- 26.01.2004, 13:19:09
- /
- OTS0135 OTW0135
SJÖ: Wahlaltersenkung statt Bevormundung
Wien (SK) Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend
Österreich (SJÖ), fordert ein echtes Mitbestimmungsrecht für
Jugendliche in Form der Wahlaltersenkung auf 16 Jahre. "Die Forderung
nach einem Kinderwahlrecht ist absurd und erinnert an
mittelalterliche Methoden. Das Recht zu wählen ist an die Fähigkeit,
eigene Entscheidungen zu treffen, gebunden. Jugendliche erfüllen mit
Sicherheit diese Voraussetzung", so Kollross am Montag gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ. ****
Für Kollross bedeutet das so genannte Kinderwahlrecht unter anderem
eine Erweiterung der Bevormundung Jugendlicher: "Wer sich mit dem
Mäntelchen der Demokratie schmücken will, muss auch für demokratische
Werte eintreten. Das Prinzip heißt, eine Person, eine Stimme, die
diese Person auch selbst abgibt. Das Kinderwahlrecht ist nichts
anderes als eine Zensuswahlrecht nach biologischen Kriterien. Mit
Demokratie hat das nichts zu tun. Demokratie muss nicht nur nach
quantitativen, sondern auch nach qualitativen Kriterien bemessen
werden. Wer das nicht tut, verliert seine politische Urteilskraft."
(Schluss) wf/mm
Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, 01 523 41 23 oder 0699 19
15
48 04, http://www.sjoe.at
OTS0135 2004-01-26/13:19
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK






