Skorianz: Ungerechtigkeit für "kleine" Landesbedienstete bleibt

FPÖ-Antrag für bessere Anrechnung der Vordienstzeiten findet keine Mehrheit

Klagenfurt, 2004-01-28 (fpd) "Seit dem 1. Oktober 1995 ist die rechtliche Situation bei der Anrechnung von Vordienstzeiten bei neueingestellten Landesbediensteten äußerst unbefriedigend", sagte heute der Obmann der Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher im Kärntner Landesdienst, Andreas Skorianz.

Seit diesem Zeitpunkt würden Vordienstzeiten bei Neueinstellungen nur mehr in einem sehr geringen Ausmaß berücksichtigt. Dies führe zu eklatanten Ungerechtigkeiten. Dadurch könne es vorkommen, dass beispielsweise Mitarbeiter einer Straßenmeisterei bei gleichem Alter und gleicher Arbeit völlig unterschiedliche Löhne erhalten. Ein neueingestellter 40-Jähriger erhalte so mit 20 Vordienstjahren in der Privatwirtschaft gleich viel Lohn wie sein 20-jähriger Kollege. Andererseits verdiene ein 40-Jähriger bei 20 jähriger Tätigkeit im Landesdienst erheblich mehr.

Ein Antrag der FPÖ, sei in der gestrigen Sitzung des Rechts- und Verfassungsausschusses eingebracht worden und sollte diese Ungerechtigkeit beenden. "Der Gesetzesantrag sah eine verbesserte Anrechnung der Vordienstzeiten rückwirkend mit 1.1.2004 vor. Unverständlicher Weise fand der Antrag jedoch nicht die Zustimmung von SPÖ und ÖVP", kritisierte Skorianz.

"Damit ist ein weiterer Versuch für mehr Gerechtigkeit im Landesdienst an der Starrsinnigkeit von SPÖ und ÖVP gescheitert. Die Personalvertretung unter Obmann Herwig Rettenbacher fordert zwar in Betriebsversammlungen die Beseitigung dieses Unrechts, schwieg aber diesmal zu der FPÖ-Initiative. Während Rettenbacher für die Rechte der Hofräte auf die Barrikaden steigt, hat er die Anliegen der "kleinen" Landesbediensteten wieder einmal ignoriert", schloss Skorianz.

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