- 17.01.2004, 13:27:10
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Grüne/Holub: Gesund beten reicht nicht aus um Umwelt zu erhalten
Kärnten leider Spitzenplatz bei Zunahme Treibhausgase - Wildbäche bedroht
OTS (Klagenfurt) - "Dass auch LR Rohr vor der Wahl noch schnell eine
Jubelbilanz zu ziehen versucht, kommt nicht unerwartet. Die Realität
beim Umweltschutz in Kärnten sieht aber leider anders aus", reagiert
heute der Landessprecher der Kärntner Grünen, Rolf Holub, auf
Aussagen von Landesrat Rohr.
Bei der Zunahme an Treibhausgasen habe Kärnten leider den Spitzenplaz
unter den österreichischen Bundesländern, führt Holub aus, und
weiter: "Allein zwischen 1999 und 2001 sind die CO2-Emissionen in
Kärnten um ein Viertel gestiegen. Und Maßnahmen gegen die Blockade
der Ökostrom-Förderung durch LH Haider ist Rohr bisher schuldig
geblieben."
Im Bereich Wasser verweist Holub darauf, dass die Bevölkerung der
vier nitratbelasteten Grundwassersanierungsgebiete Krappfeld, Unteres
Gurktal, Zollfeld und Altes Gurktal schon lange auf
Sanierungsmassnahmen warte.
Leider sei festzustellen, dass Kärntens Bäche und Flüsse gefährdet
seien. "Ökologischer Hochwasserschutz setzt auf Renaturierung. In
Kärnten geschieht das Gegenteil", so Holub.
Dass die letzten Wildbäche von Kraftwerksprojekten bedroht würden,
sei ein alarmierendes Zeichen für die Umwelt. "Besonders gravierend
ist dies im Fall Wolfsbach. Gegen den klaren Willen der lokalen
Bevölkerung ist ein Wasserkraftwerk unter Beteiligung der KELAG
geplant. Ein Teil des erzeugten Stroms soll dann für die
Kunstschneeanlagen im Schigebiet Katschberg verwendet werden. Eine
einmalige Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren ist hier in Gefahr",
ergänzt Holub.
Nicht zu vergessen, die Müllverbrennungsanlage Arnoldstein: Statt
Müllvermeidung soll am blei- und kadmiumbelasteten Industriestandort
Arnoldstein unter Missachtung rechtlicher Normen eine
Müllverbrennungsanlage errichtet werden. Derzeit prüfe der
Verfassungsgerichtshof die Standortentscheidung der Landesregierung
wegen verfassungsrechtlicher Bedenken. "Eine Aufhebung der
Standortentscheidung wegen Verfassungswidrigkeit ist wahrscheinlich",
stellt Holub fest.
"Gesund beten reicht nicht aus um Kärntens Umwelt zu erhalten!", so
Holub abschließend an die Adresse von Landesrat Rohr.
Rückfragehinweis: Andrea Danmayr, Pressesprecherin der Grünen, 0664-3457113
OTS0032 2004-01-17/13:27
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