• 27.01.2004, 09:56:31
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  • OTS0044 OTW0044

OMV im Iran: Memorandum of Understanding für verstärkte Zusammenarbeit

Wien (OTS) - Memorandum of Understanding zwischen OMV, EconGas und
NIGEC (National Iranian Gas Export Company über Zusammenarbeit im
Gasexport - OMV will E&P-Aktivitäten in Zusammenarbeit mit Iran
ausbauen

Im Zuge des Staatsbesuchs von Bundespräsident Thomas Klestil im
Iran, an der Helmut Langanger, OMV Vorstand für Exploration und
Produktion, und Otto Musilek, Geschäftsführer OMV Erdgas GmbH,
teilnehmen, wurde heute eine Absichtserklärung (Memorandum of
Understanding) mit der NIGEC (National Iranian Gas Export Company)
unterzeichnet. NIGEC, OMV und EconGas kommen darin überein,
Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit hinsichtlich einer
Beteiligung der iranischen Gasindustrie am Bau der geplanten
Nabucco-Pipeline von der Türkei nach Österreich sowie bei
E&P-Projekten zu prüfen.

Ziel dieser Absichtserklärung ist es, eine Beteiligung der NIGEC
am Nabucco-Projekt zu überprüfen. Durch ihre Tochterunternehmen NIGEC
beabsichtigt NIOC (National Iranian Oil Company) das im Iran
produzierte Erdgas nach Mitteleuropa zu exportieren. Die von OMV
Erdgas GmbH gemeinsam mit einem internationalen Konsortium geplante
Pipeline von der Türkei nach Österreich (Nabucco-Pipeline) bietet
sich hierfür an. OMV Erdgas hat sich bereit erklärt, NIGEC in ihrem
Bestreben, sich an dem Nabucco-Projekt zu beteiligen, zu
unterstützen. Darüber hinaus ist EconGas, an der der OMV Konzern mit
50% beteiligt ist, interessiert, iranisches Erdgas langfristig zu
kaufen.

Die OMV plant überdies ihr Engagement in der iranischen Öl- und
Gassuche auszuweiten. In diesem Zusammenhang ist das Unternehmen an
der Etablierung langfristiger Geschäftsbeziehungen mit der NIOC,
sowie am Ausbau ihrer Upstream-Aktivitäten in attraktiven Projekten
interessiert. Die OMV ist seit 2001 mit ihrer 100%-Tochter OMV Iran
Exploration GmbH im Iran tätig.

Im Zuge des Staatsbesuchs von Bundespräsident Klestil wurde von
der OMV eine Spende in der Höhe von 40.000,- USD für den Aufbau der
"Österreichschule" in der vom Erdbeben zu 80 Prozent zerstörten Stadt
Bam übergeben.

Hintergrundinformation:

"Nabucco"-Pipeline

Die OMV Erdgas GmbH, eine 100%-Tochter der OMV Aktiengesellschaft,
ist im Rahmen eines Joint Ventures an der Erstellung einer Studie
über die Errichtung einer neuen Erdgastransportleitung von der Türkei
über Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis nach Österreich beteiligt.
Partner sind BOTAS (Türkei), BULGARGAZ, MOL (Ungarn) und TRANSGAZ
(Rumänien). Die Studie soll das langfristige Potenzial und die
Entwicklungschancen einer Erdgasleitung von der Türkei nach
Österreich erheben. Eine neue Pipeline könnte die Bedeutung der
beteiligten Länder für den Gastransit nach Mittel- und Westeuropa
erhöhen und die Drehscheiben-Funktion des österreichischen Gasnetzes
stärken. Ende 2004 soll eine Entscheidung getroffen werden, ob der
Pipelinebau realisierbar ist.

E&P-Engagement der OMV im Iran

Im April 2001 unterzeichnete die OMV ein Abkommen mit der NIOC
über vier Jahre Explorationstätigkeit (Öl- und Gassuche) in der
Region Zagros, einem der weltweit vielversprechendsten Gebiete für
Öl- und Gasvorkommen. Die Arbeiten konzentrieren sich auf ein 2.500
km2 großes Gebiet, den so genannten "Mehr Block". Der OMV Konzern
operiert dabei als Leiter eines Konsortiums, in dem Repsol YPF
(Spanien) und Sipetrol (Chile) zu je 33% beteiligt sind. Die OMV hält
34%. Wie bei allen ihren internationalen E&P-Aktivitäten setzt die
OMV erfolgreich modernste Technologien ein. Im Bereich Exploration
verfügt die OMV über international anerkanntes Know-how.

Auf dem Gebiet des Mehr Blocks sind im Auftrag der OMV
mittlerweile aufwändige Räumungen von Minen und Granaten vorgenommen
worden (das Gebiet liegt im Grenzgebiet zu Irak). Abgeschlossen
wurden auch die geophysikalischen Untersuchungen mit 2D Seismik. Rund
1.000 km seismische Linien wurden vermessen. Die erste
Explorationsbohrung wird im März dieses Jahres beginnen. Die
Exploration im Mehr Block soll die Basis für ein mögliches weiteres
Engagement der OMV in dieser Öl- und Gasregion bilden.

Zur Koordination der Aktivitäten verfügt die OMV über ein Büro in
Teheran sowie ein Büro in Ahwas im Südwesten des Landes. Zurzeit sind
28 Mitarbeiter für OMV Iran tätig, davon fünf Österreicher, fünf
Expatriates und 18 Iraner.

OTS0044    2004-01-27/09:56

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OMV

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