Bayr zu World Social Forum in Indien

Eine andere Welt muss gerade für ArbeitnehmerInnen möglich sein!

Wien (SK) Heute, am 17. Jänner 2004 beginnt das World Social Forum (WSF) in Indien, das gestern Abend in Bombay eröffnet wurde. SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit, Petra Bayr, ist vor Ort, um an diesem globalen zivilgesellschaftlichen Treffen teilzunehmen und internationale Kontakte zu knüpfen. Im Vorfeld unternahm Petra Bayr mit der österreichischen NGO Frauensolidarität eine Informationsreise in Indien. In zahlreichen Werksbesuchen und Gesprächen mit ArbeiterInnen, NGOs, Gewerkschaften, PolitikerInnen und ArbeitgebervertreterInnen wurde die Handhabung und vor allem die Umsetzung und Wirkung der Codes of Conducts und des Corporate Social Responsibility-Programme vor Ort hinterfragt. ****

Im Rahmen des WSF will Petra Bayr darauf aufmerksam machen, dass die ungerechte Verteilung von Gütern auf der Welt allerdings nicht über Codes of Conducts zu lösen ist, sondern dass Sozial-, Umwelt-, Arbeits- und Menschenrechte heute endlich den gleichen starken rechtlichen Stellenwert bekommen müssen, den Wirtschaftsrechte schon lange innehaben. "Codes auf Conducts werden den Kapitalismus nicht zähmen, sie verleihen ihm nicht einmal ein menschliches Antlitz", so Petra Bayr aus Indien. Die überwiegende Mehrzahl der ArbeitnehmerInnen sei über die Codes nicht informiert, ihre Einhaltung beschränkt sich auf die Pflichten der ArbeitnehmerInnen -von Rechten wie menschlichen Arbeitsbedingungen und lebenssichernden Einkommen sei nie die Rede.

Die entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ wird in den zahlreichen Veranstaltungen am WSF mit Mitgliedern der Zivilgesellschaft über das Problem der Arbeitsbedingungen der Menschen im Süden diskutieren und beitragen, weltweite Netzwerke zu knüpfen. "Gerade die erste Welt muss ihren Beitrag dazu leisten, dass die Menschen im Süden eine lebenswerte Zukunft haben. Es kann nicht sein, dass westliche Konzerne ein Land und seine Menschen Kaputt machen, nur um Profite zu maximieren", so Bayr abschließend. (Schluss) cs/mp

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