American Football: Super Bowl XXXVIII live in ORF 1

New England Patriots treffen auf Carolina Panthers

Wien (OTS) - Zum siebenten Mal überträgt der ORF SPORT die Super Bowl, "the greatest show on earth", live. Die New England Patriots, zwei Jahre nach ihrem ersten Triumph wieder im Endspiel, treffen auf einen klassischen Underdog: die Carolina Panthers, die erstmals das NFL-Finale erreicht haben. Die Super Bowl XXXVIII steht am Sonntag, dem 1. Februar 2004, um 23.40 Uhr, live aus Houston, Texas, auf dem Programm von ORF 1. Kommentator ist Christopher Ryan, an seiner Seite als Kokommentator fungiert Michael Eschlböck. Eine Wiederholung der Super Bowl XXXVIII ist am Montag, dem 2. Februar, um 20.15 Uhr auf TW1 zu sehen.

Die Panthers, ein erst 1994 gegründetes "Expansion Team", haben eine wundersame "Aschenputtel-Story" geschaffen. Der neue Head Coach John Fox machte binnen zwei Jahren aus dem schlechtesten NFL-Team (2001:
nur ein Sieg in 16 Spielen) eine Super-Bowl-Truppe. Als erst achtes Team schaffte Carolina den Finaleinzug mit zwei Auswärtssiegen: nach dem erst in der zweiten Verlängerung sichergestellten 29:23 in St. Louis wurden die Philadelphia Eagles mit 14:3 besiegt. Fundament des Erfolgs: eine ebenso disziplinierte wie physische Defense. Die Defensive Line gilt als beste der Liga - und im NFC-Championship-Game ging mit Rookie Ricky Manning jr. ein neuer Star auf: der Cornerback fing nicht weniger als drei Passes von Philadelphia-Quarterback Donovan McNabb ab. McNabb erlitt bei einem harten Hit eine Rippenverletzung und beendete das Spiel mit schmerzverzerrtem Gesicht an der Seitenlinie.

Noch zu Saisonbeginn galten die Panthers als heiße Kandidaten für den letzten Platz in ihrer Division, der NFC South - aber weder Titelverteidiger Tampa Bay noch Atlanta mit Superstar Michael Vick noch New Orleans konnten den Carolina-Siegeszug stoppen. Zwei Österreicher kennen den lange unterschätzten Quarterback Jake Delhomme genau: Benjamin Dieplinger und Mario Sischka. Gemeinsam holten sie 1999 mit Frankfurt Galaxy die World Bowl, den Titel der NFL Europe. In den Play-offs bewies Delhomme Nerven aus Stahl -ähnlich wie sein Gegenüber Tom Brady. Den Quarterback der New England Patriots, den ultracoolen Tom Brady, unterschätzt niemand mehr. Vor zwei Jahren war Brady schon Super-Bowl-MVP (wertvollster Spieler). Damals hatten die Patriots mit dem 20:17 gegen die St. Louis Rams für eine der größten Überraschungen der Super-Bowl-Geschichte gesorgt -in einem der spannendsten Endspiele überhaupt: das entscheidende Field Goal gelang Adam Vinatieri in letzter Sekunde.

Aber auch New England, mit 14 Siegen und nur zwei Niederlagen beste Mannschaft des Grunddurchgangs, stützt sich auf eine überragende Defense - die beste der Liga. An ihr haben sich in den Play-offs die "Co-MVPs" 2003, Steve McNair (Tennessee) und Peyton Manning (Indianapolis), die Zähne ausgebissen. Manning warf beim 14:24 im AFC Championship Game nicht weniger als vier Interceptions - drei davon fing Cornerback Ty Law ab. Insgesamt erzwang die Patriots-Defense gegen die bis dahin dominante Indianapolis-Offense fünf Turnovers (Ballverluste). Head Coach Bill Belichick gilt derzeit als "Defense-Guru" der Liga, der mit kaum durchschaubaren Aufstellungsvarianten gegnerische Coaches und Quarterbacks zur Verzweiflung treibt.

Wer die zwei Semifinalspiele (Conference Finals) gesehen hat, weiß, dass Super Bowl XXXVIII einerseits zu einer beinharten physischen Abwehr-"Schlacht", andererseits zu einem gefinkelten Duell der Defense-Strategen Fox und Belichick wird. Schaffen die Patriots ihren 15. Sieg in Serie und somit bei der vierten Teilnahme den zweiten Super-Bowl-Triumph - oder gelingt den Panthers gleich beim Endspieldebüt die große Sensation?

Schauplatz ist erstmals seit 30 Jahren Houston. Gespielt wird im neuen, hypermodernen Reliant Stadium der Houston Texans. Und wie immer sorgt die Super Bowl für eine nicht nur sportlich, sondern auch optisch-akkustisch attraktive Show. Die US-Hymne singt Beyoncé Knowles, in der Pre-Game-Show tritt Aerosmith auf, in der Halftime-Show neben Janet Jackson auch P. Diddy, Kid Rock und Nelly.

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