Bayr: 6. Februar - Zero Tolerance to FGM (Female Genitale Mutilation)

Wien (SK) Anlässlich des morgigen 6. Februar, dem Tag der "Zero Tolerance to FGM", berichtete Petra Bayr, Vorsitzende des parlamentarischen Unterausschusses für EZA (Entwicklungszusammenarbeit), vom erfreulichen Zustrom an UnterstützerInnen zu der gestern präsentierten österreichweiten Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung. Die Gründungsorganisationen dieser Plattform sind: Afrikanische Frauenorganisation, Care, ega - Frauen im Zentrum, Kinderfreunde, Österreichische Stiftung für Weltbevölkerung und Internationale Zusammenarbeit, Renner-Instiut, Rote Falken, SPÖ-Bundesfrauenorganisation, Wr. SPÖ-Frauen. ****

Die österreichweite Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung dient der Schaffung von Synergien, der Vernetzung und der Bündelung von Aktivitäten und der Bekanntmachung des 6. Februar als Tag gegen FGM, so Bayer am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

In diesem Zusammenhang laufen auch schon Bemühungen, den 6. Februar auch als internationalen UNO-Gedenktag einzurichten. Unter www.stopFGM.net, der Internetseite der Plattform, die in den nächsten Tag online gehen wird, können Unterstützungserklärungen abgegeben sowie Einblick in die Aktivitäten der Plattform genommen werden, welche spezifische Projekte in Afrika unterstützt, aber auch die Aufklärung von MigrantInnen in Österreich forcieren will.

Denn die weibliche Genitalverstümmelung ist leider auch in Österreich Realität. Diese etwa fünftausend Jahre alte Praxis, die nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen weltweit ca. 155 Millionen Frauen betrifft, wird nicht nur in islamischen Ländern praktiziert, wie oft angenommen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2000, welche die damalige Frauenministerin Barbara Prammer in Auftrag geben ließ, lassen auch in Österreich 30 Prozent der befragten MigrantInnen aus afrikanischen Ländern ihre Töchter verstümmeln. Weltweit fallen zwei Millionen Mädchen dieser grausamen Praxis zum Opfer. Petra Bayr fordert in diesem Zusammenhang die Bundesregierung auf, sich sowohl in der Europäischen Union als auch in den Vereinten Nationen dafür einzusetzen, dass die internationale Bekämpfung von FGM vorangetrieben wird. (Schluss) up/mm

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