Bösch: "Truppenübungen nur noch für Kadermiliz"

"Heimatschutz muß sichergestellt bleiben"

Wien, 2004-01-21 (fpd) - In Reaktion auf die Aussagen des Bundesministers für Landesverteidigung äußerte sich der Wehrsprecher der FPÖ und Landesverteidigungsausschußobmann, Dr. Reinhard E. Bösch, über die Lage und die Zukunft des österreichischen Bundesheeres. Dabei stellte Bösch fest, daß eine Umstellung des Heeres auf ein Berufsheer laut einer Studie aus 2001 nicht durchführbar sei. Bösch schlug jedoch vor, dies in einem periodischen Abstand von 5 Jahren erneut zu prüfen. ****

Bis dahin müsse, um die flächendeckende Struktur des Bundesheeres gewährleisten zu können, sowie die Aufgaben unseres Heeres -Heimatschutz (Schutz und Assistenzfähigkeit gegen neue Bedrohungen wie internationaler Terrorismus und illegale Immigration sowie Hilfeleistung bei Naturkatastrophen), Landesverteidigung, sowie internationale Einsätze - bestmöglich erfüllen zu können, die allgemeine Wehrpflicht (allgemeine männliche Dienstpflicht mit Zivildienstmöglichkeit) ohne Reduzierung der Wehrdienstzeit aufrechterhalten bleiben.

Die Grundwehrdiener sollten jedoch nach der Ableistung ihres Grundwehrdienstes direkt in die Reserve überstellt werden, ohne weiterhin übungspflichtig zu sein. Was nicht nur für die Administration, sondern auch für die Grundwehrdiener Erleichterungen bedeute. "Zu Waffenübungen soll hingegen eine Kadermiliz herangezogen werden, welche durch einen finanziellen Anreiz auf freiwilliger Basis aufgestellt werden und die Führungsfunktionen der Reservebataillone abdecken soll", so Bösch.

Diese Maßnahme würde laut Bösch der Überprüfung, ob die Umstellung des Bundesheeres auf eine Freiwilligenarmee realisierbar ist, dienen. Im Vordergrund stehe jedoch die Diskussion über die Anforderungen an unser Heer ebenso wie ein verbindlicher und klarer Finanzierungsplan. (Schluß)

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