Tumpel zu Steuerreform: Für Arbeitnehmer nur Alibi und viel zu spät

Im Durchschnitt bleiben für Arbeitnehmer und Pensionisten maximal 22 Euro Steuerentlastung pro Monat

Wien (AK) - Als Alibi-Steuerreform kritisiert AK Präsident Herbert Tumpel die heute von der Regierung vorgestellten Steuerpläne für 2005. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden nur 900 Millionen Euro Entlastung überbleiben - im Durchschnitt maximal 22 Euro pro Monat. "Da von einem großen Steuer-Wurf zu reden, ist ja schon unverfroren", sagt Tumpel, "vor allem, wenn man bedenkt, dass die Arbeitnehmer jedes Jahr 1,8 Milliarden Euro zusätzlich für die Belastungen der Regierung zahlen." Die KöSt-Senkung auf 25 Prozent ist für Tumpel "ein großer Schritt in Richtung vollständiger Entsteuerung von Körperschaften, die Körperschaften werden dann effektiv noch viel weniger zahlen als die 18 Prozent, die sie jetzt zahlen." Als ungerecht bezeichnet der AK Präsident die so genannte Familienentlastung, weil es die nur für Alleinverdiener gibt. "Eine Arbeiterfamilie, wo beide verdienen müssen, kriegt das nicht - ein Manager mit drei Kindern wird gefördert", sagt Tumpel. Für ihn kommt die Steuerreform zudem viel zu spät. "Wir hätten jetzt eine Entlastung der Arbeitnehmer gebraucht", sagt Tumpel, "das hätte 30.000 Arbeitsplätze zusätzlich gebracht. Dass es diese Arbeitsplätze nicht gibt, dafür mache ich die Regierung verantwortlich." ****

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