Greenpeace: Vöslauer erzielt Rekordgewinn auf Kosten der Umwelt

Römerquelle-Pfandflaschen umweltfreundlicher als Vöslauer

Wien/Bad Vöslau. (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace wirft dem Mineralwasser-Abfüller Vöslauer vor, den heute auf der Bilanz-Pressekonferenz präsentierten Rekordgewinn 2003 nur durch das Ignorieren von Umweltbilanzen erreicht zu haben. "Die so genannten 'Innovationen' von Vöslauer sind zutiefst umweltschädlich", kritisiert Greenpeace-Abfallexperte Herwig Schuster das Unternehmen.

Hauptkritikpunkt von Greenpeace ist, dass Vöslauer im April 2003 die umweltfreundliche Wiederbefüllung von Mineralwasserflaschen eingestellt hat. Stattdessen hat Vöslauer eine Kunststoff-Pfandflasche auf den Markt gebracht, die jedoch nicht ökologisch wiederbefüllt, sondern lediglich recycelt wird. Beim Recycling wird wesentlich mehr Energie benötigt als bei der Wiederbefüllung. Auch wird das Flaschenmaterial von Niederösterreich nach Kärnten und retour transportiert und so trägt Vöslauer auch zum Binnen-Transitproblem bei.

Die Wiederbefüllung von Getränkeflaschen ist aus Sicht der Ökobilanz in jedem Fall dem Recycling vorzuziehen, selbst wenn das Pfand-System von Vöslauer etwas besser ist als bei herkömmlichen Wegwerfflaschen. Dies wird auch von einer Studie des Umweltbundesamtes Berlin bestätigt. Das Flaschenmaterial - ob Glas oder Kunststoff - ist aus Sicht des Umweltschutzes dabei irrelevant, solange die Flaschen wieder befüllt werden.

Greenpeace fordert von Vöslauer seit Einführung der neuen Recycling-Pfandflasche im April 2003, diese durch eine wieder befüllbare Pfandflasche zu ersetzen. Der Hauptmitbewerber von Vöslauer- Römerquelle - hat seit Jahren eine wieder befüllbare PET-Flasche am Markt. "Die Konsumenten sollen selbst entscheiden, ob sie lieber umweltfreundliches oder umweltschädliches Mineralwasser trinken wollen", so Schuster.

Die deutsche "Ökobilanz für Getränkeverpackungen für alkoholfreie Getränke und Wein" finden Sie unter www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/daten/bil.htm

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MMag. Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace, 01-5454580-29 oder 0676-5147246
DI Herwig Schuster, Greenpeace Müll-Experte, tel. 01-5454580-41 oder 0664-4319214

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