• 23.01.2004, 10:43:46
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  • OTS0082 OTW0082

Erhard Fürst: EU-Steuer auf Finanztransaktionen ist abzulehnen

Austria perspektiv-Geschäftsführer warnt vor Schädigung der europäischen Finanzwirtschaft

Wien (OTS) - "Eine EU-Steuer auf Finanztransaktionen
(Tobin-Steuer) zur Finanzierung von Forschungsausgaben ist aus Sicht
der Wirtschaft entschieden abzulehnen", erklärt der Geschäftsführer
von Austria perspektiv - Ein Institut der Österreichischen
Wirtschaft, Dr. Erhard Fürst.

Die Einführung einer solchen Steuer im EU-Raum würde zu einer
deutlichen Verlagerung von Finanzströmen in Drittländer führen und
damit die europäische Finanzwirtschaft schädigen. "Der freie
Kapitalverkehr ist ein wesentliches Merkmal der Marktwirtschaft,
Preis verzerrende Besteuerungen führen zu Fehlallokationen des
Produktionsfaktors Kapital und damit zu Wohlfahrtsverlusten", so
Fürst. Letztlich würde eine Tobin-Steuer auch die privaten Haushalte
erheblich belasten, die zum Beispiel in Form von Lebensversicherungen
oder Anlagefonds sparen beziehungsweise eine Pension über eine
Pensionskasse erhalten.

Die EU wäre besser beraten, die notwendigen Mittel für eine
verstärkte Forschungsförderung über Umschichtungen in ihrem eigenen
Budget freizumachen anstatt über neue Steuern nachzudenken, ergänzte
der Austria perspektiv-Geschäftsführer.

OTS0082    2004-01-23/10:43

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