• 04.02.2004, 09:57:52
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ARBÖ: Europas Raffinerien profitierten vom starken Euro - GRAFIK/BILD

Währungsvorteil wurde viel zu wenig an die Autofahrer weitergegeben

Wien (OTS) - Von steigenden Rohölpreisen und starkem Euro konnten
Europas Raffinerien kräftig profitieren, zeigt eine aktuelle
ARBÖ-Analyse des Gewinnmargen an der Börse
Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen. ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf
Hellar: "Die Währungsvorteile wurden viel zu wenig an die Autofahrer
weitergebeben. Anders ist nicht zu erklären, warum die Gewinnmargen
der Raffinerien so stark angestiegen sind".

So ist die Raffineriemarge (siehe Graphik, unterer Teil) für
Nordseeöl Brent (Brent Complex Margin) zwischen 22. Dezember 2003 und
27. Jänner 2004 von 1,96 Dollar pro Barrel auf 2,81 Dollar pro Fass
angestiegen. Wie schon in Zeiten des Golfkrieges ist es Europas
Raffinerien wieder gelungen Preisschwankungen auf den internationalen
Märkten für sich auszunützen. Zwei Vorteile kamen ihnen diesmal zu
Gute: die Kombination aus starkem Euro und hohen Ölpreisen.

Vorteil Nummer Eins: Die europäischen Raffinerien bezahlen das
Rohöl in Dollar und bekommen für ihren Treibstoff Euro. Je kräftiger
der Euro gegenüber dem Dollar wird, desto günstiger können sie an den
internationalen Rohölmärken einkaufen, die ausnahmslos in Dollar
notieren. Für ein Fass Rohöl der Marke Brent mussten sie am 22.
Dezember lediglich 23,3 Euro hinblättern (siehe Grafik oberer Teil),
obwohl der Dollarpreis an diesem Tag bei 28,99 Dollar lag.

Vorteil Nummer Zwei: Das gekaufte Rohöl wird anschließend in den
Raffinerien zu Benzinen, Diesel und Heizölen verarbeitet, was einige
Wochen lang dauert. Steigen während dieser Zeit die Rohölpreise
weiter - von 28.99 auf 30,23 Dollar zwischen 22. Dezember und 27.
Jänner - tun sich die Mineralölkonzerne mit dem Hinweis auf teureres
Rohöl leichter, Preiserhöhungen an den Zapfsäulen durchzusetzen.

Vorteil Nummer Drei: Besonders gut schneiden die Raffinerien dann
ab, wenn in dieser Zeit auch noch der Euro weiter gestiegen ist und
sich der Euro-Preis für Rohöl nur geringfügig von 23,3 auf 23,9 Euro
erhöht.

Um die Autofahrer bei der Suche nach den günstigsten Zapfsäulen zu
unterstützen, erhebt der ARBÖ in seiner Spritpreisbörse die
günstigsten aktuellen Tankstellen, geordnet nach Bundesland und
Treibstoffart. Man kann sie über Internet (www.arboe.at/billigtanken
oder www.verkehrsline.at), ORF-Teletext (Seite 433) und - neuerdings
- über SMS abfragen.

Das neue SMS-Service funktioniert so:

* Mail an die Nummer 0900 600 603 schicken,
 * Treibstoffart (d für Diesel, 95 für Eurosuper, 98 für Super Plus)
   und Postleitzahl für den Bezirk (in Wien: 1115 für 15. Bezirk)
   oder Kürzel für den politischen Bezirk (L für Linz) angeben.
 * Das Antwort-SMS enthält die im Moment billigste Tankstelle.

Das Anfrage-SMS kostet zwar 30 Cent. Da man sich pro Tank aber
durchschnittlich 3,2 Euro sparen kann, werden diese Kosten wieder
locker hereingespielt.

Anhänge zu dieser Meldung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser
Meldung" unter http://www.ots.at

OTS0052    2004-02-04/09:57

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