- 05.02.2004, 09:10:08
- /
- OTS0022 OTW0022
Bayr: 6. Februar - Zero Tolerance to FGM (Female Genitale Mutilation)
Wien (SK) Anlässlich des morgigen 6. Februar, dem Tag der "Zero
Tolerance to FGM", berichtete Petra Bayr, Vorsitzende des
parlamentarischen Unterausschusses für EZA
(Entwicklungszusammenarbeit), vom erfreulichen Zustrom an
UnterstützerInnen zu der gestern präsentierten österreichweiten
Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung. Die
Gründungsorganisationen dieser Plattform sind: Afrikanische
Frauenorganisation, Care, ega - Frauen im Zentrum, Kinderfreunde,
Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und Internationale
Zusammenarbeit, Renner-Instiut, Rote Falken,
SPÖ-Bundesfrauenorganisation, Wr. SPÖ-Frauen. ****
Die österreichweite Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung
dient der Schaffung von Synergien, der Vernetzung und der Bündelung
von Aktivitäten und der Bekanntmachung des 6. Februar als Tag gegen
FGM, so Bayer am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.
In diesem Zusammenhang laufen auch schon Bemühungen, den 6. Februar
auch als internationalen UNO-Gedenktag einzurichten. Unter
www.stopFGM.net, der Internetseite der Plattform, die in den
nächsten Tag online gehen wird, können Unterstützungserklärungen
abgegeben sowie Einblick in die Aktivitäten der Plattform genommen
werden, welche spezifische Projekte in Afrika unterstützt, aber auch
die Aufklärung von MigrantInnen in Österreich forcieren will.
Denn die weibliche Genitalverstümmelung ist leider auch in
Österreich Realität. Diese etwa fünftausend Jahre alte Praxis, die
nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen weltweit ca. 155
Millionen Frauen betrifft, wird nicht nur in islamischen Ländern
praktiziert, wie oft angenommen. Laut einer Studie aus dem Jahr
2000, welche die damalige Frauenministerin Barbara Prammer in
Auftrag geben ließ, lassen auch in Österreich 30 Prozent der
befragten MigrantInnen aus afrikanischen Ländern ihre Töchter
verstümmeln. Weltweit fallen zwei Millionen Mädchen dieser grausamen
Praxis zum Opfer. Petra Bayr fordert in diesem Zusammenhang die
Bundesregierung auf, sich sowohl in der Europäischen Union als auch
in den Vereinten Nationen dafür einzusetzen, dass die internationale
Bekämpfung von FGM vorangetrieben wird. (Schluss) up/mm
OTS0022 2004-02-05/09:10
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK






