- 02.02.2004, 11:35:44
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SP-Haider: 11.689 Jugendliche in Oberösterreich ohne Job! Investitionen in zukunftsorientierte Lehrplätze verstärken
"Dass es keine Panikmache ist, wenn wir immer wieder vor der ständig
steigenden Jugendarbeitslosigkeit warnen, zeigen die jüngsten
Zahlen: Ende Dezember 2003 gab es in Oberösterreich 7.201
arbeitslose Jugendliche, 2.739 Jugendliche in Schulung und 1.749
sofort und nicht sofort verfügbare Lehrstellensuchende. Insgesamt
suchen also 11.689 Jugendliche in unserem Bundesland einen
Ausbildungs- und/oder Arbeitsplatz", zeigt LH-Stv. Erich Haider auf.
"Wenn der Salzburger Wirtschaftskammer-Präsident Buemberger den
Jugendlichen vorwirft, zu faul zum Arbeiten zu sein, dann ist das
ein beispiellose Verhöhnung und Verunglimpfung vieler junger
Menschen - die bei der ergebnislosen Suche nach Jobs verzweifeln -
und ihrer Eltern!"
"Der heimischen Wirtschaft kann man den Vorwurf nicht ersparen, dass
ihre Ausbildungsbereitschaft trotz vereinfachter Rahmenbedingungen
und trotz neuer Lehrstellenprämien deutlich zurückgegangen ist. So
stehen allein in Oberösterreich pro Jahr 26 Millionen Euro an
Prämien zur Verfügung", so der SP-Landeschef.
Mit Jahresende 2003 gab es in Oberösterreich um 32,4 % weniger
offene Lehrstellen und gleichzeitig um 212,3 % mehr
Lehrstellensuchende. Dazu kommt, dass die Zahl der
Ausbildungsbetriebe weiter gesunken ist. Insgesamt gab es im
Vorjahr 9.290 Ausbildungsbetriebe. 1999/2000 waren es noch knapp
10.000.
Ein erheblicher Teil der Jugendlichen schlittere ohne abgeschlossene
Berufsausbildung in ein Dauerproblem am Arbeitsmarkt. Noch mehr
Jugendliche müssten um ihre Zukunftsperspektiven fürchten, weil sie
eine nicht zukunftsorientierte und wenig qualifizierende Ausbildung
angeboten bekommen. Statt viel Geld in befristete Arbeitsplätze mit
Teilqualifikationen ohne Nachhaltigkeit zu investieren, sollten
Bund, Land und AMS mit echten Qualifizierungsmaßnahmen gegensteuern,
fordert Haider.
"Wenn es der Wirtschaft derart an Ausbildungsbereitschaft fehlt,
sollte es verstärkt Investitionen in alternative
Ausbildungsmöglichkeiten geben, also in zukunftsorientierte
Lehrplätze, die ohne Beteiligung der Wirtschaft funktionieren",
schließt Erich Haider.
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