"profil": Terrorverdächtige waren in Österreich

Staatspolizei: Abu Othman bereits außer Landes

Wien (OTS) - Ein Abhörprotokoll der italienische Polizei, das vergangene Woche publik wurde, lässt keinen Zweifel daran, dass der Terror-Verdächtige Abderrazak Mahdjoub bereits einmal in Österreich war. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sagt der Algerier laut Protokoll, Österreich sei der beste Platz um unterzutauchen: "Wenn du gesucht wirst, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du versteckst dich dort (in Österreich) oder in den Bergen." Er nennt auch den Namen einer Moschee in Österreich, die "sehr heiß" sei und deren Leute "sehr einig" seien.

Weiters nennt Mahdjoub den Namen "Abu Othman" und sagt, dieser habe "eine lange Zeit in Österreich verbracht". "Abu Otman" heißt mit vollem Namen Omar Mahmud Othman und ist auch unter dem alias-Namen "Abu Qutada" bekannt. Er wird beschuldigt, der "Botschafter" des al-Qa'ida-Führers Osama Bin Laden in Europa zu sein und war wegen Terrorismus-Verdachts in Großbritannien in Haft. Mahdjoub sagt laut Protokoll, Othman habe "mehrere Kommuniqués zur Unterstützung von Emir Abdullah (gemeint ist Osama Bin Laden, Anm.) geschrieben."

Unklar ist, wann und wie lange Abderrazak Mahdjoub und Abu Othman in Österreich waren und was sie hier gemacht haben. Der Leiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Gert Polli, erklärte gegenüber "profil", es sei "denkbar", dass Mahjoub Österreich besucht habe. Es gäbe jedoch keine Möglichkeit, einen italienischen Staatsbürger bei der Einreise nach Österreich zu kontrollieren. Zu Othman sagte Polli: "Soweit wir wissen, ist er nicht mehr in Österreich."

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