- 01.02.2004, 08:00:00
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"profil": Traiskirchen: Vorwurf sexueller Übergriffe
European-Homecare-Mitarbeiter der sexuellen Nötigung weiblicher Insassen des Flüchtlingslagers beschuldigt
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, langte bei der Caritas vor zwei
Wochen ein anonymes E-Mail ein, in dem der Vorwurf erhoben wird,
weibliche Insassen des Flüchtlingslagers Traiskirchen durch
Mitarbeiter des Unternehmens European Homecare sexuell genötigt.
European Homecare wurde vom Innenministerium im vergangenen Jahr mit
der Leitung des Flüchtlingslagers beauftragt.
Die Caritas setzte das Innenministerium von den Vorwürfen in
Kenntnis, worauf das Ministerium European Homecare und das
Bundeskriminalamt informierte. In dem Schreiben, das von einem
anonymen Freeaccount abgesetzt wurde, werden drei namentlich genannte
Mitarbeiter von European Homecare beschuldigt, sexuelle Kontakte zu
Frauen zu pflegen. Frauen, die sich weigerten, "freundlich" zu sein,
"bekämen die verschiedensten Probleme".
Die polizeilichen Ermittlungen vor Ort, die eine Woche nach
Bekanntwerden der Vorwürfe begannen, ergaben keine konkreten
Verdachtsmomente. Donnerstag vergangener Woche ging der Bericht der
Kriminalpolizei an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt.
Der bisherige Österreich-Chef von European Homecare, Dietmar
Awißus, verabschiedete sich überraschend in den Urlaub. Die Leitung
des Flüchtlingslagers übernahm Eckard Wilcke, der diese Funktion bis
Ende August des Vorjahres bereits inne hat. Fünf Mitarbeiter von
European Homecare wurden gekündigt. Wilcke versicherte "profil"
gegenüber, die Kündigungen hätten "ausschließlich interne Gründe" und
stünden nicht im Zusammenhang mit behaupteten sexuellen Übergriffen.
OTS0005 2004-02-01/08:00
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