• 14.01.2004, 11:45:08
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VP-Tschirf: Personalmangel im Pflegebereich ist hausgemacht

Wiener SPÖ-Stadtregierung ignoriert Lösungsmöglichkeiten

Wien (VP-Klub): "Jahrelang hätten die Verantwortlichen in Lainz Zeit
gehabt, auf den dringenden Bedarf an Pflegepersonal hinzuweisen und
sich um personellen Nachwuchs zu kümmern. Auch hätten sie die
zuständigen Stellen auf die allfällige Notwendigkeit einer Änderung
der Bestimmungen für ausländisches Pflegepersonal hinweisen können.
Unternommen haben die Verantwortlichen, allen voran die
Pflegedirektion, aber nichts. Entweder wurde das Problem von ihr
nicht erkannt, oder sie hat es nicht erkennen wollen. In jedem Fall
hat die Pflegedirektion Desinteresse und absolute Unfähigkeit
bewiesen und muss schleunigst abgelöst werden", fordert ÖVP-Wien
Klubobmann LAbg. Matthias Tschirf.

Monate, nachdem durch eine überraschende Prüfung der Zustände im
Lainzer Geriatriezentrum die dort herrschenden Missstände aufgedeckt
worden waren, passiere von Seiten der Verantwortlichen aber auch
nicht mehr, als in SPÖ-typischer Weise jede Verantwortung von sich zu
weisen und dem Bund die Schuld zuzuschieben, stellt Tschirf fest.

Ausbildungsoffensive gefordert

Die Stadt Wien habe eindeutig bei der Ausbildung von Pflegepersonal
sowohl quantitativ, als auch qualitativ versagt. Zu fordern sei
daher, so Tschirf, eine sofortige Ausbildungsoffensive. Die bisher
gesetzten Maßnahmen in dieser Richtung seien halbherzig und nicht
effektiv gewesen. Es seien neue Formen des Unterrichts,
beispielsweise an berufsbildenden höheren Schulen oder
Pflege-Fachhochschulen, zu überlegen.. Bis durch die geforderten
Maßnahmen genügend geschultes Pflegepersonal zur Verfügung stehe,
müssten Anreize geboten werden, bereits ausgebildete Kräfte nach Wien
zu holen bzw. nach Wien zurück zu holen. Diese Anreizen könnten
finanzieller oder auch arbeitstechnischer Art sein. Wenn es den
Bundesländern gelingt, Pflegepersonal aus Wien abzuwerben, warum
sollte nicht auch der umgekehrte Weg möglich sein?

AMS könnte problemlos Arbeitsbewilligungen erteilen

Darüber hinaus könne das AMS in Wien auch problemlos zusätzliche
ausländische Arbeitskräfte anfordern und die notwendigen
Arbeitsbewilligungen erteilen. Diese Arbeitkräfte wären nicht dem
Kontingent der Schlüsselarbeitskräfte zuzurechnen und fielen damit
auch nicht unter die Regelung der Mindesteinkommensgrenze.

"Eine effiziente Stadtpolitik für Wien zu betreiben, heißt nicht, den
Bund ständig die Schuld für Probleme in die Schuhe zu schieben,
sondern selbst aktiv zu werden. Da Stadträtin Pittermann offenbar
nicht in der Lage ist, irgendeine Entscheidung herbeizuführen, ist
Bürgermeister Häupl als Letztverantwortlicher dringend aufgefordert,
die notwendigen Maßnahmen zu setzen", fordert Tschirf abschließend.

OTS0095    2004-01-14/11:45

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