• 09.01.2004, 15:55:10
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Tumpel zu Steuerreform: Für Arbeitnehmer nur Alibi und viel zu spät

Im Durchschnitt bleiben für Arbeitnehmer und Pensionisten maximal 22 Euro Steuerentlastung pro Monat

Wien (AK) - Als Alibi-Steuerreform kritisiert AK Präsident Herbert
Tumpel die heute von der Regierung vorgestellten Steuerpläne für
2005. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden nur 900
Millionen Euro Entlastung überbleiben - im Durchschnitt maximal 22
Euro pro Monat. "Da von einem großen Steuer-Wurf zu reden, ist ja
schon unverfroren", sagt Tumpel, "vor allem, wenn man bedenkt, dass
die Arbeitnehmer jedes Jahr 1,8 Milliarden Euro zusätzlich für die
Belastungen der Regierung zahlen." Die KöSt-Senkung auf 25 Prozent
ist für Tumpel "ein großer Schritt in Richtung vollständiger
Entsteuerung von Körperschaften, die Körperschaften werden dann
effektiv noch viel weniger zahlen als die 18 Prozent, die sie jetzt
zahlen." Als ungerecht bezeichnet der AK Präsident die so genannte
Familienentlastung, weil es die nur für Alleinverdiener gibt. "Eine
Arbeiterfamilie, wo beide verdienen müssen, kriegt das nicht - ein
Manager mit drei Kindern wird gefördert", sagt Tumpel. Für ihn kommt
die Steuerreform zudem viel zu spät. "Wir hätten jetzt eine
Entlastung der Arbeitnehmer gebraucht", sagt Tumpel, "das hätte
30.000 Arbeitsplätze zusätzlich gebracht. Dass es diese Arbeitsplätze
nicht gibt, dafür mache ich die Regierung verantwortlich." ****

OTS0175    2004-01-09/15:55

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