Cap untermauert Misstrauensantrag: Faktenlage erdrückend

Wien (SK) "Die Faktenlage für den Misstrauensantrag ist erdrückend", untermauerte der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Mittwoch im Parlament die Notwendigkeit, den Misstrauensantrag an Finanzminister Grasser "im Sinne der politischen Hygiene" zu unterstützen. Es sei mehr als bezeichnend, wenn sogar ein Staatsanwalt öffentlich zu dieser Causa Stellung bezieht, so Cap. "Vielleicht sind die von 'News' aufgedeckten Geldflüsse von 356.000 an den Grasser-Verein auch nur ein weiterer Zwischenstand?" fragte Cap - und gab zu bedenken, dass man schön langsam kriminalistische Strategien entwickeln müsse, um die Geschäfte und Gegengeschäfte zwischen dem Finanzminister und diversen Wirtschaftslobbys durchschauen zu können. ****

Dass die Überweisung an Grassers Konto von 9.900 Euro um 5.500 Euro auf nunmehr 15.400 Euro aufgefettet worden sei, sei von Grassers Kabinettschef Winkler nicht dementiert worden, wies Cap auf die "erdrückende Faktenlage" hin. Cap forderte Staatssekretär Finz ausdrücklich auf, zu diesen Geldflüssen Stellung zu nehmen, anstatt seinem Chef wieder einen "Persilschein" auszustellen: "Wie stehen sie zu diesen Vorwürfen? Warum nehmen sie nicht offen Stellung, sondern vermitteln den Eindruck eines Mitwissenden, der in die Geldgeschäfte Grassers involviert ist?" (Schluss) lm

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