären gegen die Messe. "Wir haben ein Verkehrschaos à la Auto- und Ferienmesse Mitte Jänner immer befürchtet. Aber leider ignorierten die Messe und die Stadt unsere Warnungen."

Aus diesen Gründen haben die Leopoldstädter Grünen das letzte Jahr genützt, um ein alternatives Grünes Verkehrskonzept für das Umfeld der Messe auszuarbeiten:

1. Die MessebesucherInnen sollen primär mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Dies könnte durch das Angebot einer kombinierten Messe-Eintrittskarte mit Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel und dem verstärkten Einsatz von Niederflurfahrzeugen (ULFs) auf der Straßenbahnlinie 81 erreicht werden. Mittelfristig ist auch eine Verlängerung des 4A zur Trabrennstraße und der S45 bis zum Praterkai/S80 notwendig.

2. MessebesucherInnen, die mit dem Auto kommen, sollen ihr Auto nur in den Parkhäusern abstellen können. Das bestehende Verkehrleitsystem für die Messe hat offenbar versagt. Es reicht nicht, motorisierten MessebesucherInnen den Weg zu den Parkhäusern zu beschildern. Sie müssen aktiv zu den Parkhäusern geführt werden. Wenn die Messeparkhäuser ausgelastet sind, müssen die motorisierten MessebesucherInnen vom Verkehrsleitsystem schon frühzeitig (z.B. auf der Südosttangente) informiert, zum Stadionparkplatz oder anderen Park&Ride-Plätzen gelotst und von dort per Shuttlebus zur Messe gebracht werden.

3. Am wichtigsten ist es aber, keine Gratisparkmöglichkeiten für MessebesucherInnen in der näheren Umgebung anzubieten. Wie es sich bei der Auto- und Ferienmesse gezeigt hat, versuchen viele AutofahrerInnen zuerst in den angrenzenden Wohnvierteln und im Prater ihr Glück und drehten auf ihrer Suche nach einem Gratisparkplatz viele Runden, während Hunderte Parkplätze in den Parkhäusern leerstanden. Daher müssen die bestehenden Parkplätze in der Umgebung entweder bewirtschaftet oder rückgebaut werden. Konkret bedeutet das:
- Ausdehnung der Gültigkeit des Parkpickerls rund um die Messe auf Wochenenden mit Messeveranstaltungen.
- Rückbau bzw. Sperre und Renaturierung von Südportalstrasse und Kaiserallee.
- Teilweiser Rückbau bzw. Entfall von Parkplätzen in der Waldsteingartenstraße und in der Straße des 1. Mai.
- Bewirtschaftung der Gratis-Parkplätze Krieau.
- Keine Öffnung der Rotunden- und der Hauptallee als Parkplatz bzw. Zufahrt zur Messe.

Am morgigen Dienstag, den 10.2. soll es nun einen weiteren Verkehrsgipfel zwischen Messe, Bezirk, MA46-Verkehrsorganisation und der Polizei geben. "Die in den Medien kolportierten Lösungsvorschläge für die Messe "Bauen & Energie" am Wochenende wie die Öffnung von Rotunden- und Stadionallee und das Angebot weiterer 1.000 Stellplätze am ehemaligen Gesiba-Grundstück in der Vorgartenstraße sind eindeutig die falschen Signale an die MessebesucherInnen. Damit lädt man sie ein, wieder mit dem Auto anzureisen", kritisiert der Verkehrssprecher der Leopoldstädter Grünen, DI Wolfgang Kamptner. "Deshalb haben wir auch der MA46 und der Messe das Angebot gemacht, unsere Vorschläge bei diesem Verkehrsgipfel einzubringen." Auf dieses Angebot gibt es bis dato leider keinerlei Reaktion.

"Wir sind im Sinne der Leopoldstädter Bevölkerung an einer vernünftigen Lösung interessiert und überzeugt davon, dass unser Maßnahmenpaket ein Verkehrschaos à la Automesse mittelfristig verhindern kann", so Kamptner abschließend.

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