• 17.01.2004, 09:23:58
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Bayr zu World Social Forum in Indien

Eine andere Welt muss gerade für ArbeitnehmerInnen möglich sein!

Wien (SK) Heute, am 17. Jänner 2004 beginnt das World Social Forum
(WSF) in Indien, das gestern Abend in Bombay eröffnet wurde.
SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit, Petra Bayr,
ist vor Ort, um an diesem globalen zivilgesellschaftlichen Treffen
teilzunehmen und internationale Kontakte zu knüpfen. Im Vorfeld
unternahm Petra Bayr mit der österreichischen NGO Frauensolidarität
eine Informationsreise in Indien. In zahlreichen Werksbesuchen und
Gesprächen mit ArbeiterInnen, NGOs, Gewerkschaften, PolitikerInnen
und ArbeitgebervertreterInnen wurde die Handhabung und vor allem die
Umsetzung und Wirkung der Codes of Conducts und des Corporate Social
Responsibility-Programme vor Ort hinterfragt. ****

Im Rahmen des WSF will Petra Bayr darauf aufmerksam machen, dass die
ungerechte Verteilung von Gütern auf der Welt allerdings nicht über
Codes of Conducts zu lösen ist, sondern dass Sozial-, Umwelt-,
Arbeits- und Menschenrechte heute endlich den gleichen starken
rechtlichen Stellenwert bekommen müssen, den Wirtschaftsrechte schon
lange innehaben. "Codes auf Conducts werden den Kapitalismus nicht
zähmen, sie verleihen ihm nicht einmal ein menschliches Antlitz", so
Petra Bayr aus Indien. Die überwiegende Mehrzahl der
ArbeitnehmerInnen sei über die Codes nicht informiert, ihre
Einhaltung beschränkt sich auf die Pflichten der ArbeitnehmerInnen -
von Rechten wie menschlichen Arbeitsbedingungen und lebenssichernden
Einkommen sei nie die Rede.

Die entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ wird in den zahlreichen
Veranstaltungen am WSF mit Mitgliedern der Zivilgesellschaft über das
Problem der Arbeitsbedingungen der Menschen im Süden diskutieren und
beitragen, weltweite Netzwerke zu knüpfen. "Gerade die erste Welt
muss ihren Beitrag dazu leisten, dass die Menschen im Süden eine
lebenswerte Zukunft haben. Es kann nicht sein, dass westliche
Konzerne ein Land und seine Menschen Kaputt machen, nur um Profite zu
maximieren", so Bayr abschließend. (Schluss) cs/mp

OTS0008    2004-01-17/09:23

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