Rübig: Zusammenarbeit EU-Iran auf neuem Niveau

Rübig tritt für intensivere Beziehungen zum Iran ein

Brüssel, 29. Januar 2004 (ÖVP-PK) "Mit den hervorragenden Abschlüssen der österreichischen Wirtschaft konnte eine neue Dimension in den Handelsbeziehungen mit dem Iran gestartet werden. Ausgezeichnet vorbereitet durch die Wirtschaftskammer Österreich und Präsident Christoph Leitl hat die Iranreise der vergangenen Woche 10.000 Arbeitsplätze in Österreich gesichert", sagte heute, Donnerstag, Europaparlamentarier Dr. Paul Rübig, der sowohl als Teilnehmer der von Bundespräsident Klestil angeführten österreichischen Irandelegation als auch als Mitglied einer offiziellen Delegation der EVP-ED-Fraktion des Europäischen Parlaments in Teheran war. Wenn schon die Intensivierung der Wirtschaftskontakte Österreichs mit dem Iran einen derartigen Erfolg bringe, seien die positiven Auswirkungen einer verstärkten Zusammenarbeit der Europäischen Union mit dem Iran für die europäische Wirtschaft kaum abzuschätzen. "Der Iran ist in zunehmendem Maße ein ernstzunehmender Handelspartner und Hoffnungsmarkt für die EU. Ich fordere die Kommission auf, dem Abschluss des Handels- und Kooperationsabkommens mit dem Iran höchste Priorität einzuräumen", sagte der Präsident von SME-Global nach seiner Rückkehr aus dem Iran heute in Brüssel. ****

"Auch in dem so wichtigen Bereich der Atompolitik konnten wir in den letzten Tagen eindeutige Stellungnahmen des Iran registrieren, so schnell wie möglich einen ernsthaften Kompromiss mit Europa zu finden", ist Rübig zufrieden. "In diesem Zusammenhang ist vor allem auch die Arbeit der IAEO zu begrüßen, die auch vom Iran selbst als vorbildlich bezeichnet wurde." Auf Grund dieser Kompromissbereitschaft des Iran rückt für den oberösterreichischen Europaabgeordneten auch ein Beobachterstatus des Iran bei der Welthandelsorganisation WTO in greifbare Nähe. "Ich würde das sehr begrüßen. Man sollte auch durchaus überlegen, dem Iran in nächster Zeit die Vollmitgliedschaft bei der WTO zuzuerkennen", meinte Rübig. "Liberalisierung und Privatisierung in der Wirtschaft stehen auch einem klaren Bekenntnis zur Einhaltung der Regeln des Korans nicht entgegen. Ähnlich wie China nützt der Iran seine Chancen voll."

Ausdrücklich begrüßt wurde von Rübig auch die Bereitschaft des Iran, künftig seine Fakturierungen, insbesondere in die Euro-Zone und nicht nur bei Öl- sondern auch bei Handelsgeschäften, in Euro vorzunehmen. "Ich habe im Rahmen unseres Besuchs auch eine diesbezügliche Debatte innerhalb der OPEC angeregt", berichtete Rübig. "Ein intensiverer Dialog der Europäischen Union mit dem Iran ist aus allen diesen Gründen wichtig und richtig. Ich werde mich vor allem im Industrie- und Energieausschuss des Europäischen Parlaments dafür einsetzen, dass es zu einer Vertiefung des Dialogs vor allem in Energiefragen kommt", so Rübig abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

MEP Dr. Paul Rübig, Tel.: 0032-2-284-5749
(pruebig@europarl.eu.int) oder Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED
Pressestelle, Tel.: 0032-475-79 00 21 (pschulmeister@europarl.eu.int)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003