• 07.02.2004, 13:21:48
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HGPD-Kaske: "Wien reagiert kurzsichtig in Rattenfrage"

Gewerkschaft HGPD entsetzt über aktuelle Pläne

Wien (ÖGB/HGPD). "Ich bin entsetzt, dass jetzt auch Wien die
Verantwortung für die Rattenbekämpfung auf die Hausbesitzer abwälzen
will", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe,
Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske: "Vor ziemlich genau einem
Jahr haben wir als für die Schädlingsbekämpfer zuständige
Gewerkschaft gemeinsam mit dem Bundesberufsgruppenobmann in der
Wirtschaftskammer, Michael Singer, eine Pressekonferenz zur
Abschaffung des Rattengesetzes durch die Verwaltungsreform 2001
gegeben. Damals konnten wir Wien noch als rühmliche Ausnahme loben,
weil hier eine Rattenverordnung existierte. Jetzt scheint man auch in
der Bundeshauptstadt, auf lebensgefährliche Sparmaßnahmen zu
setzen."++++

"Wir in der Gewerkschaft HGPD haben uns damals sehr genau über das
Thema informiert und fest gestellt, dass Österreich ein
hervorragendes Rattengesetz hatte, um das uns andere Länder beneidet
haben", erklärt Kaske. Dieses Rattengesetz beinhaltete eine
Meldepflicht für den Nagerbefall. Nach Abschaffung muss sich nun
jeder Bürgermeister im Gemeinderat die Rattenvertilgung absegnen
lassen. In Wien wolle man die bisher vorgesehen regelmäßigen
Kontrollen durch eine Meldepflicht für Hausbesitzer und Verwalter
öffentlicher Plätze ersetzen. Der HGPD-Vorsitzende warnt: "Ratten
halten sich nicht an Grundstückgrenzen. Ich befürchte, dass bei einer
entsprechenden Änderung der Verordnung, niemand zugeben will, dass
das ‚seine Ratten' sind." Kaske abschließend: "Ich hoffe schon sehr,
dass die Zuständigen noch zur Vernunft kommen. Ratten sind
gefährliche Krankheitsüberträger. Ich möchte mir gar nicht ausmalen,
was alles passieren kann, wenn ich z.B. die aktuellen Schlagzeilen
über die Hühnergrippe lese." (kk)

OTS0026    2004-02-07/13:21

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