VP-Tschirf: Personalmangel im Pflegebereich ist hausgemacht

Wiener SPÖ-Stadtregierung ignoriert Lösungsmöglichkeiten

Wien (VP-Klub): "Jahrelang hätten die Verantwortlichen in Lainz Zeit gehabt, auf den dringenden Bedarf an Pflegepersonal hinzuweisen und sich um personellen Nachwuchs zu kümmern. Auch hätten sie die zuständigen Stellen auf die allfällige Notwendigkeit einer Änderung der Bestimmungen für ausländisches Pflegepersonal hinweisen können. Unternommen haben die Verantwortlichen, allen voran die Pflegedirektion, aber nichts. Entweder wurde das Problem von ihr nicht erkannt, oder sie hat es nicht erkennen wollen. In jedem Fall hat die Pflegedirektion Desinteresse und absolute Unfähigkeit bewiesen und muss schleunigst abgelöst werden", fordert ÖVP-Wien Klubobmann LAbg. Matthias Tschirf.

Monate, nachdem durch eine überraschende Prüfung der Zustände im Lainzer Geriatriezentrum die dort herrschenden Missstände aufgedeckt worden waren, passiere von Seiten der Verantwortlichen aber auch nicht mehr, als in SPÖ-typischer Weise jede Verantwortung von sich zu weisen und dem Bund die Schuld zuzuschieben, stellt Tschirf fest.

Ausbildungsoffensive gefordert

Die Stadt Wien habe eindeutig bei der Ausbildung von Pflegepersonal sowohl quantitativ, als auch qualitativ versagt. Zu fordern sei daher, so Tschirf, eine sofortige Ausbildungsoffensive. Die bisher gesetzten Maßnahmen in dieser Richtung seien halbherzig und nicht effektiv gewesen. Es seien neue Formen des Unterrichts, beispielsweise an berufsbildenden höheren Schulen oder Pflege-Fachhochschulen, zu überlegen.. Bis durch die geforderten Maßnahmen genügend geschultes Pflegepersonal zur Verfügung stehe, müssten Anreize geboten werden, bereits ausgebildete Kräfte nach Wien zu holen bzw. nach Wien zurück zu holen. Diese Anreizen könnten finanzieller oder auch arbeitstechnischer Art sein. Wenn es den Bundesländern gelingt, Pflegepersonal aus Wien abzuwerben, warum sollte nicht auch der umgekehrte Weg möglich sein?

AMS könnte problemlos Arbeitsbewilligungen erteilen

Darüber hinaus könne das AMS in Wien auch problemlos zusätzliche ausländische Arbeitskräfte anfordern und die notwendigen Arbeitsbewilligungen erteilen. Diese Arbeitkräfte wären nicht dem Kontingent der Schlüsselarbeitskräfte zuzurechnen und fielen damit auch nicht unter die Regelung der Mindesteinkommensgrenze.

"Eine effiziente Stadtpolitik für Wien zu betreiben, heißt nicht, den Bund ständig die Schuld für Probleme in die Schuhe zu schieben, sondern selbst aktiv zu werden. Da Stadträtin Pittermann offenbar nicht in der Lage ist, irgendeine Entscheidung herbeizuführen, ist Bürgermeister Häupl als Letztverantwortlicher dringend aufgefordert, die notwendigen Maßnahmen zu setzen", fordert Tschirf abschließend.

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