Bösch fordert rasche Klarheit für die Miliz

"Heimatschutz muß sichergestellt bleiben"

Wien, 2004-01-28 (fpd) - In Reaktion auf die Aussagen des Bundesministers für Landesverteidigung äußerte sich der Wehrsprecher der FPÖ und Landesverteidigungsausschuß-Obmann, Dr. Reinhard E. Bösch, über die Lage und die Zukunft des österreichischen Bundesheeres. Dabei stellte Bösch fest, daß die Pläne von Verteidigungsminister Günther Platter, das Bundesheer zu verkleinern sowie generell Waffenübungen auszusetzen deutlich zu voreilig seien.****

"Es müssen zuerst die Aufgaben des Bundesheeres ebenso wie ein klarer Finanzierungsplan definiert werden. Ich halte es daher für nicht gescheit, wenn man den Ergebnissen der Reformkommission im Detail vorgreifen möchte", so Bösch.

"Ich hätte es lieber gesehen, wenn Minister Platter das Ergebnis der Reformkommission abgewartet hätte und erst daraus Maßnahmen ableiten würde", meinte Bösch weiter. Jetzt läge es allerdings an BM Platter, rasch Klarheit zu schaffen, um unsere Milizkräfte nicht zu verunsichern.

Bösch hält es für grundsätzlich richtig, die Grundwehrdiener nach der Ableistung ihres Grundwehrdienstes direkt in die Reserve zu überstellen, ohne weiterhin übungspflichtig zu sein. Was nicht nur für die Administration, sondern auch für die Grundwehrdiener Erleichterungen bedeute. "Zu Waffenübungen soll hingegen eine Kadermiliz herangezogen werden, welche durch einen finanziellen Anreiz auf freiwilliger Basis aufgestellt werden und die Führungsfunktionen der Reserve - Bataillone abdecken soll".

Laut Bösch müsse an einer freiwilligen Kadermiliz sowie einer organisierten Reserve festgehalten werden, um die flächendeckende Assistenzfähigkeit des Bundesheeres, den Heimatschutz, gegen die neuen Bedrohungen, gewährleisten zu können.(Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC0001