SIMEA: Neustart für die Siemens Elektronikfertigung

Restrukturierung abgeschlossen, Standorte in Wien-Floridsdorf konzentriert

Wien (OTS) - Siemens Österreich hat die Restrukturierung seiner bisher als EWW (Elektronikwerk Wien) bekannten Elektronikfertigung erfolgreich abgeschlossen. Unter dem neuen Namen SIMEA (Siemens Industrial Manufacturing, Engineering and Applications) startet die nun in Wien am Standort Floridsdorf konzentrierte Fertigung mit Produkten für den Weltmarkt. SIMEA ist ein Bereich der Siemens AG Österreich und umfasst neben dem Wiener Standort auch die Tochtergesellschaft in Siegendorf im Burgenland. Insgesamt erwirtschaftet SIMEA an beiden Standorten mit etwa 1.100 MitarbeiterInnen ein Volumen von ca. 260 Mio. Euro. Die Werke umfassen eine Produktionsfläche von insgesamt über 20.000 m2.

"Die Konzentration an einem Wiener Standort und eine klare Wachstumsstrategie mit Fokus auf externe Kunden machen die Siemens Elektronikfertigung SIMEA fit für die Zukunft", erläutert DI Albert Hochleitner, Generaldirektor der Siemens AG Österreich.

Gesamte Wertschöpfungskette in Österreich

Siemens Österreich setzt seit dem Entstehen des Unternehmens vor 125 Jahren bewusst auf Entwicklung und Fertigung in Österreich. Ziel ist es, alle unternehmerischen Funktionen abzudecken und so die gesamte Wertschöpfungskette in Österreich abzudecken. Der neue Name SIMEA macht deutlich, dass die Elektronikfertigung ein essenzieller Bestandteil von Siemens Österreich ist. "Siemens Österreich ist sich seiner Bedeutung für die Wertschöpfung in unserem Land bewusst und handelt im Sinne einer nachhaltigen Strategie", so Hochleitner.

Komplexe Produkte in Wien, hohes Volumen in Siegendorf

Das Wiener Werk konzentriert sich auf die Entwicklung, die Serienfertigung mittlerer Losgrößen und die Hochtechnologieproduktion von komplexen Produkten. Das Portfolio umfasst Industriestromversorgungen, Gleichstromantriebe für Industriemotoren, digitale Vermittlungsanlagen für Telefonnetzbetreiber, Komponenten für Schienenfahrzeuge, Telekommunikationsendgeräte und Geräte für verkehrstelematische Anwendungen. Unter anderem werden in Wien ein Teil der On-Board-Units für das deutsche LKW-Mautsystem, digitale TETRA-Endgeräte für den Funkgeräte-Hersteller Sepura und Hilfsbetriebeumrichter sowie Stromabnehmer für die Niederflurstraßenbahn ULF hergestellt.

In Siegendorf werden hauptsächlich Steuerelemente für Hausgeräte produziert. Mit einer vollautomatisierten Produktion kann das burgenländische Werk auch im harten internationalen Preiswettbewerb mit hoher Qualität punkten.

Siegendorf: 1 Milliarde Bauteile, 6 Millionen Flachbaugruppen

Die Produktion im Elektronikwerk Burgenland erfolgt rund um die Uhr in einem Drei-Schicht-Betrieb an 6 Tagen in der Woche. Dabei werden pro Jahr etwa 6,5 Millionen Baugruppen gefertigt. Anfang Jänner 2004 wurde in Siegendorf der einmilliardste Bauteil verarbeitet, gleichzeitig wurde die sechsmillionste Flachbaugruppe ausgeliefert. Mit einem 95-prozentigen Automatisierungsgrad erfolgt die Herstellung weitgehend frei von manuellem Handling der empfindlichen Bauteile. Handling-Fehler und verschmutzte Leiterplatten werden so minimiert und die Produktdurchlaufzeiten verkürzt. Die Produktion läuft darüber hinaus weitgehend papierlos ab, alle Informationen für den Fertigungsprozess stammen von einem zentralen EDV-Informationssystem. So lässt sich der Weg jedes Produktes durch die Fertigungsstationen zurückverfolgen. Für die MitarbeiterInnen in Logistik und Qualitätsmanagement steht der aktuelle Produktionsstatus jederzeit online zur Verfügung.

Umweltfreundliche High-Tech-Fertigung in Wien

Neben Flexibilität, Produktivität und ausgewogener Automatisierung sind auch Umweltmaßnahmen ein wesentlicher Erfolgsfaktor für SIMEA. 2003 wurde das Wiener Werk bereits zum zweiten Mal mit dem "Ökoprofit"-Preis der Stadt Wien ausgezeichnet. Zu den Umwelt-Maßnahmen bei SIMEA zählen beispielsweise die Umstellung auf bleifreie Lötverfahren, die Erstellung von Grundlagen für die mögliche Errichtung einer Windkraftanlage und die Reduktion des Stromverbrauches um rund 20 Prozent.

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Generalsekretär und Konzernpressesprecher
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