RFW NÖ: WK-Vizepräsident Walter Fischer fordert Freigabe der Ladenöffnungszeiten

St. Pölten (OTS) - "Die Umsätze im Weihnachtsgeschäft, speziell im Handel, waren sehr enttäuschend. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten wirkt sich der Rückgang des Privatkonsum sehr negativ auf die Gesamtwirtschaftslage aus", so der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich und RFW-Landesobmann, Komm.Rat Walter Fischer. "Um diese negative Entwicklung aufzuhalten brauchen wir flexible Öffnungszeiten, die sich nach den Bedürfnissen der Kunden richten."

Wie sehr sich Konsumenten flexiblere Öffnungszeiten wünschen, werde an den enormen Wachstumsraten im Internethandel deutlich. Das Internet verwirkliche den Grundsatz, einkaufen wann immer der Konsument es für richtig halte und nicht der Gesetzgeber. "Überhaupt sollte sich der Gesetzgeber darauf beschränken, nur solche Belange zu Regeln, die sich nicht von selbst regeln. So weiß ein Unternehmer selbst am besten, zu welchen Zeiten seine Kunden am liebsten einkaufen. Es ist nicht einzusehen, dass z.B. am Sonntag von Amtswegen die Geschäfte geschlossen bleiben, während im benachbarten Ausland die Türen offen stehen. Es ist an der Zeit, den Unternehmern ihre Eigenverantwortung zurückzugeben und sie selbst entscheiden zu lassen, welche Öffnungszeiten am sinnvollsten sind. Auch für die Beschäftigten im Handel wird sich langfristig aus den flexiblen Öffnungszeiten ein Vorteil ergeben."

Die jährlich geringer werdenden Beschäftigungszahlen im Handel sind für Fischer Zeichen einer immer schlechter werdenden Ertragslage. "Eine Freigabe der Öffnungszeiten würde die Ertragslage wieder verbessern und dadurch Arbeitsplätze sichern. Auch das immer wieder ins Treffen geführte Argument, bei freigegebenen Öffnungszeiten würde auch nicht mehr gekauft, ist nicht haltbar. Mittlerweile ist Einkaufen zur Freizeitbeschäftigung geworden, die einfache Bedarfsdeckung steht nicht mehr im Vordergrund. Das stundenlange Gustieren durch die Einkaufspromenaden und Shoppingtempel weckt erst die Kauflust für Dinge, die man zwar nicht unbedingt braucht, die das Leben aber etwas angenehmer machen. Gerade am Sonntag haben viele Familien Zeit, sich in Ruhe auf eine solche Shoppingtour zu begeben. Ob sie es tatsächlich auch tun oder lieber in den Wald oder sonst wohin gehen, muss ihnen selbst überlassen bleiben und darf nicht vom Gesetzgeber verordnet werden. Es ist an der Zeit, nur jene Belange zu regeln, die sich nicht besser und effizienter von selbst regeln. Der freiheitliche Gedanke, der sich in anderen Ländern schon lange durchgesetzt hat, muss sich auch in Österreich durchsetzen - weniger Staat und dafür mehr Eigenverantwortung!", appelliert der WK-Vizepräsident.

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