• 12.01.2004, 12:16:36
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RFW NÖ: WK-Vizepräsident Walter Fischer fordert Freigabe der Ladenöffnungszeiten

St. Pölten (OTS) - "Die Umsätze im Weihnachtsgeschäft, speziell im
Handel, waren sehr enttäuschend. Gerade in wirtschaftlich schlechten
Zeiten wirkt sich der Rückgang des Privatkonsum sehr negativ auf die
Gesamtwirtschaftslage aus", so der Vizepräsident der
Wirtschaftskammer Niederösterreich und RFW-Landesobmann, Komm.Rat
Walter Fischer. "Um diese negative Entwicklung aufzuhalten brauchen
wir flexible Öffnungszeiten, die sich nach den Bedürfnissen der
Kunden richten."

Wie sehr sich Konsumenten flexiblere Öffnungszeiten wünschen, werde
an den enormen Wachstumsraten im Internethandel deutlich. Das
Internet verwirkliche den Grundsatz, einkaufen wann immer der
Konsument es für richtig halte und nicht der Gesetzgeber. "Überhaupt
sollte sich der Gesetzgeber darauf beschränken, nur solche Belange zu
Regeln, die sich nicht von selbst regeln. So weiß ein Unternehmer
selbst am besten, zu welchen Zeiten seine Kunden am liebsten
einkaufen. Es ist nicht einzusehen, dass z.B. am Sonntag von
Amtswegen die Geschäfte geschlossen bleiben, während im benachbarten
Ausland die Türen offen stehen. Es ist an der Zeit, den Unternehmern
ihre Eigenverantwortung zurückzugeben und sie selbst entscheiden zu
lassen, welche Öffnungszeiten am sinnvollsten sind. Auch für die
Beschäftigten im Handel wird sich langfristig aus den flexiblen
Öffnungszeiten ein Vorteil ergeben."

Die jährlich geringer werdenden Beschäftigungszahlen im Handel sind
für Fischer Zeichen einer immer schlechter werdenden Ertragslage.
"Eine Freigabe der Öffnungszeiten würde die Ertragslage wieder
verbessern und dadurch Arbeitsplätze sichern. Auch das immer wieder
ins Treffen geführte Argument, bei freigegebenen Öffnungszeiten würde
auch nicht mehr gekauft, ist nicht haltbar. Mittlerweile ist
Einkaufen zur Freizeitbeschäftigung geworden, die einfache
Bedarfsdeckung steht nicht mehr im Vordergrund. Das stundenlange
Gustieren durch die Einkaufspromenaden und Shoppingtempel weckt erst
die Kauflust für Dinge, die man zwar nicht unbedingt braucht, die das
Leben aber etwas angenehmer machen. Gerade am Sonntag haben viele
Familien Zeit, sich in Ruhe auf eine solche Shoppingtour zu begeben.
Ob sie es tatsächlich auch tun oder lieber in den Wald oder sonst
wohin gehen, muss ihnen selbst überlassen bleiben und darf nicht vom
Gesetzgeber verordnet werden. Es ist an der Zeit, nur jene Belange zu
regeln, die sich nicht besser und effizienter von selbst regeln. Der
freiheitliche Gedanke, der sich in anderen Ländern schon lange
durchgesetzt hat, muss sich auch in Österreich durchsetzen - weniger
Staat und dafür mehr Eigenverantwortung!", appelliert der
WK-Vizepräsident.

OTS0106    2004-01-12/12:16

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