Kärnten-Wahl: Bures und Darabos fordern Klarstellung von VP und FP in der Landeshauptmann-Frage

"Oder gibt es einen Deal, der von Wien gesteuert ist?"

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos und SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures bekräftigten am Montag in einer Pressekonferenz die Ansage, dass die Partei, die bei den kommenden Landtagswahlen Erster wird, auch den Landeshauptmann stellen soll. Sie forderten dieses Bekenntnis mit Nachdruck auch von ÖVP und FPÖ ein. "Seitens der SPÖ gibt es eine klare Aussage, dass die stärkste Partei den Landeshauptmann stellen soll", so Bures. Sie fordert nun auch von LH Haider und der ÖVP-Spitzenkandidatin Scheucher eine entsprechende klare Aussage, "oder gibt es einen Deal, der von Wien aus gesteuert ist". Darabos: "Es stellt sich die Frage, ob, wenn Peter Ambrozy in Kärnten Erster wird, ÖVP und FPÖ ihn zum Landeshauptmann machen." Er betonte: "Darauf erwarte ich mir eine Antwort." ****

Darabos glaubt, dass sich die ÖVP nicht an dieses Prinzip halten wolle. Man habe gesehen, dass ÖVP-Chef Schüssel Jörg Haider auch dann zum Kärntner Landeshauptmann machen wolle, wenn Haider die Wahl verliere. Es bestehe der begründete Verdacht, dass es einen Deal zwischen ÖVP und FPÖ gebe, um Haider in jedem Fall den Landeshauptmann zu sichern.

Bures hält es für "demokratiepolitisch bedenklich", wenn es lange vor der Wahl zu Vereinbarungen zwischen Kanzler Schüssel und LH Haider komme, "wenn unabhängig davon, wie die Kärntner WählerInnen entscheiden, gepackelt wird". "Das entspricht nicht dem Wählerwillen", so Bures. Sie vermutet, dass diese Vorgangsweise damit zu tun habe, dass Haider die Kärntner enttäuscht habe und deshalb nicht auf einen "Pakt mit den Wählern" sondern auf eine "Pakt mit Schüssel" setzt. (Schluss) wf/se

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