Grüne/Holub: Gesund beten reicht nicht aus um Umwelt zu erhalten

Kärnten leider Spitzenplatz bei Zunahme Treibhausgase - Wildbäche bedroht

OTS (Klagenfurt) - "Dass auch LR Rohr vor der Wahl noch schnell eine Jubelbilanz zu ziehen versucht, kommt nicht unerwartet. Die Realität beim Umweltschutz in Kärnten sieht aber leider anders aus", reagiert heute der Landessprecher der Kärntner Grünen, Rolf Holub, auf Aussagen von Landesrat Rohr.
Bei der Zunahme an Treibhausgasen habe Kärnten leider den Spitzenplaz unter den österreichischen Bundesländern, führt Holub aus, und weiter: "Allein zwischen 1999 und 2001 sind die CO2-Emissionen in Kärnten um ein Viertel gestiegen. Und Maßnahmen gegen die Blockade der Ökostrom-Förderung durch LH Haider ist Rohr bisher schuldig geblieben."

Im Bereich Wasser verweist Holub darauf, dass die Bevölkerung der vier nitratbelasteten Grundwassersanierungsgebiete Krappfeld, Unteres Gurktal, Zollfeld und Altes Gurktal schon lange auf Sanierungsmassnahmen warte.
Leider sei festzustellen, dass Kärntens Bäche und Flüsse gefährdet seien. "Ökologischer Hochwasserschutz setzt auf Renaturierung. In Kärnten geschieht das Gegenteil", so Holub.
Dass die letzten Wildbäche von Kraftwerksprojekten bedroht würden, sei ein alarmierendes Zeichen für die Umwelt. "Besonders gravierend ist dies im Fall Wolfsbach. Gegen den klaren Willen der lokalen Bevölkerung ist ein Wasserkraftwerk unter Beteiligung der KELAG geplant. Ein Teil des erzeugten Stroms soll dann für die Kunstschneeanlagen im Schigebiet Katschberg verwendet werden. Eine einmalige Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren ist hier in Gefahr", ergänzt Holub.

Nicht zu vergessen, die Müllverbrennungsanlage Arnoldstein: Statt Müllvermeidung soll am blei- und kadmiumbelasteten Industriestandort Arnoldstein unter Missachtung rechtlicher Normen eine Müllverbrennungsanlage errichtet werden. Derzeit prüfe der Verfassungsgerichtshof die Standortentscheidung der Landesregierung wegen verfassungsrechtlicher Bedenken. "Eine Aufhebung der Standortentscheidung wegen Verfassungswidrigkeit ist wahrscheinlich", stellt Holub fest.

"Gesund beten reicht nicht aus um Kärntens Umwelt zu erhalten!", so Holub abschließend an die Adresse von Landesrat Rohr.

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