- 30.01.2004, 11:53:26
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Sanierung der "Ehem. Wilhelmsburger Eisenwerke"
Sobotka: Oberstes Ziel in Niederösterreich heißt Vermeiden!
St. Pölten (NLK) - Seit November 2003 werden in der Wilhelmsburger
Lilienfelderstraße das kontaminierte Betriebsgrundstück der "Ehem.
Wilhelmsburger Eisenwerke" und die dazugehörige Betriebsdeponie durch
die Zöchling Privat-Stiftung saniert. Im Rahmen eines Pressegesprächs
mit Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka wurde heute vor Ort auf die
Planmäßigkeit des Sanierungsvorhabens hingewiesen. Sobotka
bekräftigte seine Zufriedenheit mit dem Baufortschritt und wies
darauf hin, dass das NÖ Abfallkonzept dazu diene, solche Fehler wie
sie hier in der Vergangenheit gemacht wurden, künftig zu vermeiden.
"Das oberste Ziel heißt in Niederösterreich Vermeiden. Die Sicherung
des Grundwassers ist das oberste Gebot. Grundwasser ist Trinkwasser
und Verunreinigungen müssen saniert werden. Österreich muss ganz
besonders auf die Ressource Wasser Bedacht nehmen", meinte Sobotka.
Die Voruntersuchungen des Umweltbundesamtes und der
Wasserrechtsbehörde am Betriebsgrundstück im Juli 2000 hatten auf
Grund kontaminierter Ablagerungen (Blei, Kupfer, Zink und
Kohlenwasserstoffe) den Sanierungsbedarf ergeben. Bei der
angrenzenden Deponie war durch dieselben Behörden im Mai 2001
ebenfalls auf Grund von Ablagerungen (Kohlenwasserstoffe, Blei und
Zink) und der Schadstoffmobilisierung bei höheren Grundwasserständen
(Kohlenwasserstoffe, Zink und Phenole) Sanierungsbedarf festgestellt
worden. Es handelt sich dabei vorwiegend um betriebsspezifische
Abfälle wie Schlacken, Keramikbruch, Baureste, Schrott, Kunststoffe,
Glas, Metalle, Textilien und Sperrmüll. Die Größenordnung beträgt
rund 150.000 Tonnen, die teils in St. Pölten und in Oberösterreich
deponiert werden. Nach der Räumung werden die Aushubbereiche wieder
mit Bodenaushubmaterial gefüllt. Mit dem Abschluss der
Sanierungsarbeiten ist Mitte 2004 zu rechnen.
Die Gesamtkosten der Sanierung des ehemaligen Betriebsgrundstückes
belaufen sich auf ca. 6,1 Millionen Euro, wovon 5,8 Millionen vom
Land Niederösterreich und dem Bund gefördert werden. Die
Sanierungskosten für die ehemalige Betriebsdeponie betragen rund 6
Millionen Euro, das Land und der Bund übernehmen 3,9 Millionen Euro.
OTS0126 2004-01-30/11:53
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